Die Jahre waren vergangen wie Wasser in einem Fluss. Elara war jetzt siebzehn, eine junge Frau mit silbernen Augen und einem Herzen, das größer war als die Berge, in denen sie aufgewachsen war. Sie hatte gelernt, ihre Gaben zu beherrschen — die Lebensmagie, das Lied der Wurzeln, die Sprache der Delfine. Sie hatte die Schule der vier Gaben besucht, hatte in Falkenhorst und an der Küste unterrichtet und war zu einer Lehrerin geworden, die selbst Mirin staunen ließ.Aber sie wusste, dass etwas fehlte. Etwas, das sie nicht benennen konnte. Etwas, das sie in ihren Träumen rief.An einem kalten Novembermorgen erwachte sie mit einem Bild vor Augen, das sie nicht losließ. Eine Brücke — nicht aus Stein, nicht aus Holz, sondern aus Licht. Und auf der anderen Seite der Brücke standen Gestalten, die sie kannte. Ihre Urgroßmutter Elara. Die Luna Prime, die sie im Ebereschenhain gesehen hatte. Und andere, die sie nicht kannte, aber deren Gesichter ihr vertraut waren.„Mama“, sagte sie beim Frühstüc
Read more