Der Herbst in Rom wurde tiefer, und mit ihm wuchs die Liebe zwischen Valeria und Aurelian zu etwas Reifem, Innigem und Unausweichlichem. Sie war jetzt siebzehn Jahre und zehn Monate alt. Die Tage waren erfüllt von einem neuen, sanften Rhythmus. Morgens half sie ihrer Mutter im Kräutergarten, nachmittags übte sie mit ihrem Vater Magie, und abends traf sie sich mit Aurelian – mal offen in den Gärten des Palatins, mal in der großen Bibliothek, manchmal sogar heimlich nachts auf der Terrasse ihres Hauses, wenn der Mond hoch am Himmel stand. Aurelian Cassius war zu einem festen, warmen Teil ihres Lebens geworden. Er war ein ruhiger, intelligenter junger Mann mit warmen braunen Augen und einer sanften, erdverbundenen Magie, die wunderbar mit ihrer purpurnen Kraft harmonierte. Er kam aus einer alten, aber nicht besonders einflussreichen Familie und sah Valeria nicht als „Tochter der Prophezeiung“. Er sah sie als die junge Frau, die lachte, wenn sie über Philosophie stritt, die Magie als Ku
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