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Chapter 36

Author: Faith mega
last update publish date: 2026-11-06 20:02:16

Tarni

*Evelyn Ve. Kontenauflösung. 2016.*

Die verblasste schwarze Tinte schien unter dem harten, schmalen Strahl der Messing-Schreibtischlampe zu pulsieren. Ich berührte das schwere Lederbuch nicht. Ich stand nur über dem Mahagonischreibtisch, die bloßen Knie vom Betonboden blau und grün, die Brust völlig versperrt.

Draußen hinter den dicken Titanwänden des Bunkers vibrierte ein gedämpfter, schwerer Schlag durch die Dielen – eine Explosion irgendwo in den oberen Korridoren des Anwesens. Silas
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  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Kipatel 38

    Tarni Wir rannten. Die schwere Titantür des Bunkers zischte hinter uns zu und sperrte die verheerende Wahrheit aus dem Hauptbuch meiner Mutter aus, aber es gab absolut keine Zeit, den Verrat zu verarbeiten. Die hektischen, verängstigten Worte des Wachmanns am Perimeter über Funk hallten endlos und gewaltsam in meinem Schädel wider. *Er hat die chirurgischen Skalpelle gefunden.* Silas behandelte mich nicht mehr wie zerbrechliches Pfandgut. Er trug mich nicht. Er sprintete die rot beleuchteten, flackernden Korridore des Anwesens hinunter, seine schweren Stiefel polterten auf dem Beton, und er vertraute darauf, dass ich mithielt. Ich raffte die schwere, zerstörte karmesinrote Seide meines Kleides bis zu den Oberschenkeln hoch, ignorierte die beißende Kälte auf meiner nackten Haut und den scharfen Schmerz in meinen Knöcheln. Das Anwesen war ein Kriegsgebiet. Der beißende, brennende Geruch von Schwefel, Kordit und Kupfer legte sich wie ein Film über den hinteren Teil meiner Kehle.

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    Kapitel 37 Erzählerperspektive: TarniDie kalte Stahlmündung des Laufs drückte sich direkt in die Mitte seiner Brust. Silas zuckte nicht zusammen. Er hob weder die Hände zur Verteidigung, noch versuchte er, mir die Waffe zu entreißen. Er stand einfach nur da, komplett getränkt im Blut von Julians Männern, und ließ die Mündung meiner Pistole in den zerrissenen Stoff seines dunklen Henleys bohren. Er atmete schwer, seine breite Brust hob und senkte sich gegen das Metall. „Drück ab“, befahl Silas erneut, seine Stimme ein tiefes, heiseres Knurren, das mir direkt die Arme hinuntervibrierte. „Wenn es mich zu töten braucht, um den Geist dieser Frau aus deinem Kopf zu bekommen, Tarni, dann tu es.“ Mein Finger zitterte am Abzugsbügel. Das schwere, mechanische Gewicht der Waffe fühlte sich unmöglich an. Ich starrte in die bernsteinfarbenen Augen des Mannes, den ich eigentlich hassen sollte. Ich sah die gezackte Narbe, die durch seine Augenbraue schnitt, die blaue Linie an seinem Kiefer u

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    Tarni*Evelyn Ve. Kontenauflösung. 2016.*Die verblasste schwarze Tinte schien unter dem harten, schmalen Strahl der Messing-Schreibtischlampe zu pulsieren. Ich berührte das schwere Lederbuch nicht. Ich stand nur über dem Mahagonischreibtisch, die bloßen Knie vom Betonboden blau und grün, die Brust völlig versperrt.Draußen hinter den dicken Titanwänden des Bunkers vibrierte ein gedämpfter, schwerer Schlag durch die Dielen – eine Explosion irgendwo in den oberen Korridoren des Anwesens. Silas war da draußen und blutete. Männer starben. Das brutalistische Herrenhaus wurde von einem Syndikatskrieg auseinandergerissen.Aber die Explosion, die meine Realität komplett dem Erdboden gleichmachte, lag direkt vor mir in perfekter, geschwungener Schreibschrift.Schließlich streckte ich die Hand aus, die Finger zitterten so heftig, dass ich sie kaum kontrollieren konnte. Ich fuhr über das scharfe, gezackte „V“ des Nachnamens meiner Mutter. Es war kein Zufall. Es war niemand mit demselben Namen.

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    TarniSeine Lippen streiften die meinen. Es war kaum ein Bruchteil einer Sekunde. Ein einziger, qualvoller Hauch von Berührung. Doch die reine, physische Wucht davon fühlte sich an, als würde man ein Streichholz direkt in einen Treibstoffteich fallen lassen.Die Hitze, die von seinem massiven Körper ausging, verschlang mich vollständig. Der Geruch von dunklem Zedernholz, kaltem tasmanischem Regen und dem scharfen, metallischen Geschmack des Blutes, das an seinen Knöcheln trocknete, verwirrte jeden einzigen rationalen Gedanken, der noch in meinem Gehirn übrig war. Es war mir egal, dass wir in einem eiskalten, rohen Betonkorridor standen. Es war mir egal, dass ich vor gerade einmal drei Minuten zugesehen hatte, wie dieser Mann die Finger eines hochrangigen Mafia-Kapitäns in der Hälfte zerbrach.Meine Hände, fest in die teuren Revers seiner Anzugjacke gekrallt, zogen ihn näher. Ich wollte das Monster. Ich wollte den furchterregenden, unantastbaren König, der einen Raum voller Killer a

  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Kapitel 34

    TarniDas Kristallwasserglas zersplitterte gegen den rohen Eichentisch, der Laut hallte gewaltsam wie ein Schuss in dem höhlenartigen Raum wider. Eiswasser sickerte über das dunkle Holz und tropfte stetig auf mein bloßes Knie, aber ich spürte die Kälte nicht. Ich spürte gar nichts außer dem absoluten, erstickenden Terror, der meine Lungen lähmte.Vitiellos grobes, herabwürdigendes Lachen hing in der toten Stille des Speisesaals, ein schmutziger Fleck in der Luft. Er grinste immer noch, wirbelte seinen bernsteinfarbenen Scotch und war sich völlig unbewusst, dass jeder einzelne Mann an dem dreißig Fuß langen Tisch soeben aufgehört hatte zu atmen.Selbst Julian, der am anderen Ende mit seinem soziopathischen Lächeln saß, war vollkommen starr geworden, seine blassblauen Augen huschten hektisch zum Kopfende des Tisches.Neben mir schrie Silas nicht. Er griff nicht nach der schweren schwarzen Pistole, die unter seiner maßgeschneiderten Anzugjacke holsterte. Er stand einfach auf.Der sc

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    TarniDie schwere schwarze Schachtel stand genau in der Mitte des Kingsize-Bettes, als ich aus dem Badezimmer kam.Ich blieb abrupt stehen, das feuchte Handtuch um meine Brust fühlte sich plötzlich an wie Blei. Eine lange, erstickende Minute starrte ich nur auf den mattschwarzen Karton, völlig gelähmt. Es gab keine Schleife. Es gab keine Karte. Nur die schroffen, geometrischen Kanten einer Schachtel, die nicht da gewesen war, als ich vor fünfzehn Minuten unter die Dusche gegangen war.Rafferty war sicher im angrenzenden Wintergarten eingeschlossen, mit einem Skizzenbuch und einem Tablett voller Essen, bewacht von zwei Männern, denen Silas uneingeschränkt vertraute. Ich war allein.Ich ging vor, meine nackten Füße sanken in den plüschigen anthrazitfarbenen Teppich, und streckte die Hand aus. Meine Finger zitterten leicht, als ich den Deckel anhob.Drinnen, auf einem Bett aus schwarzem Seidenpapier, lag ein Kleid.Langsam zog ich es heraus, der Stoff floss über meine Hände wie Flüssigke

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