Der Winter war lang und hart gewesen, doch als der Frühling endlich kam, tat er es mit einer solchen Pracht, dass es sich anfühlte wie ein Geschenk der Götter selbst. Das Tal der Efeu explodierte förmlich in Farben. Die wilden Blumen blühten in leuchtendem Gelb, Rosa und Violett, die Olivenbäume trugen zarte neue Blätter, und der Bach führte wieder frisches, klares Schmelzwasser. Die Luft roch nach Leben, nach Hoffnung und nach Neuanfang. Valeria Aurelia Luna war jetzt vier Jahre alt. Sie war kein Kleinkind mehr. Sie war ein aufgewecktes, mutiges Mädchen mit langen, wilden schwarzen Locken, die ihr bis zur Mitte des Rückens reichten, und Augen, die je nach Stimmung zwischen strahlendem Gold und tiefem Blau wechselten. Ihre Magie hatte sich in diesem Winter stark entwickelt – nicht wild und unkontrolliert wie früher, sondern bewusster, feiner, fast spielerisch. An einem warmen Frühlingstag saß die Familie auf der blühenden Wiese vor der Hütte. Valeria stand konzentriert da, die kl
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