Heimliche Scheidung: Don bittet zu spät
Fünf Jahre nach meiner Heirat mit dem Don, Ives Moretti, ließ er mich bei einer Schießerei zum Sterben zurück – nur um seine Geliebte Isabella in Sicherheit zu bringen.
Drei Tage später kam ich in einem privaten Krankenzimmer wieder zu mir. Keine Entschuldigung.
Ives blieb kalt. „Du bist meine Frau. Du kanntest die Risiken. Hör auf, so ein Drama zu machen.“
Dann fügte er hinzu: „Isabella ist anders. Sie ist zerbrechlich. Sie hat mich gebraucht.“
Danach folgten drei Monate eisiges Schweigen. Wie immer wartete er darauf, dass ich nachgebe. Dass ich zurückkrieche und um Vergebung bitte.
Drei Monate später servierte ich Isabella das Irland-Geschäft auf dem Silbertablett. Den Deal, an dem ich ein halbes Jahr lang gearbeitet hatte.
Ives sah es als Versöhnungsgeste.
Er lächelte – etwas, das inzwischen selten und fast schon fremd wirkte. „Ich wusste, dass du zur Vernunft kommst. Zur Belohnung fliegen wir nach Vegas. Ich weiß, dass du schon immer dorthin wolltest.“
Schon am nächsten Tag brach er sein Versprechen. Er nahm stattdessen sie mit nach Vegas. Mir sagte er: „Das ist eine dringende Familienangelegenheit.“
Dieses Mal weinte ich nicht. Ich machte keine Szene. Ives war zufrieden – so verständnisvoll, seine Frau.
Er hatte keine Ahnung, dass ich bereits alle Verbindungen zur Moretti-Familie kappte. Dass er die Scheidungspapiere längst unterschrieben hatte.
Ich war frei.