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SPEISESAAL!

Author: Xee write
last update publish date: 2026-07-30 04:00:07

Kapitel 3.

Nach dem Erfrischen entschied sich Hazel für die Treppe statt für den Aufzug, obwohl es sich anfühlte, als würde man einen Wolkenkratzer erklimmen. Sie wollte lieber mit schmerzenden Beinen umgehen, als wieder in dieser erstickenden Metallbox gefangen zu sein.

Als sie das Erdgeschoss erreichte und immer noch versuchte, zu Atem zu kommen, erblickte sie eine Reihe von Dienstmädchen, die Tabletts mit Essen trugen. Ihr Magen knurrte als Antwort. Sie folgte ihnen in der Annahme, dass sie auf dem Weg zum Speisesaal waren.

In dem Moment, als sie eintrat, erstarrte sie.

Ihr Atem stockte, als sie die Pracht vor sich aufnahm... Glaswände, goldverzierte Möbel und ein Kronleuchter, der aussah, als gehöre er in einen königlichen Palast. Jeder Zentimeter von Axels Zuhause schrie nach Luxus.

„Du musst dir wirklich eine Rolltreppe zulegen“, murmelte Hazel und atmete schwer aus, als sie hineinging und Axel bereits beim Essen vorfand.

Er hob den Blick, um ihren zu treffen, aber seine Aufmerksamkeit glitt sofort nach unten... zu dem Streifen Haut, der zwischen ihrem Crop-Top und den zerrissenen Shorts hervorschaute. Seine Augen verweilten auf ihren Kurven, seine Finger spannten sich subtil um sein Glas, bevor er es hob, um einen langsamen Schluck zu nehmen.

„Alles für dich, Babygi...“

„Mama!“, schnitt sie ihm das Wort ab, bevor er zu Ende sprechen konnte, und bemerkte erst zu spät, dass sie aus dem Impuls heraus reagiert hatte.

Axel grinste. „Heuchelei wird dein Ende sein, Mama. Du hörst es doch gerne, wenn ich dich so nenne, nicht wahr?“

Hazel rollte mit den Augen und ignorierte ihn, stattdessen konzentrierte sie sich auf das Essen vor ihr. Sie tat sich eine Portion auf und langte zu, indem sie die Aromen in Stille genoss.

Eine Zeit lang war das einzige Geräusch im Raum das Klappern des Bestecks.

Dann summte ihr Telefon.

Sie blickte auf den Bildschirm und lächelte sofort... es war Armstrong.

Axels Augen flackerten bei ihrer Reaktion, sein Griff um seine Gabel verengte sich. Er hatte diese Art von Lächeln noch nie bei ihr gesehen, zumindest nicht in seiner Gegenwart. Sein Kiefer spannte sich an.

„Hallo, Schatz.“ Armstrongs Stimme drang durch den Lautsprecher, sanft und liebevoll.

Hazel kicherte leicht und nippte an ihrem Saft, während sie versuchte, den Bissen hinunterzuspülen, der ihr im Hals steckte. Aber sie fühlte sich plötzlich beobachtet, wohl wissend, dass Axel zuschaute.

„Entschuldige mich“, murmelte sie und versuchte aufzustehen, aber Axels scharfer Blick nagelte sie an Ort und Stelle fest.

„Wo gehst du hin?“ Seine Stimme war tief, fest... gebieterisch.

Hazel schluckte schwer.

„Hallo?“, kam Armstrongs Stimme erneut, voller Sorge.

„Setz dich“, befahl Axel.

Es war keine Bitte. Es war ein Befehl. Einer, dem sie ganz sicher nachkommen würde.

Hazel wusste es besser, als ihn herauszufordern, wenn er diesen Tonfall benutzte. Jahrelange Kindheit mit ihm hatten ihr ein breites Wissen über ihn eingebracht. Ohne ein weiteres Wort sank sie zurück in ihren Sitz und hielt ihr Telefon fest umschlungen.

„Hey“, sagte sie sanft ins Telefon und versuchte, unbeeindruckt zu klingen.

Axel ballte den Kiefer zusammen bei der Art, wie sie mit ihm sprach... so sanft, so ganz anders als die Art, wie sie mit ihm sprach.

„Was ist los bei dir? Bist du schon in Washington? Geht es dir gut?“, fragte Armstrong.

Hazel atmete aus. „Du stellst zu viele Fragen auf einmal“, neckte sie und versuchte, die Spannung zu lösen.

„Schon gut, fang irgendwo an.“

„Ich bin in Washington und mir geht es gut. Aber ich werde dich erst morgen sehen können“, erklärte sie und wählte ihre Worte sorgfältig. „Mein Papa besteht darauf, dass ich bei einem nahen Verwandten wohne.“

Axels Augen verdunkelten sich dabei.

Armstrong atmete tief ein, offensichtlich enttäuscht, aber er argumentierte nicht.

„Es tut mir leid“, flüsterte Hazel.

„Schon gut“, seufzte er. „Wir werden die Schulstunden für uns haben.“

„Ja, genau“, lächelte sie erleichtert. „Ich rufe dich heute Abend späte an, okay?“

„Okay, Baby. Ich liebe dich.“

Axels Gabel stand still. Seine Finger ballten sich zu einer Faust.

Hazel zögerte. Sie wusste, dass Armstrong der eifersüchtige Typ war, und wenn sie nicht antwortete, würde das nur Probleme schaffen. Aber sie kannte auch Axel, und sie konnte das Gewicht seines Blicks auf sich spüren.

„Ich liebe dich auch“, sagte sie sanft, bevor sie das Gespräch beendete.

Eine lange, schwere Stille folgte.

„Wer war das?“, fragte Axel schließlich, die Augen immer noch auf seinen Teller gerichtet, während er einen weiteren Bissen nahm... zu beiläufig, zu unbeeindruckt. Aber Hazel ließ sich nicht täuschen.

„Das geht dich nichts an“, schnappte sie und schob ihren Teller leicht weg.

Axels Ausdruck blieb unlesbar, aber seine Stimme fiel um eine gefährliche Oktav.

„Ich habe jedes Recht zu fragen. Du bist in meinem Haus, was es zu meiner Aufgabe macht, über dich zu wachen.“

Hazel schnaubte und verschränkte die Arme. „Wem sonst würde ich wohl ‚Ich liebe dich‘ sagen?“

Axel grinste, aber da war kein Humor darin. „Mädchen sind unberechenbar heutzutage. Von allem, was ich weiß, könntest du mit Lesbentum experimentieren.“

Hazel verschluckte sich beinahe an ihrem Saft. „Ich bin nicht lesbisch, Axel. Ich habe mit meinem Freund gesprochen.“

Axels Griff um seine Gabel verengte sich. Er ballte den Kiefer zusammen, seine Knöchel wurden weiß.

Freund.

Dieses Wort hinterließ einen bitteren Geschmack in seinem Mund.

„Du hast jetzt also einen Freund?“, sein Tonfall war unlesbar, aber Hazel konnte den Stimmungswechsel spüren.

„Ja. Gibt es damit ein Problem?“, sie hob eine Braue und forderte ihn heraus.

Axel schnaubte. „Wie lange kennst du ihn schon?“

Hazel neigte den Kopf leicht. „Ungefähr zwei Jahre.“

Axel stieß ein humorloses Glucksen aus. „Ich hoffe, er trifft den richtigen Punkt gut.“

Hazel funkelt ihn an. „Nicht alles dreht sich um Sex, Axel.“

Axel grinste. „Worum geht es denn dann?“

Hazel ballte die Fäuste. „Du bist unmöglich.“

Axel lehnte sich faul zurück. „Dein Freund muss ein Heiliger sein“, grübelte er. „Denn wenn ich dich hätte, würde ich dich nie schlafen gehen lassen, ohne dich daran zu erinnern, wem du gehörst.“

Hazels Atem stockte.

Sie hasste es, wie direkt er war. Aber noch mehr hasste sie es, wie seine Worte ihren Magen auf eine Weise verdrehten, die sie nicht verstand.

„Wie oft habt ihr beide Sex gehabt?“, fragte Axel, sein Ton täuschend beiläufig.

Hazels Gesicht brannte. „Das geht dich überhaupt nichts an!“

Axel neigte den Kopf. „Also... gar nicht?“

Hazels Lippen öffneten sich leicht, aber keine Worte kamen heraus.

Axel starrte sie für einen langen Moment an, bevor er ausatmete und ein langsames, zufriedenes Grinsen über sein Gesicht glitt.

„Du bist eine Jungfrau.“

Seine Worte waren keine Frage. Sie waren eine Feststellung. Eine Entdeckung.

Hazels Finger klammerten sich um ihre Gabel. „Und wenn schon?“

Axel antwortete nicht. Er beobachtete sie nur, seine Gedanken rasten mit ungesagten Dingen.

Zum ersten Mal seit ihrer Ankunft war er dankbar, dass ihr Vater sie unter seine Obhut gestellt hatte.

Denn kein anderer Mann würde sie anfassen.

Nicht, bevor er es tat.

Später in der Nacht entschied Hazel, nach oben zu gehen, um sich auszuruhen.

Aber sobald sie die lange Treppenflucht sah, stöhnte sie. Sie war bereits erschöpft, und der Gedanke, das alles wieder hochzuklettern, ließ ihre Beine schwach werden.

Trotzdem kämpfte sie sich durch. Schritt für Schritt. Bis...

Ein Paar starker Arme sie plötzlich hochhob.

Sie nach Luft schnappte und den feinen Duft seines Parfüms einatmete, als Axel sie mühelos auf den Armen trug.

„Axel.“ Ihre Stimme kam als angespannter Atemzug heraus. Sie wollte protestieren, aber ihr Körper verriet sie und schmolz in die Wärme seiner Umarmung.

„Du bist so schwach, Mama“, murmelte er, seine Stimme rau an ihrem Ohr. „Wenn du nicht einmal diese Treppe schaffst, wie willst du dann meinen Schwanz schaffen, hm?

Hazels Herz schlug gegen ihre Rippen.

Und ihre Gedanken rasten.

Seinen Schwanz? Wie... wie riesig könnte er sein?“

Axels Arme zogen sich um sie zusammen, seine Finger streiften die bloße Haut ihres Oberschenkels.

Hazel schluckte schwer und schreckte aus ihren Gedanken auf.

Sie hasste ihn.

Sie hasste es, wie leicht er ihr unter die Haut ging.

Aber am schlimmsten von allem...

Sie hasste es, wie sehr es ihr gefiel.

Wie sehr sie nach mehr verlangte.

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