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Wieder eingesperrt

Author: Brie Ama
last update publish date: 2026-09-02 23:42:18

To love is to surrender, to leave is war.

——

Der Raum war still. Quälend still.

Ich saß steif in der Ecke des Wohnzimmers, die Zwillinge fest in meinen Armen, ihre warmen kleinen Körper der einzige Grund, warum ich noch atmete.

Mein Herz hämmerte in meiner Brust, aber alles andere in mir war erstarrt. Taub und zerbrochen.

Ich hatte versagt.

Es hing über mir wie ein Urteil.

Martin lümmelte auf dem gegenüberliegenden Sofa, die Beine lässig gespreizt, die Arme auf der Lehne ruhend, wie ein König a
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  • An meinen Schwarm verkauft   Vom Tod

    Als die Welt glaubte, er sei fort, wartete er nur darauf, aufzuerstehen.——Das unerbittliche Piepen zerrte an den Rändern meines Bewusstseins und durchschnitt den schweren Nebel, der meinen Verstand umhüllte. Mein Ohr klingelte, ein scharfer, unnachgiebiger Ton, der wie eine Warnung widerhallte. Der sterile Geruch von Desinfektionsmittel klebte in der Luft, vermischt mit dem metallischen Beigeschmack von Blut. Ich hasste diesen Geruch. Er krallte sich in meine Sinne und verankerte mich schmerzhaft in diesem Raum.Ich versuchte mich zu bewegen, mich zu strecken, aber Qual loderte durch meine Glieder wie wildes Feuer. Meine Muskeln weigerten sich zu gehorchen. Alles fühlte sich fremd an, schwer und fern. Dann kam die langsame, hartnäckige Anstrengung, die Augen zu öffnen.Zuerst war die Helligkeit unerträglich. Ich zuckte zurück, presste die Lider zusammen, als könnte das mich schützen. Aber die Stille war zu laut, die Welt zu grell. Ich zwang sie erneut auf, diesmal langsamer, bewusst

  • An meinen Schwarm verkauft   Wieder eingesperrt

    To love is to surrender, to leave is war.——Der Raum war still. Quälend still.Ich saß steif in der Ecke des Wohnzimmers, die Zwillinge fest in meinen Armen, ihre warmen kleinen Körper der einzige Grund, warum ich noch atmete.Mein Herz hämmerte in meiner Brust, aber alles andere in mir war erstarrt. Taub und zerbrochen.Ich hatte versagt.Es hing über mir wie ein Urteil.Martin lümmelte auf dem gegenüberliegenden Sofa, die Beine lässig gespreizt, die Arme auf der Lehne ruhend, wie ein König auf seinem Thron. Doch an der Art, wie er mich beobachtete, war nichts Lässiges. Seine Augen waren scharf, berechnend, so wie ein Löwe ein verwundetes Tier betrachtet, bevor er entscheidet, ob er spielt oder es beendet.Und dann bewegte sich Doris.Ihre Absätze klickten sanft auf den Fliesen, während sie langsam auf mich zukam. Das Lächeln auf ihrem Gesicht war weich, fast großmütterlich, aber ich sah jetzt, was dahinter lag. Darunter war etwas Kaltes. Hohl und grausam.„Ich nehme sie", sagte sie

  • An meinen Schwarm verkauft   Lauf, Lily, lauf!

    Sie rannte nicht nur für sich selbst, sie rannte für die Leben, die ihr am nächsten waren.——Lilys SichtweiseDie Tage verschwammen ineinander. Es war langsam, erstickend und grausam.Wochen vergingen. Immer noch nichts.Martin hatte kein Wort über eine Abreise verloren. Keine Erwähnung dieses „ruhigeren Ortes“, den er mit diesem Schlangenlächeln angedeutet hatte. Als wüsste er, dass ich wartete. Als würde er mich herausfordern zu hoffen, nur damit er es mir wieder wegnehmen konnte.Ich war kein Gast mehr.Ich war nicht einmal mehr eine Gefangene.Ich war ein Besitz. Etwas, das ihm gehörte. Und wie jeder gute Sammler hielt er mich poliert, gefüttert, überwacht … und gebrochen.Die Fessel, die er einst um meinen Knöchel befestigt hatte, war jetzt weg. Er hatte sie vor Tagen ohne ein Wort geöffnet. Keine Erklärung. Nur ein leises Klicken im Dunkeln und das Streifen seiner Finger auf meiner Haut, bevor er sich abwandte.Es war ein Test.Er wollte sehen, was ich tun würde.Wie lange ich

  • An meinen Schwarm verkauft   Spiel mit mir so, als ob ...

    Er lebt eine Fantasie. Sie lebt einen Albtraum.——Martins SichtweiseDas Blut ging leichter vom Boden, als es sollte.Das tut es immer, wenn es frisch ist.Ich schrubbte trotzdem fester, als könnte ich damit auch gleich die Schuld wegwaschen. Der Lappen sog sich rot voll. Die Fliesen glänzten. Der Geruch von Bleiche lag schwer in der Luft, brannte in meinen Augen, aber nicht so sehr wie die Erinnerung an das, was ich getan hatte.Das war nicht das erste Mal, dass ich nach mir selbst aufräumen musste. Ich bin damit aufgewachsen. Habe zugesehen, wie meine Mutter auf den Badezimmerfliesen blutete, habe zugesehen, wie mein Vater sich einen Drink einschenkte, als wäre nichts geschehen.Damals schwor ich mir, ich würde nie wie er werden.Aber hier war ich.Nachdem das Chaos beseitigt war, sah ich nach Lily. Sie war dort, wo ich sie zurückgelassen hatte, in sich zusammengesunken, ihre Wirbelsäule gekrümmt wie ein Fragezeichen. Ihr Gesicht der Wand zugewandt, ihre Augen offen, aber blicklos.

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