Der Beichtstuhl roch nach altem Holz, Kerzenwachs und noch etwas anderem – etwas Schwererem, Moschusartigem. Der Geruch haftete am Samtvorhang, am splitternden Gitter zwischen uns, ja sogar an der Luft, die ich wie ein Sakrament in meine Lungen sog. Meine Knie hatten sich längst an das harte Holz gewöhnt; der Schmerz in ihnen war ein stetiges Pochen, das alles andere in meinem Inneren nur noch schärfer hervortreten ließ.Ich konnte ihn atmen hören. Ein stetiges Einziehen der Luft durch die Nase, ein leises Ausatmen, das meine Haut streifte.„Sprich“, befahl er leise. Seine Stimme war nun tiefer – nicht der sachliche Ton eines Priesters, der Buße auferlegt, sondern etwas Dunkleres; etwas, das wusste, was es hieß, zu hungern.Ich leckte mir zitternd über die Lippen; meine Stimme war nur ein Flüstern. „Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt. Und gesündigt. Und wieder gesündigt.“Die Worte sprudelten aus mir hervor wie ein Singsang, wie ein Gebet – als könnte ich mich nicht mehr beher
최신 업데이트 : 2026-09-12 더 보기