Emmas SichtDie Stille im Bootshaus war bleischwer, dick erfüllt vom Duft nach Kiefern, Seewasser und dem scharfen, betörenden Moschus unserer gemeinsamen Erregung. Ich befand mich in einem Zustand exquisiter Qual. Jedes einzelne Nervenende in meinem Körper schrie und war vollkommen auf diesen einen einzigen Zentimeter von ihm fokussiert, der momentan in mir vergraben war. Er war genau dort – die Hitze, die Härte, die stumpfe Realität, mit der er mich dehnte –, aber es war nicht genug. Mit Luca war es nie genug.„Du zitterst, Reed“, flüsterte er, seine Stimme eine dunkle Vibration, die von seinen Lippen direkt auf die empfindliche Haut meines Halses überging. „Du zitterst so stark, dass der Tisch wackelt. Ist es wirklich so schwer, stillzuhalten?“„Du… du machst das mit Absicht“, keuchte ich, während sich meine Finger in das alte, splitternde Holz des Zeichentisches bährten.„Ich tue gar nichts, außer mich an die Regeln zu halten“, hielt er dagegen, obwohl ich spüren konnte, wie seine
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