Kapitel 54 ELIJAH Das Herrenhaus war an diesem Morgen voller Leben. Lachen, Parfüm, das Geräusch von Absätzen auf Marmor, alles fühlte sich viel zu hell, viel zu laut für das an, was ich in mir trug. Alle feierten, aber ich ging auf einen Raum zu, in dem ich nicht sein wollte. Einen Raum, in dem meine Zukunft auf mich wartete, sauber gebügelt und ordentlich in einen Anzug genäht, den ich nicht selbst ausgesucht hatte. Der Flur, der zum Ankleidezimmer führte, war mit weißen Rosen gesäumt. Sie rochen teuer, erstickend. Meine Finger zitterten, als ich meine Manschettenknöpfe zurechtrückte. Ich hatte kaum geschlafen, verfolgt von Andrades Worten, kalten, endgültigen Worten. „Wenn du Camila heiratest, sind wir fertig.“ Seitdem hatte er mich nicht mehr angesehen. Nicht wirklich. Nur so, wie man jemanden ansieht, den man einmal gekannt hat. Warum tut er das
Zuletzt aktualisiert : 2026-09-14 Mehr lesen