24 STUNDEN: IN DEN HÄNDEN EINES GEFÄHRLICHEN KILLERS

24 STUNDEN: IN DEN HÄNDEN EINES GEFÄHRLICHEN KILLERS

last updateLast Updated : 2026-09-20
By:  Zach PenOngoing
Language: Deutsch
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Ein einziger Fehler. Eine dunkle Gasse. Und vierundzwanzig Stunden, die alles verändern. Ich habe schon immer ein ruhiges Leben geführt. Arbeiten in der Bibliothek, Schulden meines Vaters begleichen und peinlich genau darauf achten, keinen Ärger zu machen. Mein einziger Ausweg aus der Realität waren die spicy Liebesromane, die ich heimlich verschlungen habe. Bis zu jener regnerischen Nacht, in der ich zur falschen Zeit am falschen Ort war. Ein Schuss hallte durch die Gasse. Ein Körper schlug auf den nassen Asphalt auf. Und über der Leiche stand er: Kingsley Falcone. Er war kein normaler Mann. Er war ein skrupelloser, tödlicher Auftragsmörder – und ein schattenhafter Herrscher über die Abgründe dieser Stadt. Und ich war die einzige Zeugin, die sein Gesicht gesehen hatte. Er hätte mich an Ort und Stelle mundtot machen müssen. Stattdessen riss er mich mit sich und sperrte mich in sein luxuriöses Penthouse. Vierundzwanzig Stunden lang bin ich sein gefangener kleiner Vogel. Vierundzwanzig Stunden, in denen er mich keine Sekunde aus den Augen lässt. Ich sollte Todesangst vor ihm haben – und das habe ich. Doch je länger ich in seiner Gewalt bin, desto gefährlicher verschwimmt die Grenze zwischen meiner Furcht und der brennenden, verbotenen Anziehungskraft, die von ihm ausgeht. Er ist kontrollierend. Tödlich. Und absolut tabu. Ich dachte, mein Leben würde enden, als ich Kingsley Falcone beim Töten zusah. Ich wusste nicht, dass dies erst der Anfang meines dunkelsten Spiels war.

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Chapter 1

1

PHOEBE PERSPEKTIVE

Gott, was habe ich da gerade mitangesehen? Einen Mord.

Ich schnappte nach Luft und presste die Augen zu, als ein weiterer Schuss von den feuchten Gassenwänden widerhallte.

Das dumpfe Aufschlagen eines Körpers auf dem Pflaster ließ mein Blut in den Adern gefrieren.

Ich wollte doch nur den Müll hinter der Bibliothek wegwerfen. Bevor ich dieses unselige Ereignis mitangesehen habe, hatte ich mein ganzes Leben lang immer den Kopf unten gehalten, Nachtschichten gearbeitet und Ärger gemieden. Aber genau in diesem Moment war ich gegen eine kalte Backsteinwand gepresst und starrte auf einen Toten in einer Blutlache.

Über ihm stand Kingsley Falcone.

Jeder in der Stadt kannte seinen Namen. Er war tödlich, unfassbar mächtig und beherrschte alles Düstere in dieser Stadt. Sein schwarzer Mantel war durchnässt vom Regen, und seine Augen hefteten sich in dem Moment an meine, als mein Müllsack mit einem lauten Plastikschaben auf dem Boden aufschlug.

Ich hatte nicht einmal Zeit zu schreien.

Mit zwei langen, furchteinflößenden Schritten überwand er die Distanz zwischen uns. Seine massiver Körper schirmte das Licht der Gasse komplett ab und schloss mich gegen die feuchten Backsteine ein. Aus der Nähe roch er nach Schießpulver, teurem Cologne und Regen. Ein Blutstreifen war über seine markante Kieferlinie gewischt.

„Bitte“, brachte ich heraus, während meine Zähne vor Angst klapperten. „Ich habe nichts gesehen. Ich schwöre es.“

Ich erwartete, dass er mich anbrüllen und seine Waffe direkt auf meine Stirn richten würde. Aber das tat er nicht. Er starrte nur auf mein zitterndes Gesicht hinab, mit einem Blick, der so schwer war, dass meine Knie nachgeben wollten.

Seine mit Leder handschuhbekleidete Hand schoss vor und griff mein Handgelenk. Der Griff war fest, wie aus Eisen, aber er riss nicht an meiner Haut.

„Wie heißt du?“, schnitt seine tiefe Stimme direkt durch den Donner.

„Phoebe“, schluchzte ich und versuchte mich zurückzuziehen. „Phoebe North.“

Er blickte hinab auf meinen Bibliotheksausweis und zerrte mich dann zu einem schnittigen, schwarzen SUV, der standstreifig am Bordstein lief. Er riss die Hintertür auf und schob mich auf den Ledersitz.

„Steig ein“, befahl er.

„Nein! Bitte, lassen Sie mich einfach gehen!“, geriet ich in Panik und stemmte meine Hacken in das nasse Pflaster. „Ich werde es niemandem erzählen, ich verspreche es!“

Kingsley beugte sich dicht herab, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt, und sein Griff um mein Handgelenk verengte sich gerade so viel, um mich an Ort und Stelle zu fixieren.

„Du bist Zeugin eines Mordes, Phoebe“, knurrte er tief in seiner Kehle. „Du gehst nirgendwohin.“

Er stieß mich auf den Rücksitz und schlug die Tür zu.

Das schwere Glas schnitt das Geräusch des Regens komplett ab. Ich krallte nach dem Türgriff und riss hektisch daran, aber die Kindersicherung war bereits eingelegt. Ich war gefangen.

Eine Sekunde später öffnete sich die Fahrertür. Kingsley stieg auf den Vordersitz, und seine massive Statur ließ das Luxusfahrzeug winzig wirken. Regen glitzerte auf seinen Schultern. Er würdigte mich im Rückspiegel keines Blickes, als er den Gang einlegte und aufs Gas trat.

Die Reifen des SUV quietschten auf dem nassen Asphalt, als wir aus der Gasse davonschossen und die Leiche in der Dunkelheit zurückließen.

„Wo bringen Sie mich hin?“, brach meine Stimme. Ich presste mich gegen die gegenüberliegende Tür, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen wie ein gefangener Vogel. „Wenn Sie Geld wollen, ich habe keines. Ich bin nur eine Archivarin. Ich verdiene den Mindestlohn!“

„Halt den Mund, Phoebe“, sagte er kalt, während seine Augen die Straße vor uns beobachteten. „Wenn ich dir wehtun oder dich überfallen wollte, wärst du schon längst tot in diesem Müllcontainer.“

„Dann lassen Sie mich raus!“

„Nein.“ Er prüfte seinen Seitenspiegel und bog in eine private, torngesicherte Einfahrt ein. „Meine Leute räumen den Tatort auf. Bis ich mir absolut sicher bin, dass dich niemand gesehen hat, wie du mich gesehen hast, bleibst du dort, wo ich dich im Auge behalten kann.“

Das Auto hielt vor einem massiven, dunklen Hochhaus. Kingsley stellte den Motor ab, schnallte sich ab und stieg in den Regen hinaus. Bevor ich überhaupt daran denken konnte, auf die Fahrerseite zu krabbeln, um zu entkommen, klickte meine Tür auf.

Kingsley griff hinein, packte meinen Arm und zog mich hinaus in die kalte Nachtluft.

Er zerrte mich nicht grob. Seine Hand hielt mein Handgelenk mit einem festen, stetigen Druck, der es unmöglich machte, sich loszuwinden, aber keinen blauen Fleck hinterließ. Er führte mich durch einen privaten Aufzug direkt nach oben ins oberste Stockwerk.

Die Türen glitten direkt in ein weitläufiges, modernes Penthouse auf. Die Wände waren aus Schwarzglas und blickten auf die leuchtenden Lichter der Stadt hinab.

Kingsley ließ mein Handgelenk schließlich los. Ich stolperte einen Schritt zurück und hielt meinen Arm gegen meine Brust, wo seine warmen Finger gewesen waren.

Er knöpfte seinen durchnässten schwarzen Mantel auf, warf ihn auf einen Ledersessel und begann, sein feuchtes weißes Hemd aufzuknöpfen.

Ich schnappte nach Luft und machte noch einen Schritt zurück. „Was tun Sie da?“

Kingsley hielt inne und blickte über seine Schulter zu mir zurück. Unter dem gedämpften Licht der Wohnung bemerkte ich den tiefen, dunkelroten Fleck, der sich über die Seite seiner Rippen ausbreitete. Er blutete.

„Entspann dich, kleiner Vogel“, murmelte er mit rauher Stimme, während er sich das Hemd auszog und eine Brust freilegte, die von harten Muskeln und alten Narben bedeckt war. „Ich muss diesen Schnitt versorgen, bevor ich mich um dich kümmere.“

Er ging auf einen dunklen Flur zu, hielt dann an und blickte über seine Schulter zurück auf meine erstarrte, zu Tode erschrockene Haltung.

„An der Haustür ist ein Schloss, das meinen Fingerabdruck benötigt“, sagte er monoton. „Mach dir nicht die Mühe zu rennen. Setz dich aufs Sofa und fass nichts an.“

Ich stand allein mitten in seinem riesigen Wohnzimmer und zitterte in meiner feuchten Kleidung. Ich hätte eigentlich einen Weg planen sollen, ein Fenster zu zerschlagen oder zu entkommen. Aber als ich den Flur hinabströmte, in dem er verschwunden war, zog sich meine Brust mit einem seltsamen, furchterregenden Adrenalinschub zusammen.

Er war ein Mörder. Ein tödliches Monster.

Warum also ließ die Erinnerung an seinen warmen, stetigen Griff um mein Handgelenk meine Haut bis tief in mein Herz hinein brennen?




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