Die Äpfel reiften an einem Donnerstag.Nicht alle — das war nicht, wie Äpfel reiften, das wusste Mara jetzt, nach einem Sommer des Beobachtens. Sie reiften in Wellen, die äußeren zuerst, die der Sonne am nächsten waren, dann die inneren, die im Schatten der Blätter länger brauchten, die Zeit bekamen, die sie brauchten, ohne zu fragen, ob das in Ordnung war.Am Donnerstagmorgen stand Mara im Garten und sah den ersten reifen Apfel.Er hing am unteren Ast, außen, rot und gold, schwer genug, um den Ast leicht zu biegen, die Art von Schwere, die Reife anzeigte, das Wissen des Baumes, wann etwas fertig war. Mara trat heran, hob ihn vorsichtig an, nicht abreiß end, nur prüfend, und er ließ sich lösen mit der Leichtigkeit von etwas, das bereit war, gelassen zu werden.Sie hielt ihn in beiden Händen.Roch daran.Dieser Geruch — reifer Apfel, Sonnenwärme, das Holz des Baumes darunter — war kein Geruch, den man fotografieren konnte. Das war einer der wenigen Momente, in denen sie das Fotografier
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