Zach Pen
Ich habe mein Leben immer innerhalb der Linien gelebt. Als älteste Schwester bestand meine Welt aus einer Reihe von Pflichten: hart lernen, noch härter arbeiten und den Kopf unten halten. Ich hatte keine Zeit für die Dinge, für die andere Mädchen in meinem Alter verrückt waren. Ich hatte keine Zeit für Clubs, kurze Kleider oder Männer, die nach Ärger aussahen.
Aber manche Grenzen sind dazu da, überschritten zu werden. Meine geordnete Welt geriet aus den Fugen, als ich das Blackwood betrat.
Zuerst erinnere ich mich an den Geruch. Es war eine Mischung aus teurem Tabak und einem schweren, männlichen Duft, der nicht zu den beiden Männern gehörte, die mich in der Dunkelheit in die Enge getrieben hatten. Ich erinnere mich an die kalte Angst, die mein Blut zu Eis werden ließ, als ihre Hände mich berührten. Und dann erinnere ich mich an die Schritte.
Er sah nicht wie ein Held aus. Er sah aus wie der Mann, vor dem meine Mutter mich gewarnt hätte.
„Hast du Angst?“, fragte er mit einer tiefen, rauen Stimme, deren Klang ich bis in meiner Brust spürte.
Ich hätte weglaufen sollen.
Ich heiße Phoebe North. Und so begann mein Leben – in den Armen eines Mannes, der unverschämt gut aussah und doppelt so gefährlich war.