GiuliaDer Berg.Ich bin in einem kleinen Holzhaus, verloren zwischen den Tannen. Die Stille ist ohrenbetäubend. Die Schönheit ist überall.Ich stehe jeden Tag mit der Sonne auf. Die ersten Strahlen durchdringen die Fensterläden, zeichnen goldene Linien auf den Dielenboden, wecken den Staub, der in der Luft tanzt. Ich öffne das Fenster. Die Luft ist kalt, rein, lebendig. Sie riecht nach Harz, nach feuchter Erde, nach Schnee, der bald fallen wird.Ich mache Kaffee. Ich setze mich auf die Terrasse. Ich schaue auf die Berge.Sie sind da. Riesig. Ewig. Gleichgültig.Ihr Gipfel ist weiß, selbst im Herbst, selbst vor dem Schnee. Ein strahlendes Weiß, fast unwirklich, das in der Sonne leuchtet und den Himmel zu berühren scheint. Die Tannen ziehen sich bis ins Tal hinunter, dicht gedrängt, dunkel, undurchdringlich. Zwischen ihnen fließen Bäche, unsichtbar aber hörbar, ihr ständiges Murmeln wie ein Wiegenlied, wie ein Gebet, wie ein Versprechen.Ich verbringe meine Tage mit Lesen, Spazierengeh
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