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Damians Arbeitszimmer war von einer Anspannung erfüllt, die sich seit vorhin noch nicht völlig gelegt hatte. Samuel stand vor dem Schreibtisch; ein Tablet in seiner Hand zeigte die Grafik der Nachrichtenbewegung seit dem Ende der Pressekonferenz an.„Wie ist die Entwicklung?“, fragte Damian, während sein Rücken an der Stuhllehne lehnte.„Nach der Pressekonferenz vorhin hat sich die Stimmung der Öffentlichkeit allmählich gewendet, Sir“, sagte Samuel. „Einige Nachrichtenportale haben bereits klärende Artikel veröffentlicht. Der Hashtag zur Unterstützung von Mrs. Sienna ist ebenfalls in den sozialen Medien aufgetaucht.“Damian nickte leise, obwohl diese Genugtuung die Anspannung in seinem Kiefer noch nicht völlig tilgen konnte. „Wie steht es um die verbleibenden negativen Kommentare?“„Ihre Zahl ist drastisch gesunken, Sir. Unser PR-Team hat ebenfalls eine Gegen erzählung verbreitet, die die Wahrheit Ihrer und Mrs. Siennas Version bekräftigt. Höchstwahrscheinlich wird sich diese Angeleg
Beatrice eilte aus dem Unternehmen heraus, ihre Schritte waren rasch beim Verfolgen von Vivian, die gerade den Parkplatz in Richtung ihres Autos erreicht hatte.„Vivian, warte!“, rief Beatrice, ihre Stimme hallte wider.Vivian hielt in ihren Schritten inne und wandte sich langsam um. Ihr Gesicht war wieder ruhig geworden, obwohl hinter der Maske ihrer Gelassenheit immer noch ein Rest von Nervosität verborgen lag.„Tante“, begrüßte Vivian sie und versuchte ihren gewohnten Tonfall aufrechtzuerhalten.„Erkläre dich!“, Beatrice trat näher, ihre Augen brannten voller Zorn. „Entspricht das, was Damian vorhin gesagt hat, der Wahrheit? Hast du bezüglich des Grundes deines damaligen Weggehens gelogen?“Vivian atmete tief aus und nahm eine Miene an, als sei sie diejenige, die am meisten verletzt worden war. „Tante, Damian sucht nur nach Vorwänden, um Sienna zu verteidigen. Warum glaubst du ihm überhaupt?“„Lenke nicht vom Thema ab!“, Beatrice erhob ihre Stimme. „Du hast mich all die Zeit beloge
„Du bist von Siennas Falschheit geblendet worden!“, ergriff Beatrice schließlich wieder das Wort, ihre Stimme war voller unterdrücktem Zorn. „Du kannst nicht mehr unterscheiden, was aufrichtig ist und was nur Täuscherwerk!“Damian lachte spöttisch, ein Lachen, das so bitter klang. „Täuscherwerk, Ma? Willst du wirklich allen Ernstes über Täuscherwerk sprechen?“Beatrice runzelte die Stirn und verstand die Richtung dieses Gesprächs nicht.„Weißt du eigentlich, warum Vivian mich damals verlassen hat?“, fragte Damian, während seine Augen wanderten und die starr dastehende Vivian fixierten, deren Gesicht bereits seit vorhin kreidebleich war. „Ich wollte das eigentlich nicht thematisieren, aber es scheint, als müsstest du es erfahren. Sie ist nicht weggegangen, um ihr Studium fortzusetzen. Nicht, um Betriebswirtschaft zu lernen, wie sie es all die Zeit erzählt hat.“Vivian schüttelte rasch den Kopf. „Damian, w-was sagst du da—“„Sie ist einem anderen Mann hinterhergejagt“, fuhr Damian fort,
Ihre Augen rissen sich weit auf. Siennas Wange fühlte sich heiß an, ein stechender Schmerz breitete sich nach der Ohrfeige aus. Sie stand wie erstarrt da, während ihre Hand sich langsam hob, um ihre errötete Wange zu berühren.„Wie kannst du es wagen!“, herrschte Beatrice sie an, ihre Stimme hallte im ruhigen Korridor wider. „Glaubst du etwa, mit der Pressekonferenz von vorhin sei alles erledigt? Du hast den Namen Blackwell zum Gespött gemacht!“„Ma!“, Damian schritt sogleich vor, stellte sich zwischen Beatrice und Sienna und nutzte seinen Körper als Schutzschild für seine Ehefrau.„Aus dem Weg, Damian!“, Beatrice versuchte ihren Sohn wegzuschieben, doch Damian weichte nicht einen Millimeter von der Stelle.„Du hast kein Recht, Sienna zu ohrfeigen“, sagte Damian, seine Stimme war tief, aber voller zurückgehaltenem Zorn.„Kein Recht?“, Beatrice lachte hohnvoll, ihre Augen funkelten voller tiefem Hass. „Sie ist nur eine billige Frau, die Schande über unsere Familie bringt! Die Öffentlic
Das grelle Licht der Kamerablitze füllte die Hauptlobby im Erdgeschoss der Blackwell Group. Dutzende Journalisten saßen in den vorbereiteten Reihen, ihre Mikrofone hoch gereckt, auf den Moment wartend, der seit gestern Abend in der Öffentlichkeit heiß diskutiert wurde.Sienna saß auf dem Stuhl in der Mitte der Bühne, Damian an ihrer Seite. Ihre Hände waren unter dem Tisch ineinander verschlankt, gerade fest genug, um Sienna die Kraft zu geben, den Dutzenden von Blicken standzuhalten, die sie scharf anvisierten.„Vielen Dank für das Kommen all unserer Freunde aus den Medien, die sich die Zeit genommen haben, heute zu dieser Veranstaltung zu erscheinen“, eröffnete Damian das Gespräch, seine Stimme war ruhig und bestimmt. „Wir sind hier, um uns gemeinsam mit Ihnen allen hinzusetzen und eine Klarstellung bezüglich der in letzter Zeit kursierenden Nachrichten abzugeben.“Damian warf Sienna einen kurzen Blick zu und gab ein Zeichen.Sienna holte tief Atem, das Mikrophon vor ihr fühlte sich
Das morgendliche Sonnenlicht drang durch den Spalt der Gardine und begrüßte Siennas Gesicht, die langsam erwachte. Sie rekelte sich leise und stellte fest, dass Damians Arm immer noch fest um ihre Taille geschlungen war, während sein Atem regelmäßig nahe ihrer Nackenbeuge ging.Sienna versuchte Damians Hand zu verschieben, um aufzustehen, doch Damian schloss sie stattdessen nur noch fester in seine Arme.Sienna spürte, dass Damians Atemzug nun schwer und lang wurde.„Schon wach?“, flüsterte Damian, seine Stimme war rau.Sienna lächelte leise; sie ließ vom Aufstehen ab und drehte ihren Körper um, Damian zugewandt. „Gerade eben.“Damian strich sanft über Siennas Wange, seine Augen blickten voller Milde. „Wie fühlst du dich heute Morgen?“Sienna atmete tief aus, ihr Lächeln verblasste ein wenig. „Ein wenig nervös.“„Ich werde die ganze Zeit an deiner Seite sein“, sagte Damian und küsste kurz Siennas Stirn. „Wir stehen das gemeinsam durch“, fügte er hinzu.Sienna nickte mit einem erleicht







