Der zweite Samstag im Dezember war klar.Nicht der bewölkte, gedämpfte Klar des Winters, der sich entschuldigt, sondern echter Klarheit — ein Himmel, der blau war von morgens an, hart und durchsichtig, die Sonne niedrig und schräg, aber da, und die Schatten, die sie warf, lang und scharf auf dem Schnee, der in der Nacht gefallen war.Mara sah es, als sie das Solis-Haus verließ, und hielt einen Moment inne.Gutes Licht.Sie hatte die Kamera eingepackt, selbstverständlich, aber der Gedanke, den sie mitnahm, war weniger Fotografie als Gegenwart — der Vorsatz, heute mehr zu sehen als aufzunehmen, mehr zu hören als zu dokumentieren. Das war ein Vorsatz, den sie nicht immer hielt, aber der Akt des Formulierens half.Damian wartete vor dem Wagen.„Hildegard?", fragte Mara.„Schon unterwegs. Rafael hat sie vom Bahnhof abgeholt." Er öffnete die Tür. „Lena fährt mit Ingrid."„Ingrid ist auch da?" „Sie hat gefragt, ob sie darf." Er setzte sich ans Steuer. „Rafael hat ja gesagt. Er hat mir gesag
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