Die Wochen nach Severus’ Besuch wurden zu einer Prüfung für die gesamte Familie. Die Villa, die so lange ein Ort des Friedens gewesen war, fühlte sich nun wie eine belagerte Festung an. Wachen patrouillierten verstärkt, magische Schilde wurden täglich erneuert, und Valeria verbrachte viele Stunden damit, ihre Tochter Luna in der Kontrolle ihrer Kräfte zu unterrichten. Luna Aurelia saß im inneren Garten auf einem Marmorbänkchen, die kleinen Hände zu Fäusten geballt. Um sie herum tanzten purpurne Funken, mal sanft und schön, mal wild und unkontrolliert. „Ich will das nicht mehr!“, rief das zehnjährige Mädchen verzweifelt. „Warum muss ich so sein? Warum kann ich nicht einfach wie andere Kinder sein?“ Valeria kniete sich vor ihre Tochter und nahm ihre Hände. Ihre eigene purpurne Magie floss sanft in Luna hinein, beruhigend, stabilisierend. „Weil du etwas Besonderes bist, mein Schatz. Deine Großeltern und ich haben gekämpft, damit du diese Macht in Freiheit tragen kannst. Aber Macht ohne
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