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Amelias Sichtweise
Der Schuss hallte in meinen Ohren wider, als ich gerade noch rechtzeitig aufblickte, um zu sehen, wie mein Vater stürzte – und sich Blut um ihn herum ausbreitete.
Ich stieß einen Schrei aus; mein Herz pochte wild, während ich sah, wie er in einer Blutlache lag.
Es spritzte mir ins Gesicht, doch ich brachte kaum einen Ton über die Lippen; nur Tränen liefen mir über die Wangen.
Dann ertönte ein grauenvolles Geräusch – der Alpha durchschnitt meiner Mutter und meinem jüngeren Bruder die Kehle, und ihr Blut spritzte vor mir auf den Boden.
In mir brannte es vor Wut und Bitterkeit, als ich zusah, wie meine Familie kaltblütig ermordet wurde.
„Du, komm her!“, befahl der Alpha.
Langsam ging ich auf ihn zu, den Kopf gesenkt, das Herz rasend schlagend. Meine Knie zitterten, als ich auf den eiskalten Mann zuschritt.
Mein Körper erstarrte, als seine raue, schwielige Hand mein Gesicht berührte.
Er blickte mich so finster an, dass es mir eiskalt den Rücken hinunterlief. Sein durchdringender Blick schien mir bis in die Seele zu bohren, und ich konnte nicht anders, als vor Angst zu zittern.
Mit einem Fingerzeichen ließ er seine Männer etwas herbeischaffen, das in einen dicken Stoff gewickelt war.
Mein Herz schlug wild, als der Alpha es enthüllte: eine Pistole.
Er lud die Waffe, drückte sie mir an die Kehle und feuerte ab.
Ein Teil von mir hoffte noch auf eine zweite Chance, doch ich wusste: Das war das Ende.
Ich unterdrückte die Tränen, ballte die Fäuste und erwartete, was kommen würde.
„Knall!“
Das war das Letzte, was ich hörte, bevor alles schwarz wurde.
Ich bin Amelia Moore, Tochter von William Moore. Meine Familie und ich lebten in Frieden im Crimson Pack… bis zu diesem Tag.
Der Tod des alten Alpha löste einen Machtkampf aus; andere Alphas stritten um den Thron.
Und ich musste zusehen, wie meine gesamte Familie in diesem Chaos von einem gnadenlosen Alpha abgeschlachtet wurde.
Ich spürte Schmerzen am ganzen Körper, als gedämpfte Stimmen um mich herum erklangen.
„Versuch, sie aufzuwecken“, hörte ich vage eine Stimme sagen.
„Ugh“, stöhnte ich und mühte mich, mich aufzurichten.
Ich blickte mich um, die Brauen zusammengezogen, als ich den Dämon vor mir stehen sah.
Obwohl er mir irgendwie anders vorkam, war ich überzeugt, dass er derselbe Alpha war, der meine Familie getötet hatte.
Widerwillig stieß ich die Hände des Mannes weg, als er mir aufhelfen wollte. Ich brauchte die Hilfe dieses Mistkerls nicht.
„Packt sie und bringt sie zu den anderen Sklavinnen!“, brüllte er.
Einige Soldaten ergriffen mich, banden mir Hände und Füße und ketteten mich zusammen mit anderen jungen Mädchen, als wir zum Palast geschleppt wurden.
Bei Sonnenuntergang trafen wir ein und wurden in einem Raum untergebracht – dicht gedrängt, wie Kartoffeln in einer Scheune, in diesem düsteren, kaum gelüfteten Ort.
Das einzige Licht fiel durch ein kleines Fenster hoch oben. Ich bemühte mich, wach zu bleiben, doch schließlich übermannte mich der Schlaf.
Als der Morgen anbrach, wurden wir alle vor den Alpha gerufen.
Anders als gestern trugen wir nun Kleidung, wie sie die Palastmägde trugen.
Der Alpha – wie ich später erfuhr, hieß er Zane Reynolds – wandte sich an uns, erläuterte die Regeln des Palastes und überließ dann einer älteren Frau das Wort.
Den anderen wurden ihre Aufgaben zugewiesen; nur ich blieb allein in dem großen Raum zurück.
„Kommen Sie mit mir“, ertönte eine Stimme und riss mich aus meinen Gedanken.
Ich eilte, dem jungen Mann zu folgen, der rasch voranschritt.
„Machen Sie es sich bequem, Fräulein.“
Er wollte sich fast sofort umwenden und gehen, doch ich hielt ihn an.
„Warum habe ich noch keine Aufgabe wie die anderen Mägde?“, fragte ich und versuchte, in seinem Gesicht zu lesen – doch es blieb ausdruckslos.
„Der Alpha kann Ihre Fragen am besten beantworten“, erwiderte er und war im Nu verschwunden.
Nachdem ich mich umgezogen hatte, schlenderte ich durch den Palast. Da begegnete ich einer freundlichen Magd, die mir anbot, mich herumzuführen.
Eleanor war herzlich, doch ich bemerkte, wie eine andere Frau mich zornig anfunkelte.
Ich stieß Eleanor leise an und flüsterte:
„Warum blickt sie uns so feindselig an?“
„Ach die… Sie ist die Oberköchin und des Alpha Gefährtin. Ich glaube, sie ist eifersüchtig, weil du hier so behandelt wirst.“
Ich schnaubte. Ich hasste es, anders behandelt zu werden – vor allem von dem Mann, der meine Familie ermordet hatte.
Erschöpft sank ich auf mein Bett, als die Tür plötzlich aufgerissen wurde. Alpha Zane trat ein; seine Ausstrahlung war überwältigend, als er auf mich zukam und mich unverwandt ansah. Ein unbestimmtes Gefühl der Unruhe erfasste mich.
Angst packte mich bei dem Anblick dieses dämonischen Alpha.
„Wie heißt du?“, fragte er ruhig.
„Amelia Moore“, stotterte ich, mit einem Kloß im Hals.
„Amelia Moore…“, wiederholte er leise.
Ich wich zurück, als er mir über das Gesicht strich, und stieß seine Hand weg.
Mein Herz raste, als Alpha Zane mit langen Schritten auf mich zukam und dicht vor mir stehen blieb.
Ich biss mir auf die Lippe und zerrte nervös an meinen Fingern. Ich schnappte nach Luft, als er näher kam, mich an der Taille packte und an sich zog.
Erschrocken blickte ich zu ihm auf, als ich an seine harte Brust stieß und meine Hände an seinem Körper hinabglitten.
Er strich mir durchs Haar und schob mir eine Strähne hinters Ohr. Meine Knie wurden weich, und ich sank in seinen Armen zusammen.
„Weißt du, ich kann Sturheit nicht leiden“, flüsterte er mir ins Ohr.
„Und ich bestrafe die, die sich mir widersetzen. Und ich habe genau die richtige Strafe für dich“, fügte er sanft hinzu.
Gerade als ich hoffte, ihm entkommen zu können, stieß er mich von sich und befahl: „Zieh dich aus.“
Amelias POVDie Nachricht, dass der Alpha seine Sklavin zu seiner Luna erwählt hatte, verbreitete sich wie ein Lauffeuer.Das gesamte Dorf sah den Alpha nun in einem anderen Licht – als einen guten Mann, der niemals einen Unterschied zwischen den Omegas und den starken Werwölfen machte.Doch ich konnte nicht anders, als den Alpha noch mehr zu verabscheuen.Es war offensichtlich, dass er mich nur für seine eigenen egoistischen Motive benutzte.Mir blieb keine andere Wahl, als ruhig zu bleiben und seine Luna zu spielen, obwohl mir unzählige Pläne durch den Kopf gingen.Ich stand vom Bett auf und beschleunigte meine Schritte in Richtung Küche, um wie gewohnt den Kaffee des Alphas zuzubereiten.Mit erhobenem Kopf betrat ich die Küche, ignorierte Annie und ihre Gruppe und ging zu Eloise hinüber, die mit einer Teetasse in der Hand dastand und mir ein bezauberndes Lächeln schenkte, als sie mich sah.Eloise war eine wunderbare Freundin gewesen, seit ich in den Palast gebracht worden war.Ihr
Amelias SichtweiseNach den Ereignissen der vergangenen Nacht fühlte es sich seltsam an, in der Nähe von Alpha Zane zu sein.Normalerweise ging ich ihm aus dem Weg. Sobald er mich mit seinem durchdringenden Blick ansah, zog sich mein Magen zusammen. Es war mir äußerst unangenehm.Inzwischen half ich Eliora in der Küche, auch wenn Annie und ihre Gefolgschaft es mir nie leicht machten.Ich spülte gerade Geschirr, als ich bemerkte, dass mich jemand prüfend beobachtete. Unwillkürlich drehte ich mich um und sah ein Dienstmädchen, das mich missmutig anstarrte.Innerhalb weniger Minuten war sie bereits mehrmals in der Küche aufgetaucht, doch ich ignorierte ihr Verhalten und widmete mich wieder dem Geschirr.„Schlampe“, zischte sie und stieß mich vom Spülbecken weg.Ich trat zur Seite und beobachtete sie amüsiert, während sie vor sich hinmurmelte und eine weitere Tasse Kaffee zubereitete.„Was ist denn mit ihr los?“, fragte ich Eloise.„Ich glaube, sie bekommt den Kaffee nicht so hin, wie der
Alphas Zanes SichtAm nächsten Morgen wachte ich erfrischt und entspannt auf, nachdem ich alles erledigt hatte, was zu tun gewesen war.Als ich auf die Uhr blickte, eilte ich ins Badezimmer, nahm eine schnelle Dusche und machte mich bereit, meiner trauernden Mutter und den Rudelältesten gegenüberzutreten.Mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen, trat ich aus dem Badezimmer und ging ins Schlafzimmer, um mich anzuziehen.„Guten Morgen, Alpha“, begrüßte mich Annie.Ihre Anwesenheit überraschte mich völlig.„Morgen, Annie“, erwiderte ich kühl, nahm ihr die Tasse ab und leerte sie in einem Zug.Ich trank immer Kaffee, bevor ich meinen Tag begann. Er hielt mich wach und konzentriert. Ich glaubte, inzwischen davon abhängig geworden zu sein.„Mein Gott!“, stieß ich aus.Annie schmiegte sich an mich und klammerte sich auf verführerische Weise an meinen Körper.Wütend stieß ich sie von mir. Ich war heute Morgen nicht in der Stimmung, mit jemandem zu schlafen. Ich konnte mir denken, warum s
Alphas Zanes Sicht„Alpha, wir haben Nachricht aus dem Königreich erhalten. Dein Bruder ist nach dem Tod deines Vaters, des ehemaligen Alphas, in das Gebiet eingedrungen“, berichtete mir mein Beta.Ich ballte die Fäuste und kochte vor Wut, als ich von meinem Bruder erfuhr.Unruhig trommelte ich mit den Fingern und versuchte, einen Weg zu finden, seine finsteren Pläne zu durchkreuzen. Jeff war unberechenbar, und ich wusste, dass friedliche Verhandlungen zu nichts führen würden. Seine Rückkehr brachte mein Rudel in Gefahr.Jeff war schon immer eine Bedrohung für mich und meinen Thron gewesen, seit mein Vater, der ehemalige Alpha, mich zu seinem Nachfolger bestimmt hatte.Vor Wut schäumend wurde mir klar, dass Jeff das Rudel verlassen hatte, um Gefolgsleute um sich zu scharen, die ausschließlich ihm treu ergeben sein würden.Mit tief gerunzelter Stirn überlegte ich, wie ich mich Jeff nähern konnte, ohne dabei entdeckt zu werden.„Bellamy, behalte die Angelegenheiten des Rudels im Auge un
Amelias Sichtweise„ZIEH DICH AUS!“, befahl er, und seine Stimme hallte durch den Raum.Mit zitternden Händen löste ich widerwillig die Knöpfe und ließ mein Kleid zu Boden gleiten, während ich die Augen fest schloss.Es schien, als tat er einen Schritt auf mich zu; ich ballte die Fäuste und erwartete, was dieses Untier tun würde.Für eine Weile verstummte jede Bewegung im Raum. Langsam öffnete ich die Augen und blickte mich um – Alpha Zane saß auf meinem Bett, und ein Wolfsgesicht war zu sehen.„Fertig?“, fragte er mit einem Grinsen.Ich biss mir auf die Lippe, während mein Gesicht rot wurde.„Zieh dich aus“, knurrte er.„Ich …“ Sein strenger Ton ließ mich zögern; nervös fummelten meine Finger an meiner Unterwäsche unter seinem Blick.Angst beschlich mich, als ich nur noch in meinem Höschen dastand und seinen intensiven Blick auf mir spürte.„Komm her“, befahl Alpha Zane.Langsam ging ich auf ihn zu und blieb direkt vor ihm stehen. Unerwarteterweise gab er mir einen Klaps auf das Gesä
Amelias SichtweiseDer Schuss hallte in meinen Ohren wider, als ich gerade noch rechtzeitig aufblickte, um zu sehen, wie mein Vater stürzte – und sich Blut um ihn herum ausbreitete.Ich stieß einen Schrei aus; mein Herz pochte wild, während ich sah, wie er in einer Blutlache lag.Es spritzte mir ins Gesicht, doch ich brachte kaum einen Ton über die Lippen; nur Tränen liefen mir über die Wangen.Dann ertönte ein grauenvolles Geräusch – der Alpha durchschnitt meiner Mutter und meinem jüngeren Bruder die Kehle, und ihr Blut spritzte vor mir auf den Boden.In mir brannte es vor Wut und Bitterkeit, als ich zusah, wie meine Familie kaltblütig ermordet wurde.„Du, komm her!“, befahl der Alpha.Langsam ging ich auf ihn zu, den Kopf gesenkt, das Herz rasend schlagend. Meine Knie zitterten, als ich auf den eiskalten Mann zuschritt.Mein Körper erstarrte, als seine raue, schwielige Hand mein Gesicht berührte.Er blickte mich so finster an, dass es mir eiskalt den Rücken hinunterlief. Sein durchd







