
Die tödliche Rache der ExfrauDante Falcone schleuderte mir die verdammten Scheidungspapiere zum sechsten Mal vor die Füße und zwang mich, meine Unterschrift darunterzusetzen.
Diesmal kämpfte ich nicht mehr dagegen an.
Er ließ den Füller langsam sinken. Für einen Augenblick wurde es so still im Raum, dass selbst die Luft schwer wirkte. Seine dunkelbraunen Augen ruhten auf mir. Kalt. Durchdringend. Als wollte er mir die letzten Reste meiner Seele aus dem Körper reißen.
„Warum bist du diesmal so fügsam, Sophia?“
Seine Stimme war leise, doch darin lag diese gefährliche Schärfe, die ganze Männer zum Schweigen brachte.
„Oder ist das wieder eines deiner kleinen Spielchen? Vergiss nicht, wer du bist. Frau Falcone.“
Ich zog den Rubinring von meinem Finger. Das Zeichen der Donna dieser Familie. Damals, auf Sizilien, hatte er ihn mir angesteckt, als er um meine Hand anhielt.
Jetzt legte ich ihn langsam auf seinen Schreibtisch. Auf dieses Stück dunkles Holz, das schon Blut, Geld und gebrochene Schwüre gesehen hatte.
Meine Stimme blieb ruhig.
So ruhig wie die eines Menschen, der innerlich längst gestorben war.
„Nein, Dante. Ich bin einfach nur müde.“
Ich sah ihm direkt in die Augen.
„Deine Welt ist mir zu laut geworden.“