Dem Teufel geschuldet

Dem Teufel geschuldet

last updateLast Updated : 2026-10-16
By:  Angel FreebornUpdated just now
Language: Deutsch
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**Mia Nova wird an den Teufel verkauft, um die Schulden ihres Vaters zu begleichen.** Luca Barone, im geflüsterten Schrecken als Diavolo bekannt, kassiert nicht nur Geld – er kassiert auch Seelen. Luca erwartet eine gebrochene Mia, die mit Tränen und blanker Angst um ihr Leben betteln wird. Stattdessen trifft er auf eine kleine Diebin, die nichts fürchtet. Sie lächelt, als er droht, sie an Männer zu verkaufen, und macht Witze darüber, dass ihre Brustgröße für diese Männer nicht ausreicht. In Lucas Welt ist die größte Währung die Angst – doch Mia scheint bankrott zu sein. Als sie in Pandemonium tritt, sein geheimes Versteck, in dem mächtige Männer zu Fall gebracht werden, wird sie zur Königin der Nacht und bringt in ihrer ersten Nacht fünfhundert Millionen Dollar ein. Sie schließen einen zweiten Deal. Die Freiheit ihrer Seele kostet sechs Milliarden Dollar – für sechs Monate, in denen sie jede Nacht den goldenen Stuhl ziert. Ein Kuss besiegelt den Deal. Derselbe Kuss verändert alles zwischen ihnen. Er wird besitzergreifend, und sie will sich ihm hingeben – doch der Geist der Frau, die vor ihr den Stuhl zierte, kehrt mit einem Feuer zurück, das alles niederbrennen will. Mia muss entscheiden: vor dem Teufel fliehen, dem sie gehört – oder bei dem Mann bleiben, der nicht mehr will.

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Chapter 1

Eine Tochter für eine Schuld

**NEW YORK CITY**

**Luca Barone**

Menschen sind die verzweifeltsten kleinen Wichser unter allen Spezies auf dieser Welt. Meine Aufgabe auf Erden ist es, die Verzweifeltsten unter ihnen aufzuspüren, damit sie mir ihre dreckigen kleinen Seelen verkaufen können.

Mein schwarzer SUV rollte in die schmutzige Einfahrt des heruntergekommen aussehenden Hauses, und ich schwang die Tür auf, noch bevor mein Fahrer das Auto zum Stehen gebracht hatte.

Ich stieg mit einem klaren Ziel aus: eintreiben.

Eine Seele hatte einen Vertrag mit mir unterschrieben, und seine Forderung hatte fünfzigtausend Dollar betragen. Für mich der Preis eines T-Shirts, für ihn war er schlau genug, seine Seele zu behalten, versprach mir aber das Doppelte des Geldes.

Es war der sechste Tag des sechsten Monats, und mein Geld war immer noch nicht bezahlt worden. Das waren die Tage, die ich am meisten hasste, weil ich lieber zwischen feuchten Schenkeln gewesen wäre. Doch hier war ich, beim Schuldeneintreiben.

Ich betrat das Haus und entdeckte, dass meine Jungs die Szene bereits für mich vorbereitet hatten. Die Knie des alten Mannes küssten den Boden, sein Hemd war so sehr von Schweiß durchtränkt, als hätte er sich in einen Pool getaucht.

Ein Keuchen entkam seiner Kehle, als sie seinen Kopf hochzwangen, damit er mich ansah.

„Bitte, ich flehe dich an, hab Erbarmen mit meiner Seele, Diavolo“, schrie Colin Nova.

Ich schnaubte verächtlich darüber, wie erbärmlich er aussah, während er um sein Leben bettelte. Aber weil ich noch nicht bereit war, ihm zu antworten, schweiften meine Augen durch den Raum, der nach Pisse und Armut stank.

Ein winziges kleines Loch als Wohnzimmer, mit kaum Möbeln. Selbst wenn ich das Haus nehmen würde, wäre es nicht so viel wert wie mein wöchentlicher Haarschnitt.

Mein Blick kehrte zu dem bedauernswerten alten Mann zurück, und ich begann, meinen Ärmel hochzukrempeln, während ich beobachtete, wie er meinen Blick vermied.

„Du warst dir sehr sicher, dass du mir in drei Monaten zurückzahlen würdest, trotzdem habe ich dir sechs gegeben. Was hast du mit dem Geld gemacht?“

Er öffnete den Mund, um zu antworten, aber ich kam ihm zuvor. „Du hast es verspielt. Da du so gerne Spiele spielst, Mr. Nova, lass uns ein kleines Spiel namens Bullseye spielen.“ Der Mundwinkel zuckte mir, und meine Augen funkelten, als zwei weitere meiner Jungs ein Dartboard in den Raum trugen.

„Bitte Diavolo, bitte!“, begann er zu schreien, während meine Jungs seine Handgelenke und Knöchel an das Brett fesselten, das sie schnell an die Wand nagelten.

„Sieh dir das an“, schüttelte ich den Kopf beinahe mitleidig. „Sieh dir an, wie erbärmlich du aussiehst.“

Einer der Jungs legte mir einige Darts in die Hand, verbeugte sich und trat zurück, während ich anfing, mein Ziel zu üben.

„Ich habe bald ein Dart-Championship-Spiel. Ich muss mich sehr hart darauf vorbereiten. Du wirst mir helfen, oder, Mr. Nova?“

Seine Lippen zitterten so heftig, dass er keine ordentliche Antwort hervorbringen konnte. Ich seufzte und warf den ersten Dart, um sein Elend ein wenig zu lindern.

Er stieß einen schrillen Schrei aus, als der Dart direkt in seinen Hängebauch traf. Er prallte ab und fiel zu Boden.

Ein Gelächter brach unter meinen Jungs aus. Fairerweise muss man sagen, es war ein amüsanter Anblick.

Sie lachten weiter, während ich mit diesem Bastard spielte, der den fatalen Fehler begangen hatte, mir etwas schuldig zu sein.

„Okay, gut, gut. Lass uns ein ernsteres Spiel spielen.“ Ich warf den Dart zu Boden, und einer meiner Jungs brachte mir ein paar Dolche.

Mr. Nova erblickte sie, und sein schlaffer Körper begann zu wackeln, während er winselnde Laute von sich gab.

„Dante, du drehst das Brett, und ich werfe den Dolch.“

„Bitte tu meinem Vater nichts an!“ Eine schwache Stimme schrie hinter mir.

Ich hielt inne und drehte mich um. Ich sah ein Mädchen, blasshäutig, aber so wunderschön wie die Sonne.

„Ich habe dir gesagt, du sollst nicht rauskommen, Ava! Bitte versteck dich. Bitte Ava!“, schrie der alte Mann.

In einer Sekunde setzte ich eins und eins zusammen, und es ließ mich grinsen.

„Ist sie diejenige, die du als Sicherheit anbieten wolltest, bevor ich dir gesagt habe, du brauchst dir keine Sorgen zu machen?“

Seine Augen weiteten sich, und er ging sofort in die Defensive. „Nein, Diavolo. Es ist nicht sie. Meine Ava ist krank. Schrecklich krank. Sie hat dir nichts zu bieten. Bitte nimm sie nicht.“

Ich warf dem Mädchen noch einen kurzen Blick zu. Es schien, als würde Mr. Nova die Wahrheit sagen. Ihr Rücken war gebeugt, und sie sah aus, als würden ihre Beine jeden Moment unter ihr nachgeben.

„Was für eine Verschwendung von Schönheit“, murmelte ich in Gedanken.

„In Ordnung. Sie ist raus. Du zahlst mir jetzt, gibst mir etwas Wertvolles, das hilft, deine Schuld zu begleichen, oder du stirbst. Die Wahl liegt bei dir.“

Er verschwendete keine Zeit. Im Bruchteil einer Sekunde antwortete er.

„Meine zweite Tochter. Nimm sie. Sie gehört dir. Ich gebe dir ihre Adresse. Sie wird helfen, meine Schulden zu bezahlen.“

Mein Kopf fuhr erstaunt zurück. Die Dinge wurden noch interessanter.

„Du bist bereit, die eine zu verkaufen und die andere nicht? Kalt.“

„Sie ist nicht krank.“

Das war das Einzige, was er sagte.

Ich blickte hinter mich, um die Reaktion seiner Tochter zu sehen. Alles, was sie tat, war weinen. Ihre Schwester nahm ihren Platz in den Händen des Teufels ein, und alles, was sie konnte, war weinen.

Es war mit Sicherheit amüsant.

„Gut. Meine Jungs werden die Adresse dieser Tochter von dir holen. Zu deinem eigenen Wohl sollte sie real sein.“

„Sie ist sehr real.“ Er nickte mit dem Kopf.

„Verkauft.“ Ich zwinkerte ihm zu.

Die Tochter zuckte zusammen, als ich an ihr vorbei zur Tür ging.

Armes Ding. Sie sah aus, als stünde sie kurz vor einem Herzinfarkt. Das heißt, falls sie nicht schon mitten in einem war.

Ich hätte sie ohnehin nie akzeptiert. Sie roch nach Tod. Und der einzige Tod, den ich willkommen hieß, war der, der im Ofen meiner eigenen Finger geschmiedet wurde.

Als meine Jungs herauskamen, hatten sie eine Adresse dabei. Sie übermittelten sie mir über unsere drahtlosen Ohrstöpsel, die uns verbanden.

„Fahr“, befahl ich meinem Fahrer. „Ruf Niko an“, sagte ich zu meinem künstlichen Intelligenz-Assistenten.

„Boss?“ Mein Underboss antwortete beim allerersten Klingeln.

„Bereite meinen Privatjet vor. Ich fliege nach Los Angeles.“

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