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**Ashleys POV**
Wo zum Fick ist diese miese Schlampe? Eine Stimme knurrte aus dem Esszimmer, scharf und gemein, schnitt durch die Luft wie ein Messer. Ich war in der Küche, versuchte mich zu beruhigen, klammerte mich an die Ränder eines großen hölzernen Tabletts, beladen mit dampfenden Tellern voll Essen. Meine Hände zitterten, und ich hasste es – hasste, wie ihre Worte mir direkt durch die Brust stachen und mein Herz schmerzen ließen, als wäre es verletzt. Gelächter folgte, laut und grausam, hallte von den Wänden wider, während ich meine Füße zwang, sich zu bewegen und das Tablett zum Esszimmer zu tragen. Ich trat in den Raum, den Kopf gesenkt, die Augen auf den Boden geheftet. Die Teller klirrten leise, als ich sie vor den Leuten absetzte, die um den riesigen Esstisch saßen, ihre Stimmen immer noch voller Spott. Ich schaute sie nicht an. Ich konnte es nicht. Wenn ich es täte, würde ich ihre selbstgefälligen Gesichter sehen, ihre Augen, die mit demselben alten Ekel glänzten, den sie immer besonders für mich hatten. Ich drehte mich auf dem Absatz um, so schnell ich konnte, und ging zurück in die Küche, um den Rest des Geschirrs zu holen. Mein Name ist Ashley, und ich bin achtzehn – na ja, fast. In zwei Tagen erreiche ich diesen Meilenstein, aber es ist nicht so, als würde mir jemand eine Party schmeißen oder so. Meine Eltern starben, als ich noch ein Kind war, zu jung, um mir überhaupt an ihre Gesichter zu erinnern. Alpha Rodrigue und seine Gefährtin, Luna Aurora, nahmen mich auf. Nicht als Familie, keineswegs, aber sie gaben mir ein Dach über dem Kopf, eine Ecke zum Schlafen. Im Gegenzug diene ich dem Rudel. Ich koche, ich putze, ich hole, ich trage. Früher war ich damit okay – sogar dankbar. Es war besser, als auf der Straße zu sein, oder? Aber dann übernahm Adrian. Adrian, der neue Alpha, ist eine ganz andere Art von Problem. Er ist jetzt nicht nur der Anführer; er ist ein Dorn in meiner Seite, ein ständiger, erschöpfender Schmerz im Arsch. Er hat diese zwei großen Rollen – Alpha des Rudels und der Typ, der keine Gelegenheit auslässt, mir das Leben zur Hölle zu machen. Niemand wagt es, ihm zu widersprechen. Niemand. Nicht einmal ich, obwohl ich keine Angst vor ihm habe wie die anderen. Er weiß das auch, und deshalb hat er es immer auf mich abgesehen, versucht, mich zu zermürben, mich bei jeder Gelegenheit zu demütigen. Und seine Freundin, Katrina? Sie ist das Schlimmste. Ein wandelnder, sprechender Albtraum mit einem Lächeln, das Milch gerinnen lassen könnte. Sprich vom Teufel – Katrina schlenderte gerade in die Küche, als ich die letzten Teller aufhob. Ihr Parfüm traf mich zuerst, zu süß, als hätte sie in Zuckersirup gebadet. Ich behielt den Kopf gesenkt, umklammerte die Teller und streifte an ihr vorbei, bevor sie anfangen konnte, über irgendeine neue Art zu prahlen, mich klein zu machen. „Mondgöttin, macht sie denn jemals irgendetwas richtig?“ knurrte jemand aus dem Esszimmer, als ich näher kam. Ich biss mir in die Innenseite der Wange und kämpfte gegen den Drang an, so heftig die Augen zu verdrehen, dass sie stecken blieben. Sie hatten immer etwas zu meckern – mein Essen, meine Geschwindigkeit, die Art, wie ich zu laut atmete für ihren Geschmack. Wenn sie es so sehr hassen, warum stehen sie dann nicht auf und machen es selbst? Nur einmal würde ich gerne sehen, wie sie es versuchen. Aber nein, sie sitzen da und mäkeln an allem herum, was ich tue, während ich feststecke und ihnen diene wie eine Art Maschine. Ich wollte alles herausschreien, jeden hässlichen Gedanken aus meinem Mund strömen lassen. Aber das wäre ein Todeswunsch, und ich bin noch nicht bereit zu sterben. Noch nicht. Alles, was ich will, ist, meinen Wolf zu bekommen – mein achtzehnter Geburtstag soll sie herausbringen, diese innere Stärke, die jeder Gestaltwandler bekommt. Sobald ich sie habe, bin ich weg. Ich werde dieses Rudel verlassen, zum Rogue werden, irgendwo neu anfangen – irgendwo – wo ich nicht mit diesen Leuten zu tun haben muss. Alles ist besser, als hier gefangen zu sein, unter ihren Blicken und ihren Worten zu ersticken. Ich schaffte es wieder ins Esszimmer und setzte die letzten Teller ab, ohne hochzuschauen. Ihre Augen waren auf mir, ich konnte sie spüren, wie sie Löcher in meine Haut bohrten mit dieser Mischung aus Hass und Mitleid, die sie mir immer entgegenwarfen. Wenn ich ihren Blicken begegnen würde, würde ich wahrscheinlich an meiner eigenen Irritation ersticken. Also behielt ich den Kopf gesenkt, den Kiefer angespannt, und trat an die Seite des Raumes, stand dort wie ein Schatten und wartete, falls jemand noch etwas brauchte. Ein Getränk, eine Serviette, eine weitere Chance, mich anzuschreien – was auch immer. Die Sache ist die, ich weiß nicht einmal, wer meine Eltern waren. Nicht wirklich. Ich bin in diesem Rudel aufgewachsen, aufgezogen mit Geschichten darüber, wie sie bei irgendeinem brutalen Rogue-Angriff starben, als ich ein Baby war. Das ist alles, was ich habe – Geschichten aus zweiter Hand und ein Leben lang die Erinnerung, dass ich eine Waise bin. „Sei dankbar“, sagen sie. „Du hast Glück, dass wir dich aufgenommen haben.“ Und ja, ich bin in gewisser Weise dankbar. Sie haben mich am Leben gehalten, mir Essen und ein Bett gegeben. Aber jeden einzelnen Tag spuckt mir jemand ins Gesicht – manchmal wörtlich – weil ich keine Familie habe. Weil ich niemand bin. Ich hatte früher einen Freund. Adrian. Schwer zu glauben jetzt, aber als wir Kinder waren, waren wir eng. Wir rannten durch den Wald, lachten, taten so, als wären wir Krieger, die Rogues bekämpften. Er war damals anders – sogar freundlich. Aber das war, bevor sein Vater, Alpha Rodrigue, starb. Adrian war erst siebzehn, ein Jahr zu früh, um laut Rudeltradition zu übernehmen. Die Ältesten kümmerten sich nicht darum. Sie drängten ihn trotzdem in die Rolle, bevor er seine Alpha-Ausbildung überhaupt beendet hatte. Er veränderte sich danach. Härte. Und dann war da Katrina. Katrina, die Tochter des Betas, wurde als seine Gefährtin ausgewählt, seine Luna. Es war nicht so, als wären sie bestimmt oder so, nur eine Wahl, ein politischer Schachzug, um das Rudel stark zu halten. Ihr Bruder, Lucas, stieg als Beta auf, und so einfach wurde mein Leben schlimmer. Ich ging von dem Kind, das sie duldeten, zum offiziellen Prügelknaben des Rudels über. Im Grunde eine zertifizierte Sklavin. Es ist fast lustig, die Ironie daran. Fast.Perspektive der dritten PersonDer Anblick von Ashley, die in diesen gnadenlosen Riss verschwand, schickte Angst wie eine kalte Klinge durch die Krieger, jeder für einen Herzschlag erstarrt, während sie den Albtraum wiedererlebten, wie ihre Mitpackmitglieder einer nach dem anderen verschwanden. Gesichter, die sie kannten – Freunde, mit denen sie Mahlzeiten geteilt, neben denen sie trainiert hatten – in Sekunden weg, Schreie hallten nach und verstummten dann für immer. Es war nicht nur Verlust; es war die bauchzerrende Erkenntnis, dass jeder von ihnen der Nächste sein konnte, dass der Boden, dem sie vertrauten, zum Verräter wurde. Sieg? Es schien jetzt wie ein grausamer Witz, der mit jedem Spalt in der Erde, jeder Kreatur, die ohne Ermüdung angriff, weiter wegrutschte. Ein Krieger, ein älterer Kämpfer mit Narben aus vergangenen Schlachten, biss die Zähne zusammen und schwang seine Klauen härter, aber innerlich nagte die Verzweiflung an ihm. Er hatte schon Pack
Meine Augenlider fühlten sich schwer an, als ich sie Stück für Stück aufbrach, meine Sicht verschwamm zuerst, bevor sie sich scharf stellte. Was zum Teufel passierte hier? Mein Verstand tastete nach Antworten und setzte die letzten Momente zusammen – den Sturz, den endlosen Fall in diesen gespaltenen Boden, die Schreie, die über mir verblassten. Aber das war nicht das, was ich erwartet hatte. Ich war nicht unter geborstener Erde begraben, kein Schutt drückte auf mich, kein Dreck füllte meine Lungen, wie ich befürchtet hatte. Stattdessen war alles... sauber, fast zu ordentlich. Der Lärm der Schlacht war vollständig verschwunden – keine Knurren mehr, kein Klirren von Klauen, keine verzweifelten Rufe von Kriegern. Hier war es völlig still, eine unheimliche Stille, die mir eine Gänsehaut bereitete.Wo war ich? Hatte ich mir beim Sturz den Kopf härter angeschlagen, als ich dachte? Meine Gedanken kreisten, versuchten, sich an etwas Vertrautes zu klammern, aber nichts passte. Alex
Ich versuchte, mich von ihm wegzubewegen, Distanz zwischen uns zu bringen, während ich immer noch mit drei der Kreaturen im Kampf war. Sie schienen sich zu vermehren, eine wurde zu zwei, dann mehr, ihre Formen verschoben sich auf Weisen, die der Logik widersprachen. Ich wich aus und schlug zu, versuchte, Adrian aus meinem peripheren Blickfeld zu halten, aber dieses Kribbeln folgte wie ein Schatten. Warum konnte ich ihn nicht abschütteln? Die Bindung verspottete mich, selbst im Kampf. Dann füllte sich plötzlich die Luft mit einer Menge menschlicher Schreie – unsere Leute, nicht die Kreische der Kreaturen. Der Laut durchbohrte mich, roh und verzweifelt, und ich drehte mich gerade rechtzeitig um, um zu sehen, wie der Boden sich öffnete. Ich meine, sich genau dort in zwei spaltete, ein klaffender Riss, der Krieger verschlang, während sie kämpften. Ihre Gesichter verzogen sich vor Schock, Arme zuckten, bevor die Erde sich wieder schloss und sie lebendig begrub. Mein Blut gefror
Ashleys POVMein Herz pochte unregelmäßig, übersprang Schläge, als könnte es sich nicht entscheiden, ob es vorauseilen oder komplett aussetzen sollte, während ich von Adrian wegging. Ich zwang mich, die Winselgeräusche meiner Wölfin Alexa in meinem Kopf zu ignorieren – sanfte, flehende Laute, die an mir zerrten, aber die Sache nicht erzwangen. Sie schob mich nicht mit jener wilden Dringlichkeit zurück zu ihm, die manche Wölfe hatten; es war subtiler, ein stilles Achzen der Gefährtenbindung, von dem ich wusste, dass es sie genauso belastete wie mich. Tief innen spürte ich ihren Konflikt, die Art, wie die Bindung an ihren Instinkten zerrte, trotz allem. Als ich vorhin angefangen hatte, ihn abzulehnen, hatte sie sich nicht dagegen gewehrt, hatte sich nicht an die Oberfläche gekrallt, um die Worte zu stoppen. Stattdessen hatte sie sich nur gestählt, sich auf den kommenden Schmerz vorbereitet wie ein Soldat vor der Schlacht. Das ließ Schuld in meinem Bauch rotiere
„Du hast mich abgelehnt, Adrian, erinnerst du dich? Aber du hast dich geweigert, es mich akzeptieren zu lassen. Es war dein Wunsch, mich mit dem Schmerz und der Schande der Ablehnung leben zu sehen, aber es sieht so aus, als hätte unsere liebe Mondgöttin andere Pläne.“ Sie sagte es mit einem Lächeln, dieser ruhigen, wissenden Kurve ihrer Lippen, die tiefer schnitt als jeder Schrei es hätte tun können. Ihre Worte landeten wie Steine in meiner Brust, jedes einzelne schwer von der Wahrheit, der ich so lange auszuweichen versucht hatte. Ich stand da, hielt mich kaum zusammen, mein Kopf kreiste von der Ablehnung, die sie gerade so beiläufig herausgeschleudert hatte. Ablehnung. Das Wort hallte in meinem Kopf wider und stellte alles auf den Kopf. Ich war derjenige gewesen, der sie zuerst weggestoßen hatte, damals, als ich dachte, ich wüsste es besser, als mein Stolz mich dafür blind gemacht hatte, was sie wirklich bedeutete. Und jetzt drehte sie es gegen mich um, bereit, es
„Kenn deinen Platz, Junge“, schoss er zurück, seine Stimme tief, aber mit jener Alpha-Autorität, die Respekt verlangte. „Du läufst nicht einfach in mein Rudel und bellst wie ein Welpe.“ Die Worte landeten hart, ausgespuckt mit einem Hauch von Verachtung, der meine Haut erhitzen ließ. „Du musst einen ordentlichen Grund für deinen Besuch haben, nehme ich an? Sag ihn.“ Er verschränkte die Arme und wartete, sein Beta verschob sich leicht, als wolle er ihn unterstützen. Junge. Welpe. Die Beleidigungen brannten und reduzierten mich in seinen Augen zu etwas Kleinem und Untrainiertem. Es kostete alles, nicht körperlich zurückzuschnappen, mein Wolf drängte mich, Zähne zu zeigen, Dominanz zu behaupten. Aber ich hielt mich zurück und atmete durch den Adrenalinschub. Er hatte auf eine Weise recht—ich war ohne Protokoll hereingestürmt, getrieben von Emotion statt von Verstand. Es ließ mich mich selbst hinterfragen: War das, wie Alphas handelten? Oder war ich immer noch dieser heiß







