LOGINAlphas Zanes Sicht
„Alpha, wir haben Nachricht aus dem Königreich erhalten. Dein Bruder ist nach dem Tod deines Vaters, des ehemaligen Alphas, in das Gebiet eingedrungen“, berichtete mir mein Beta.
Ich ballte die Fäuste und kochte vor Wut, als ich von meinem Bruder erfuhr.
Unruhig trommelte ich mit den Fingern und versuchte, einen Weg zu finden, seine finsteren Pläne zu durchkreuzen. Jeff war unberechenbar, und ich wusste, dass friedliche Verhandlungen zu nichts führen würden. Seine Rückkehr brachte mein Rudel in Gefahr.
Jeff war schon immer eine Bedrohung für mich und meinen Thron gewesen, seit mein Vater, der ehemalige Alpha, mich zu seinem Nachfolger bestimmt hatte.
Vor Wut schäumend wurde mir klar, dass Jeff das Rudel verlassen hatte, um Gefolgsleute um sich zu scharen, die ausschließlich ihm treu ergeben sein würden.
Mit tief gerunzelter Stirn überlegte ich, wie ich mich Jeff nähern konnte, ohne dabei entdeckt zu werden.
„Bellamy, behalte die Angelegenheiten des Rudels im Auge und halte mich auf dem Laufenden“, befahl ich, bevor ich den Saal verließ, um mich auf den Aufbruch vorzubereiten.
Die Sicherheit meines Rudels und jedes einzelnen Mitglieds bereitete mir große Sorgen. Ich lief unruhig in meinem Zimmer auf und ab, stampfte mit den Füßen und dachte angestrengt nach.
Sofort befahl ich meinen Männern, sich für den Aufbruch bereitzumachen. Wir mussten so schnell wie möglich aufbrechen, am besten schon am nächsten Tag.
Am nächsten Morgen machten sich meine Männer und ich auf den Weg zurück zum Rudel. Die Reise verlief reibungslos.
Das Crimson Pack gehörte zu den angesehensten Rudeln der Umgebung. Es war für seinen Wohlstand, seinen Frieden und seine Gastfreundschaft bekannt.
Doch nun war ein Blutbad über das Rudel hereingebrochen.
Kaum hatte ich das Rudelgebiet betreten, schlug mir der Gestank von Blut entgegen. Überall waren Wimmern und schmerzerfüllte Schreie zu hören.
Ich sah, wie die Bewohner voller Angst aus den Fenstern ihrer Häuser blickten. Die Furcht war ihnen deutlich ins Gesicht geschrieben.
Mit raschen, weit ausholenden Schritten eilte ich zum Rudelhaus. Was ich dort vorfand, versetzte mich in einen Schockzustand.
Als ich den Anblick erfasste, hatte ich das Gefühl, meine Adern würden platzen. Überall im Rudelhaus lagen die Leichen meiner Rudelmitglieder.
Direkt vor meinen Augen war Jeff gerade dabei, einem weiteren unschuldigen Menschen auf grausame Weise das Leben zu nehmen.
Wutentbrannt stürzte ich mich auf ihn, schlug ihm mit meiner Pistole gegen den Hinterkopf, entriss ihm seine Waffe und schoss ihm ins Bein, sodass er zu Boden stürzte.
Zunächst stellte ich sicher, dass meine Männer und ich die Lage unter Kontrolle hatten. Dann legte ich meine Waffe beiseite und verwandelte mich in meine Wolfsgestalt, um meinen Bruder zur Rede zu stellen.
Mit meinen Krallen zerfetzte ich ihn Stück für Stück, während er vor Schmerzen schrie.
Ich ließ meinen gesamten Zorn an ihm aus, bohrte meine Krallen in seine Augen und blendete ihn. Verzweifelt schrie er auf und tastete blind den Boden ab, möglicherweise auf der Suche nach seiner Pistole.
„Knall!“
Der Schuss traf mich völlig unvorbereitet. Ich war zutiefst erschüttert, als mir klar wurde, dass Jeff sich selbst erschossen hatte, um dem kalten, gnadenlosen Tod zu entgehen, den ich für ihn vorgesehen hatte.
Schweigend stand ich über seiner Leiche und versuchte, das junge Mädchen zu wecken, das er gerade noch getötet hätte.
Als ich näher an sie herantrat, bemerkte ich etwas an ihr, das mich faszinierte und überraschte.
Für einen Moment war ich verwirrt und konnte nicht verstehen, woher dieses Signal kam. Dennoch fühlte ich mich zu dem blonden Mädchen hingezogen. Ich beschloss, sie bei mir zu behalten, um mehr über sie herauszufinden.
Bei ihrem Anblick durchströmte mich ein seltsames, warmes Gefühl. Später erfuhr ich, dass sie Amelia hieß.
Meine Neugier war geweckt. Ich betrachtete sie eindringlich, ohne darauf zu achten, wie unwohl sie sich unter meinem Blick fühlte.
Noch nie zuvor hatte ich mich zu einer blonden Frau hingezogen gefühlt, und es erstaunte mich, dass dieses unscheinbare Mädchen eine solche Wirkung auf mich haben konnte.
Als sie wieder zu sich kam, trat ich an sie heran, um sie zu befragen. Doch ich spürte deutlich, wie sehr sie sich vor mir fürchtete.
Ich verstand, warum sie Angst hatte und sich mir gegenüber abweisend verhielt, doch ich war noch nicht bereit, mich zu rechtfertigen.
„Ergreift sie!“, befahl ich.
Ein Hauch von Traurigkeit lag in meinen Augen, als ich zusah, wie meine Männer sie unsanft fortführten. Sie wurde zusammen mit den anderen Sklavinnen gefesselt und in Ketten gelegt, damit niemand von ihnen fliehen konnte.
Schließlich kehrten wir alle zum Palast zurück und ließen im gesamten Rudel verkünden, dass die Ordnung wiederhergestellt worden war.
Ich zog mich in meine Gemächer zurück, nahm ein Bad und legte mich hin. Doch ich fand keine Ruhe, denn Amelias unschuldiges Gesicht ging mir einfach nicht aus dem Kopf.
Immer wieder sah ich ihre wunderschönen Gesichtszüge und ihr langes, blondes Haar vor mir.
Mir entging nicht, dass mein Wolf jedes Mal auf sie reagierte.
Ich fasste den Entschluss, herauszufinden, wer sie wirklich war und warum ich mich so stark zu ihr hingezogen fühlte.
Meine Augen verdunkelten sich, als ich mich daran erinnerte, dass sich die Zeichen der Gefährtenbindung gezeigt hatten, als ich mich in ihrer Nähe befand.
„Nein! Das kann nicht sie sein.“
Prinzessin Isabella, meine Verlobte, hielt sich im Rudelhaus auf. Zweifellos war sie der Grund für diese Verwechslung.
Ich wollte keine verwöhnte Prinzessin heiraten, doch als Alpha konnte ich unmöglich eine Sklavin zu meiner Luna machen.
Das Crimson Pack brauchte eine starke Luna, die für das Rudel einstand, und keine schwache Luna, die nicht einmal für sich selbst sorgen konnte.
Conan, mein Wolf, drängte mich unaufhörlich dazu, zu Amelia zu gehen. Noch nie zuvor hatte er mich so unruhig gemacht. Er ließ mir keine einzige Minute Ruhe.
Amelias POVDie Nachricht, dass der Alpha seine Sklavin zu seiner Luna erwählt hatte, verbreitete sich wie ein Lauffeuer.Das gesamte Dorf sah den Alpha nun in einem anderen Licht – als einen guten Mann, der niemals einen Unterschied zwischen den Omegas und den starken Werwölfen machte.Doch ich konnte nicht anders, als den Alpha noch mehr zu verabscheuen.Es war offensichtlich, dass er mich nur für seine eigenen egoistischen Motive benutzte.Mir blieb keine andere Wahl, als ruhig zu bleiben und seine Luna zu spielen, obwohl mir unzählige Pläne durch den Kopf gingen.Ich stand vom Bett auf und beschleunigte meine Schritte in Richtung Küche, um wie gewohnt den Kaffee des Alphas zuzubereiten.Mit erhobenem Kopf betrat ich die Küche, ignorierte Annie und ihre Gruppe und ging zu Eloise hinüber, die mit einer Teetasse in der Hand dastand und mir ein bezauberndes Lächeln schenkte, als sie mich sah.Eloise war eine wunderbare Freundin gewesen, seit ich in den Palast gebracht worden war.Ihr
Amelias SichtweiseNach den Ereignissen der vergangenen Nacht fühlte es sich seltsam an, in der Nähe von Alpha Zane zu sein.Normalerweise ging ich ihm aus dem Weg. Sobald er mich mit seinem durchdringenden Blick ansah, zog sich mein Magen zusammen. Es war mir äußerst unangenehm.Inzwischen half ich Eliora in der Küche, auch wenn Annie und ihre Gefolgschaft es mir nie leicht machten.Ich spülte gerade Geschirr, als ich bemerkte, dass mich jemand prüfend beobachtete. Unwillkürlich drehte ich mich um und sah ein Dienstmädchen, das mich missmutig anstarrte.Innerhalb weniger Minuten war sie bereits mehrmals in der Küche aufgetaucht, doch ich ignorierte ihr Verhalten und widmete mich wieder dem Geschirr.„Schlampe“, zischte sie und stieß mich vom Spülbecken weg.Ich trat zur Seite und beobachtete sie amüsiert, während sie vor sich hinmurmelte und eine weitere Tasse Kaffee zubereitete.„Was ist denn mit ihr los?“, fragte ich Eloise.„Ich glaube, sie bekommt den Kaffee nicht so hin, wie der
Alphas Zanes SichtAm nächsten Morgen wachte ich erfrischt und entspannt auf, nachdem ich alles erledigt hatte, was zu tun gewesen war.Als ich auf die Uhr blickte, eilte ich ins Badezimmer, nahm eine schnelle Dusche und machte mich bereit, meiner trauernden Mutter und den Rudelältesten gegenüberzutreten.Mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen, trat ich aus dem Badezimmer und ging ins Schlafzimmer, um mich anzuziehen.„Guten Morgen, Alpha“, begrüßte mich Annie.Ihre Anwesenheit überraschte mich völlig.„Morgen, Annie“, erwiderte ich kühl, nahm ihr die Tasse ab und leerte sie in einem Zug.Ich trank immer Kaffee, bevor ich meinen Tag begann. Er hielt mich wach und konzentriert. Ich glaubte, inzwischen davon abhängig geworden zu sein.„Mein Gott!“, stieß ich aus.Annie schmiegte sich an mich und klammerte sich auf verführerische Weise an meinen Körper.Wütend stieß ich sie von mir. Ich war heute Morgen nicht in der Stimmung, mit jemandem zu schlafen. Ich konnte mir denken, warum s
Alphas Zanes Sicht„Alpha, wir haben Nachricht aus dem Königreich erhalten. Dein Bruder ist nach dem Tod deines Vaters, des ehemaligen Alphas, in das Gebiet eingedrungen“, berichtete mir mein Beta.Ich ballte die Fäuste und kochte vor Wut, als ich von meinem Bruder erfuhr.Unruhig trommelte ich mit den Fingern und versuchte, einen Weg zu finden, seine finsteren Pläne zu durchkreuzen. Jeff war unberechenbar, und ich wusste, dass friedliche Verhandlungen zu nichts führen würden. Seine Rückkehr brachte mein Rudel in Gefahr.Jeff war schon immer eine Bedrohung für mich und meinen Thron gewesen, seit mein Vater, der ehemalige Alpha, mich zu seinem Nachfolger bestimmt hatte.Vor Wut schäumend wurde mir klar, dass Jeff das Rudel verlassen hatte, um Gefolgsleute um sich zu scharen, die ausschließlich ihm treu ergeben sein würden.Mit tief gerunzelter Stirn überlegte ich, wie ich mich Jeff nähern konnte, ohne dabei entdeckt zu werden.„Bellamy, behalte die Angelegenheiten des Rudels im Auge un
Amelias Sichtweise„ZIEH DICH AUS!“, befahl er, und seine Stimme hallte durch den Raum.Mit zitternden Händen löste ich widerwillig die Knöpfe und ließ mein Kleid zu Boden gleiten, während ich die Augen fest schloss.Es schien, als tat er einen Schritt auf mich zu; ich ballte die Fäuste und erwartete, was dieses Untier tun würde.Für eine Weile verstummte jede Bewegung im Raum. Langsam öffnete ich die Augen und blickte mich um – Alpha Zane saß auf meinem Bett, und ein Wolfsgesicht war zu sehen.„Fertig?“, fragte er mit einem Grinsen.Ich biss mir auf die Lippe, während mein Gesicht rot wurde.„Zieh dich aus“, knurrte er.„Ich …“ Sein strenger Ton ließ mich zögern; nervös fummelten meine Finger an meiner Unterwäsche unter seinem Blick.Angst beschlich mich, als ich nur noch in meinem Höschen dastand und seinen intensiven Blick auf mir spürte.„Komm her“, befahl Alpha Zane.Langsam ging ich auf ihn zu und blieb direkt vor ihm stehen. Unerwarteterweise gab er mir einen Klaps auf das Gesä
Amelias SichtweiseDer Schuss hallte in meinen Ohren wider, als ich gerade noch rechtzeitig aufblickte, um zu sehen, wie mein Vater stürzte – und sich Blut um ihn herum ausbreitete.Ich stieß einen Schrei aus; mein Herz pochte wild, während ich sah, wie er in einer Blutlache lag.Es spritzte mir ins Gesicht, doch ich brachte kaum einen Ton über die Lippen; nur Tränen liefen mir über die Wangen.Dann ertönte ein grauenvolles Geräusch – der Alpha durchschnitt meiner Mutter und meinem jüngeren Bruder die Kehle, und ihr Blut spritzte vor mir auf den Boden.In mir brannte es vor Wut und Bitterkeit, als ich zusah, wie meine Familie kaltblütig ermordet wurde.„Du, komm her!“, befahl der Alpha.Langsam ging ich auf ihn zu, den Kopf gesenkt, das Herz rasend schlagend. Meine Knie zitterten, als ich auf den eiskalten Mann zuschritt.Mein Körper erstarrte, als seine raue, schwielige Hand mein Gesicht berührte.Er blickte mich so finster an, dass es mir eiskalt den Rücken hinunterlief. Sein durchd







