Jedes Wort ist eine Klinge. Jeder Satz eine Wunde. Woher weiß er das alles? Wie kann er so genau beschreiben, was ich erlebe, was ich fühle, was aus mir geworden ist? Wie kann er das rote Kissen kennen, die Nächte, die Tränen, die Flehen?— Woher... woher weißt du das?Er lacht. Ein freudloses Lachen, ein gebrochenes Lachen, ein Irrenlachen, der zu viel gesehen, zu viel erlitten, zu viel verloren hat. Ein Lachen, das all das sagt, was Worte nicht mehr sagen können.— Weil ich du war, vor zehn Jahren. Ich hatte dein Alter, deine Schönheit, deine Naivität. Ich glaubte auch, ich sei besonders. Ich glaubte, er liebe mich wirklich, er sähe mich wirklich, ich sei der Erste, der Einzige, der Auserwählte. Ich glaubte, ich würde bleiben, ich würde Bestand haben, ich wäre derjenige, der den Kreislauf durchbrechen, seine Einsamkeit heilen, seine Leere füllen würde.Er schließt die Augen, und als er sie wieder öffnet, sind sie noch leerer, noch verlorener, noch weiter entfernt.— Er hat mich zwei
Last Updated : 2026-08-04 Read more