Am Nachmittag kehrte ich mit dem unterschriebenen Mietvertrag auf meinem Handy zum Anwesen zurück.Niemand im Familienchat hatte gefragt, was vor Gericht geschehen war. Die letzte Nachricht war immer noch die von Mutter aus der vergangenen Nacht.„Morgen ist Elenas Tag. Niemand geht vorzeitig.“Darunter standen sechs Versprechen, säuberlich aufgereiht wie eine Pointe.Der Westflügel war bereits wieder Sofia überlassen worden. Studiobeleuchtung stand an den Fenstern, Rollständer säumten den Flur, und Tabletts mit ihren Schmuckkollektionen bedeckten den langen Arbeitstisch. Marco, der Verwalter des Anwesens, wirkte verlegen, als er mich sah.„Frau Moretti hat beschlossen, die Suite vorerst nicht zu räumen“, sagte er. „Sofia braucht ein stabiles Umfeld.“„Verstanden.“Ich ging in das Gästezimmer, in dem ich drei Jahre lang geschlafen hatte.Alles darin war teuer, aber fast nichts gehörte mir. Die Kleider im Schrank waren Muster aus Sofias Label und auf ihre Maße zugeschnitten. Die Espress
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