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Kapitel 7

作者: Victor ellis
last update 公開日: 2026-08-31 18:33:39

Die Regeln dieses Hauses

Ich mied den ganzen restlichen Tag alle. Es war nicht schwer.

Niemand suchte nach mir.

Das Anwesen war zu groß, zu kalt, voller Menschen, die als Hausmädchen arbeiteten. Jeder Flur fühlte sich fremd an. Jedes Zimmer erinnerte mich daran, dass dies nicht mein Zuhause war.

Den Großteil des Nachmittags saß ich am Fenster in meinem Zimmer und starrte hinaus, während der Regen sanft gegen das Glas tippte.

Irgendwann klopfte es an der Tür. Ich blickte langsam auf. „Herein.“

Eines der Hausmädchen trat vorsichtig ein. Sie wirkte nervös in meiner Nähe, als wisse sie nicht, wie sie sich verhalten solle.

„Mrs. Laurent“, sagte sie höflich, „Madam Laurent hat mich gebeten, Ihnen das zu bringen.“

Sie legte mehrere Einkaufstüten auf das Bett.

Ich runzelte leicht die Stirn. „Was ist das?“

„Kleidung.“

Ich starrte verwirrt auf die Tüten, nachdem sie gegangen war. Für eine Sekunde dachte ich, vielleicht versuchte Adrians Mutter, nett zu sein. Dieser Gedanke verschwand schnell, als ich sie öffnete.

Jedes Outfit darin war schlicht. Lange Ärmel, hohe Ausschnitte und dumpfe Farben.

Nichts Weiches oder Elegantes wie die Kleider, die Lia trug.

Am Boden einer Tüte lag ein kleiner Zettel. *Zieh dich angemessen an. Du repräsentierst jetzt diese Familie.*

Ich lachte leise. Nicht, weil es lustig war.

Sondern weil sogar das, was ich trage, jetzt kontrolliert wird.

Das Abendessen an diesem Abend war schlimmer.

Lia saß bereits neben Adrian, als ich den Speisesaal betrat. Sie wirkte dort wohl, lächelte sanft, während sie mit seiner Mutter sprach.

Irgendwann wurde ich verwirrt, weil ich nicht wusste, ob sie schon bei uns wohnte oder so, aber ich tat so, als würde es mich nicht stören.

Niemand nahm mich zuerst wahr. Ich nahm still den leeren Platz weiter unten am Tisch ein.

Adrian sah mich kein einziges Mal an.

„Du solltest morgen mit mir einkaufen gehen“, sagte Lia süß zu seiner Mutter. „Nächste Woche ist eine Charity-Veranstaltung und ich brauche noch ein Kleid.“

Seine Mutter lächelte leicht. „Natürlich.“

Dann wanderten ihre Augen kurz zu mir.

„Du solltest zu Hause bleiben“, fügte sie kalt hinzu. „Zu viel öffentliche Aufmerksamkeit jetzt würde unnötigen Klatsch erzeugen.“

Ich senkte den Blick. „Okay.“ Ich konnte nicht glauben, dass sogar meine jüngere Schwester mich so behandeln würde.

Lia warf mir einen vorsichtigen Blick zu, bevor sie weitersprach. „Sie gewöhnt sich noch“, sagte sie leise und tat so, als würde sie mich verteidigen.

Dann sprach Adrian endlich. „Genug.“

Der Tisch wurde sofort still.

Lia blinzelte ihn an. „Ich wollte nur helfen.“

„Ich habe genug gesagt.“ Sein Ton war nicht hart, aber endgültig.

Zum ersten Mal an diesem Abend hoben sich seine Augen kurz zu mir.

Nur kurz. Aber etwas Undurchschaubares huschte durch seinen Ausdruck, bevor er wieder wegsah. Dieser winzige Moment beunruhigte mich mehr, als er sollte.

Später in dieser Nacht saß ich am Rand des Bettes im dimmen Schein der Nachttischlampe, immer noch in dem schlichten langärmligen Nachthemd, das seine Mutter geschickt hatte. Der Stoff fühlte sich steif und einengend auf meiner Haut an.

Ein plötzliches Klopfen unterbrach meine Gedanken. Bevor ich antworten konnte, öffnete sich die Tür. Adrian trat ein.

Ich erstarrte sofort, als er die Tür hinter sich mit einem leisen Klicken schloss. Er lockerte seine Krawatte in einer flüssigen Bewegung, seine Augen bereits auf mich gerichtet. Die Luft im Raum verdichtete sich.

Zuerst sprach keiner von uns.

Sein Blick glitt langsam über meinen Körper und verweilte an der Art, wie das Nachthemd an meinen Brüsten und Hüften haftete. Etwas Dunkleres flackerte in seinem Ausdruck. „Du hast nicht gegessen“, sagte er mit tiefer Stimme.

„Ich hatte keinen Hunger.“

Er trat näher und blieb direkt vor mir stehen. Der Duft seines Kölnischwassers – dunkel, teuer und leicht holzig – umhüllte mich.

„Du hast beim Frühstück auch kaum etwas angerührt.“

Ich sah zu ihm auf. „Warum interessiert dich das?“

Sein Kiefer spannte sich an. Statt mit Worten zu antworten, griff er nach unten, packte mein Kinn und kippte mein Gesicht hoch. Sein Daumen strich über meine Unterlippe und drückte leicht, bis sich mein Mund öffnete.

„Tut es nicht“, murmelte er. „Aber gerade will ich dich.“

Mein Atem stockte.

Bevor ich antworten konnte, beugte er sich hinunter und küsste mich – hart, fordernd, nichts wie der kalte Mann von zuvor. Seine Zunge drängte sich an meinen Lippen vorbei und kostete mich mit roher Gier. Ich keuchte in seinen Mund, als Hitze meinen Körper durchflutete.

Adrian wartete nicht auf Erlaubnis. Er drückte mich zurück aufs Bett, sein Körper bedeckte meinen. Eine große Hand glitt unter den Saum meines Nachthemdes und schob den steifen Stoff meine Oberschenkel hinauf. Seine Finger fanden den Rand meines Höschens und zogen es grob herunter.

Ich stöhnte leise, als seine Hand mich umfasste und zwei Finger durch meine bereits feuchten Falten strichen.

„Schon feucht“, knurrte er gegen meinen Hals und biss gerade hart genug zu, dass ich mich aufwölbte. „Sogar wenn du mich hasst.“

Ich bestritt es nicht. Ich konnte nicht. Meine Hüften rollten gegen seine Hand, als er zwei Finger in mich schob und sie tief krümmte. Die Dehnung ließ mich wimmern.

Er zog sich nur lange genug zurück, um seinen Gürtel zu öffnen und sich freizumachen. Sein Schwanz war hart, dick und an der Spitze dunkel gerötet. Ohne ein weiteres Wort hakte er meine Beine um seine Hüfte und stieß mit einem kraftvollen Stoß in mich hinein.

Ich schrie auf, die Nägel gruben sich in seine Schultern, als er mich vollständig ausfüllte. Die plötzliche Fülle brannte auf die köstlichste Weise.

Adrian setzte ein brutales Tempo an, die Hüften schnappten gegen meine. Jeder tiefe Stoß schob mich weiter nach oben aufs Bett. Das Geräusch von Haut auf Haut und meine gebrochenen Stöhne erfüllten den Raum.

„Sieh mich an“, befahl er mit rauer Stimme.

Ich traf seinen Blick. Seine Augen waren dunkel vor Lust, aber immer noch bewacht. Er fickte mich härter, eine Hand umfasste meinen Oberschenkel so fest, dass ich wusste, es würde blaue Flecken hinterlassen. Seine andere Hand glitt zwischen uns, der Daumen drückte feste Kreise über meinen Kitzler.

„Komm“, verlangte er.

Der Orgasmus traf mich heftig. Ich zog mich um ihn zusammen und schrie seinen Namen, während Wellen der Lust mich durchzogen. Ein paar Stöße später vergrub sich Adrian tief und kam mit einem tiefen Stöhnen, pulsierend in mir, als er sich heiß und dick ergoss.

Ein paar Momente lang war das einzige Geräusch unser rauer Atem.

Er blieb in mir begraben, die Stirn an meine gepresst. Dann, langsam, kehrte die kalte Maske zurück.

Er zog sich heraus und stand auf, richtete seine Kleidung, ohne mich wieder anzusehen.

„Du solltest etwas verstehen“, sagte er leise, während er seinen Gürtel wieder schloss. „Diese Situation ändert nichts zwischen Lia und mir.“

Die Worte trafen nach dem, was wir gerade getan hatten, härter.

Ich zog das Nachthemd über meine zitternden Oberschenkel, die Kehle eng.

Ich sagte kein Wort.

„Sie ist mir immer noch wichtig“, fügte er hinzu.

Ich schluckte. „Du musst es nicht erklären.“

„Gut.“ Seine Stimme war wieder kalt. „Ich will später keine Missverständnisse.“

Er ging zur Tür, dann hielt er inne.

„Solange du dich aus Schwierigkeiten hältst, wird diese Vereinbarung… friedlich bleiben.“

Er ging, ohne ein weiteres Wort.

Ich blieb auf dem Bett, der Körper noch immer von seiner Berührung durchzuckt, seine Feuchtigkeit sickerte langsam an meinen Oberschenkeln herunter. Das Schlimmste war nicht die Kälte, die folgte.

Es war, wie verzweifelt mein Körper immer noch mehr von ihm wollte. Auch wenn mein Herz wusste, dass es für mich nichts zurückgab.

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