Kapitel AchtundvierzigNinas PerspektiveDie Sirenen heulten nun näher, ein fernes Jammern, das durch das Pandämonium schnitt wie ein Versprechen, das vielleicht niemals eingelöst werden würde. Rote und blaue Lichter pulsierten durch die hohen Fenster, warfen unruhige Schatten über den Marmorboden und verwandelten das Chaos in einen von Stroboskoplicht erhellten Albtraum.Die Countdowns tickten im Gleichschritt – 2:00, 1:59 – jede Zahl leuchtete heller auf dem Display der Säule, während die Drähte mit einer feinen, bedrohlichen Vibration summten, die ich bis in die Knochen spüren konnte. Isabela und Josh standen da, viel zu ruhig, viel zu still inmitten der Massenflucht, ihre Gesichter im roten Schein erleuchtet wie Dämonen im Höllenfeuer.„Bist du so böse, dass es dir nichts ausmachen würde zu sterben, nur für Geld, Macht und Politik?“, schrie ich, meine Stimme rau und brechend über den Schreien. Mein Herz hämmerte so hart, dass mein Blick verschwamm, aber ich konnte nicht von ihnen
Last Updated : 2026-09-07 Read more