MasukKapitel 5
Nur einen Tag nachdem Elena offiziell geschieden war, erreichte sie bereits die Hochzeitseinladung ihres Ex-Mannes.
„Du bist zur Hochzeit dieses Arschlochs eingeladen?!“, erhob Tamara verärgert ihre Stimme, als Elena ihr die goldene Einladungskarte mit den eingravierten Namen von Damian Lancaster und Isabella Monroe zeigte.
Elena lächelte nur bitter. „Natürlich. Wie könnte ich nicht eingeladen sein? Dieser Mistkerl und diese Schlampe wollen mich leiden sehen.“
Tamara schnaubte. „Und du gehst tatsächlich hin?“
Elena nickte. „Ja.“
Tamara riss die Augen auf. „El, bist du verrückt geworden?! Wozu denn?!“
Elena blickte kahl auf die Einladung. „Ich wollte es mit eigenen Augen sehen. Ich wollte sehen, wie schnell man mich ersetzt hat, und mich selbst daran erinnern, dass ich mich nie wieder auf so eine Dummheit einlassen werde.“
Tamara seufzte. „Nun gut, dann solltest du hingehen und diesem Bastard zeigen, dass es dir gut geht. Du musst klasse aussehen.“
Elena lächelte, da sie genau verstand, worauf Tamara hinauswollte.
„Gut, dann überlasse ich dir Olivia, Katty und Delya.“
„In Ordnung!“
Als die Nacht einbrach, betrat Elena voller Selbstbewusstsein den Festsaal des Luxushotels. Ihr selbst entworfenes schwarzes Satinkleid schmiegte sich perfekt an ihren Körper und enthüllte die anmutige Silhouette, die so lange hinter ihrer Bescheidenheit verborgen geblieben war. Ihr langes Haar war zu einem tiefen Knoten gesteckt, und auf ihren roten Lippen lag ein feines, vielsagendes Lächeln.
Als sie einige Schritte weiter ging, waren bereits erste Flüstern zu hören.
„Wer ist das?“
„Mein Gott, sie sieht perfekt aus. So wunderschön und elegant.“
Doch all die Komplimente gingen unter, als Damian und Isabella auf der Hauptbühne erschienen.
Isabella sah in einem diamantweißen Kleid makellos aus, während Damian stolz an ihrer Seite stand. In seinen Armen wiegte er ein kleines Baby, das friedlich geschlummert vor sich hin träumte.
„Das ist der Erbe der Familie Lancaster, David Lancaster Moreno!“
Die Gäste jubelten und applaudierten. Die Adligen priesen Isabella als eine äußerst passende und würdige Frau für Damian.
Elena hingegen stand reglos da und spürte, wie sich etwas Fremdes in ihr Herz schlich – jener Neid, den sie so sehr verabscheute.
In zehn Jahren Ehe hatte Damian sich und seine Kinder nie zu einem so großen Ereignis mitgenommen. Olivia, Katty und Delya waren nie stolz vorgestellt worden. Sie wurden stets versteckt, als wären sie kein Teil der Familie Lancaster.
Doch jetzt wurden Isabella und ihr Baby der ganzen Welt präsentiert.
Elenas Augen brannten.
Und als Damian dem Baby sanft die Stirn küsste, fühlte es sich für Elena an, als würde ihr Herz zusammengedrückt.
All die Jahre hatte Damian das bei ihren drei Kindern nie getan.
Verdammt noch mal.
Elena wandte sich ab, sie wollte nicht länger hinsehen. Ihre Tränen drohten zu fließen, doch sie drängte sie gewaltsam zurück.
Doch verdammt, sie war in zu großer Eile.
RUMMS!
Sie stieß mit jemandem zusammen.
Das Glas Rotwein, das der Mann gehalten hatte, verschüttete sich und tränkte seinen teuren Anzug.
Elena blickte auf und starrte den Mann an.
Er hatte ein markantes Gesicht mit einer ausgeprägten Kieferpartie, kalte graue Augen und eine hohe, einflößende Statur.
Nathaniel Drake Sebastian.
Wer kannte diesen Namen nicht?
Er war der mächtigste Mann der Hauptstadt, der Besitzer eines Wirtschaftsimperiums, das selbst die Königsfamilie ins Wanken bringen konnte, wenn er es darauf anlegte.
Nathaniel blickte hinab auf seinen nassen Anzug und wandte sich dann mit einem ungläubigen Blick Elena zu. „Sie haben meinen Anzug ruiniert, Mein Fräulein!“
Elena stockte der Atem, doch anstatt sich zu entschuldigen, drehte sie sich um und ging hastig von dem Mann fort.
Nathaniel runzelte die Stirn. „Was zum Teufel ...?“
Er starrte dem sich entfernenden Rücken der Frau nach.
„Sie entschuldigt sich nicht einmal?“, murmelte er ungläubig.
Nichts lag ferner als das: Jeder, der ihm Unrecht tat, würde sich gewöhnlich sofort entschuldigen oder gar eine Entschädigung anbieten. Doch diese Frau lief einfach davon.
Nathaniel sah an seinem beschmutzten Anzug herunter und lachte leise auf. „Interessant.“
Dann suchten seine Augen erneut nach der Frau, die ihn gerade mit Wein überschüttet hatte.
Zum ersten Mal wagte es eine Frau, ihn einfach zu ignorieren.
Elena stand vor dem Spiegel in der Toilette und starrte ihr Spiegelbild verständnislos an. Ihre Augen waren leicht gerötet, ihre Lippen zitterten vor Emotionen.
„Dummkopf“, flüsterte sie sich selbst zu. „Es hat keinen Sinn, wegen dieses Mistkerls zu weinen.“
Rasch wischte sie die Tränenspuren auf ihren Wangen fort. Dies war nicht die Zeit, schwach zu wirken. Isabella musste ihr Leiden da draußen sicher genießen, und sie würde dieser Frau nicht die Genugtuung geben, sie zerbrochen zu sehen.
Elena holte tief Luft und frischte ihr Make-up auf. Ein schwaches Lächeln erschien auf ihrem Gesicht – ein kaltes, berechnendes Lächeln.
„Komm schon, Elena. Das ist kein Moment zum Aufgeben“, murmelte sie, bevor sie mit erhobenem Kopf nach draußen trat.
Als sie in den Ballsaal zurückkehrte, war die Stimmung noch immer festlich. Klassische Musik erklang leise, Gäste unterhielten sich mit Champagnergläsern in der Hand, und mitten in der Menge stand Isabella anmutig da, als würde sie auf jemanden warten.
Und tatsächlich hatte Elena kaum einige Meter zurückgelegt, als sie eine scharfe Stimme begrüßte.
„Elena, du bist also auch gekommen.“
Isabellas Tonfall klang süß, doch dahinter verbarg sich giftige Häme.
Elena lächelte schwach. „Natürlich bin ich gekommen.“
Isabella lächelte spöttisch. „Du bist wirklich eine mutige Frau. Zur Hochzeit deines Ex-Mannes zu kommen und sein Glück mit einer anderen Frau zu sehen ... Nicht alle Frauen wären so mutig, weißt du?“
Elena starrte Isabella nur ausdruckslos an. „Ich sehe kein Glück. Ich habe nur zwei Verräter gesehen, die mit ihrer Zuneigung prahlen.“
Isabellas Gesicht verhärtete sich für einen Moment, ehe sie wieder lächelte.
Doch Isabella beließ es nicht dabei. Ihre Augen musterten Elenas Erscheinung, dann schnaubte sie.
„Diese Halskette, die du trägst ... Sie ist von einem legendären Designer, nicht wahr?“, Isabella bedachte sie mit einem herablassenden Blick. „Ach, aber warte mal. Ich bezweifle, dass du dir das Original leisten kannst. Das muss wohl eine Fälschung sein, richtig?“
Einige der Gäste wurden auf ihre Auseinandersetzung aufmerksam und begannen im Hintergrund zu flüstern.
Elena lächelte weiter, obwohl sie der Frau am liebsten den Mund verboten hätte.
„Zügeln Sie Ihre Zunge, Lady Isabella. Diese Kette ist ganz eindeutig echt!“
Isabella lachte leise, trat dann mit einem hinterlistigen Blick näher.
„Tatsächlich? Nun, dann wollen wir doch mal sehen, ob dein Kleid nicht vielleicht auch eine Fälschung ist“, sagte sie, bevor sie plötzlich nach Elenas Kleid griff, um es herunterzureißen.
Elena wich reflexartig zurück, doch bevor Isabella weiter ziehen konnte, packte eine große Hand fest ihr Handgelenk.
„Fräulein Isabella Monroe, Sie scheinen mir ein wenig zu weit zu gehen.“
Die tiefe, kalte Stimme ließ Isabella augenblicklich erstarren. Sie drehte den Kopf, und ihre Augen weiteten sich, als sie den Mann sah, der sie soeben aufgehalten hatte.
Nathaniel Drake Sebastian.
Im Raum wurde es schlagartig mucksstill. Alle Augen waren auf den Mann im schwarzen Anzug gerichtet, der eine einflößende Aura ausstrahlte.
Auch Elena war überrascht. Sie hätte nicht gedacht, dass der Mann, mit dem sie vorhin zusammengestoßen war, hier auftauchen und Isabella Einhalt gebieten würde.
„He—Herr Nathan?“, stammelte Isabella.
Nathaniel würdigte sie eines kalten Blickes, ehe er seine Hand von ihrem Handgelenk löste. „Ich schätze keine Frauen, die sich in der Öffentlichkeit wie kleine Kinder aufführen – erst recht nicht, wenn sie versuchen, andere auf so billige Weise zu demütigen.“
Isabella schluckte schwer. „Ich ... ich habe doch nur Spaß gemacht, Herr Nathaniel.“
„Spaß?“, Nathaniel zog eine Augenbraue hoch und sah dann zu Elena, die immer noch reglos daschätzte.
Isabella versuchte zu lächeln, doch ihr Gesicht war merklich blass geworden.
Dann wandte Nathan seinen Blick Elena zu.
„Und was Sie angeht“, sagte er in einem beiläufigeren Tonfall, „scheint es, als hätten wir unsere Angelegenheit noch nicht erledigt, nicht wahr?“
Elena runzelte die Stirn. „Wie bitte?“
Nathaniel lächelte leicht und deutete dann auf seinen weinfleckigen Anzug.
„Ah“, wurde es Elena schließlich klar.
Isabella, die sich immer noch in ihrer Nähe befand, sah den Fleck ebenfalls und kicherte. „Aha, sie hat also Ihren Anzug ruiniert? Herr Nathan, Sie sollten ihr eine Strafe auferlegen.“
Nathaniel antwortete nicht. Er hielt seinen Blick fest auf Elena gerichtet und wartete auf eine Antwort.
Elena seufzte und sah den Mann an. „Gut. Ich werde Ihnen Ihren Anzug ersetzen.“
Nathaniel blickte sie mit einem interessierten Ausdruck an. „Womit ersetzen? Mit Geld?“
Elena lachte leise. „Ich habe einen befreundeten Designer. Ich kann dafür sorgen, dass er Ihnen einen neuen Anzug schneidert. Ganz sicher einen Anzug, der viel besser ist als der, den Sie tragen, Mein Herr!“ Wie konnte Elena es nur wagen, so zu sprechen.
Nathaniel schwieg für einen Moment, dann lachte er leise.
„Ich mag selbstbewusste Frauen“, sagte er und reichte ihr seine Visitenkarte.
„Melden Sie sich innerhalb von drei Tagen bei mir. Ich werde Sie beim Wort nehmen.“
Elena starrte die Karte an, bevor sie sie entgegennahm.
Isabella starrte die beiden mit zusammengebissenen Zähnen an. Das gefiel ihr ganz und gar nicht.
Elena blickte Nathaniel ruhig an. „Abgemacht. Ich werde mein Versprechen halten.“
Nathaniel nickte. Dann ging er von dannen und verließ die Gesellschaft.
Elena sah auf die Karte in ihrer Hand und lächelte ein wenig.
„Er ist also der mächtigste Geschäftsmann ... Meine Güte ...“, sagte Elena zu sich selbst.
Kapitel 60„Warum sind die Überwachungskameras plötzlich ausgefallen?!“, Elenas Stimme hallte durch das stille Lehrerzimmer.Ein IT-Mitarbeiter der Schule blickte nervös zu Boden. „Ich weiß es auch nicht, Frau Elena. Heute Morgen hat noch alles ganz normal funktioniert. Aber heute Nachmittag war das Material vom Schultor plötzlich nicht mehr lesbar. Es scheint ein Systemfehler zu sein.“„Ein Systemfehler?“, Elena seufzte frustriert. „Die einzige Spur dazu, wer mein Kind mitgenommen hat, ist also weg?“Alvas Lehrerin versuchte Elena zu beruhigen: „Es tut uns wirklich aufrichtig leid, Frau Elena. Aber wir dachten, der Mann sei von Ihnen geschickt worden, um Alva abzuholen.“„Vergessen Sie das!“, schnauzte Elena sie an, während ihre Augen rot anzulaufen begannen. „Tun Sie das nie wieder! Ich bin sicher, dass das eine Entführung ist! EINE ENTFÜHRUNG!“Mit blassem Gesicht rannte Elena aus dem Lehrerzimmer. Ihre Hände zitterten, als sie ihr Handy aus der Tasche zog. Elena wählte sofort Tama
Kapitel 59Elenas Auto bahnte sich langsam seinen Weg durch den Abendverkehr. Ein klassisches Lied erklang leise aus den Autolautsprechern und beruhigte ihren Verstand, während sie sich Alvas Gesicht vorstellte. Heute hatte Elena versprochen, ihren Sohn persönlich abzuholen – etwas, das sie in letzter Zeit wegen ihres vollen Terminkalenders in der Boutique nur noch selten tat.„Alva wird sich so freuen, von mir abgeholt zu werden“, flüsterte Elena mit einem Lächeln.Elena warf einen Blick auf die Uhr auf dem Armaturenbrett. Es verblieben noch zehn Minuten, bis die Schulglocke läutete. Elena beschleunigte das Auto leicht und versuchte, nicht zu spät zu kommen.Plötzlich überquerte von der Seite des Bürgersteigs eine alte Frau mit Plastikeinkaufstüten die Straße, ohne nach links oder rechts zu schauen. Elena trat reflexartig voll auf die Bremse.Quieeetsch!Das Auto kam nur wenige Zentimeter vor dem Körper der alten Frau zum Stehen.„Um Himmels willen!“, Elena öffnete die Tür und stieg
Kapitel 58Isabella warf ihre Sonnenbrille auf den Boden des Zimmers, woraufhin das Glas zersprang. Ihr Atem ging unregelmäßig, ihr Gesicht war rot vor Zorn, der noch immer nicht verflogen war.„Wie kann Damian es wagen, mich zu ohrfeigen! Noch dazu vor dieser Schlampe!“, murmelte sie durch zusammengebissene Zähne.Sie ging im Zimmer auf und ab und zerzauste ihr halb fertig gestyltes Haar. Scham, Zorn und Verletztheit vermischten sich in ihrer Brust. Damians Stimme hallte in ihrem Kopf nach, wie er sie verteidigt hatte ... aber nicht für sie. Für Elena.„Er zieht diese Frau vor ... nur weil Elena den Lancaster-Erben geboren hat?!“Isabella hielt die Tränen zurück, die aufzusteigen drohten, als ihr Blick plötzlich auf den Bildschirm ihres Handys auf dem Tisch fiel. Sie hob es rasch auf, öffnete die Kontakte und drückte auf einen Namen, den sie schon lange nicht mehr angerufen hatte.Die Verbindung stand.„Ja?“, antwortete die schwere Stimme am anderen Ende.„Ich habe einen Auftrag für
Kapitel 57„Nathan, bist du vorhin nicht nach Hause gefahren?“, fragte Elena leise, immer noch in den Armen des Mannes. Ihre Stimme war kaum hörbar, geborgen zwischen den Schlägen eines Herzens, das viel zu schnell schlug.Nathan seufzte, löste langsam seine Umarmung und sah Elena sanft an. „Doch. Aber du hast dein Handy in meinem Auto vergessen“, sagte er und deutete auf das Mobiltelefon, das Elena auf dem Beifahrersitz liegen gelassen hatte. „Und irgendwie hatte ich kein gutes Gefühl.“Elena nickte leicht und griff dann mit zitternden Händen nach ihrem Handy. „Ich danke dir.“Sie sahen sich an. Ein Augenblick fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Die Zeit fror ein.Nathan saß neben ihr und hielt immer noch Abstand. Doch da war etwas in der Luft, das immer dichter wurde – Anspannung, unerträgliche Emotionen und Gefühle, die sie so lange verschwiegen hatten.„Elena ...“, rief Nathan mit tiefer Stimme, fast ein Flüstern. „Weißt du was? Ich kann einfach nicht aufhören, an dich zu denken.“E
Kapitel 56Der Himmel verdunkelte sich bereits, als die Uhr sieben Uhr abends schlug. Die Lichter der Stadt gingen langsam an, und die kühle Nachtluft kroch durch die Fensterspalten herein. Elena hatte gerade Alva gefüttert, während Delya geschäftig mit einem Spielzeug auf dem Boden spielte. Die Türbell klingelte.Elena runzelte die Stirn; sie erwartete um diese Zeit der Nacht keinen Besuch mehr. Sie ging schnell zur Tür und öffnete sie. Nathans Gestalt stand dort – ordentlich, schneidig in einem dunklen Anzug, der seinen Körper perfekt umrahmte.„Hallo“, begrüßte Nathan sie mit jenem charakteristischen Lächeln, das es irgendwie immer schaffte, Elenas Herz schneller schlagen zu lassen.„Nathan?“, Elena war ein wenig überrascht. „Was ist los? Du hast gar nicht gesagt, dass du vorbeikommst.“Nathan hob eine kleine Schachtel hinter seinem Rücken hervor – zusammen mit einem Strauß Lilien und weißer Rosen.„Ich wollte dich zum Abendessen ausführen“, sagte er hoffnungsvoll. „Ich habe bereit
Kapitel 55Elena schwieg noch immer. Ihr Gesicht war tiefrot angelaufen – nicht nur von dem Kuss auf ihre Lippen, sondern auch von dem darauffolgenden Kuss, den Nathan soeben auf ihren Hals gesetzt hatte; heiß, tief und überraschend.„Aahh ...“, der Seufzer entfloh ihren Lippen und entlockte Nathan ein leises Lächeln. Es war das Lächeln eines Mannes, der genau wusste, dass er etwas berührt hatte, das sich nicht mehr leugnen ließ.„Elena“, Nathans Stimme klang heiser, fast wie ein Flüstern. „Ich habe dir ein Liebesmal am Hals hinterlassen. Du gehörst mir, Elena.“Elena drehte rasch den Kopf herum, ihre Augen weiteten sich leicht. „Nathan ...“„Du musst jetzt nicht antworten“, sagte Nathan sanft. „Aber sag mir nicht, dass du es nicht fühlst.“In Elenas Körper stieg eine plötzliche Hitze auf. Ihr Herz schlug so schnell, und ihre Gedanken gerieten völlig in Aufruhr. Die eine Hälfte von ihr wollte erwidern, wollte Nathans Gesicht berühren und mit ihren Lippen seinen Hals nachfahren.Doch E







