로그인„Werft sie in den Käfig.“
Hailey keuchte auf, als große Hände sie packten. Sie schrie und wand sich, versuchte sich loszuwinden.
„Lasst mich los!“
Doch ein tiefes, furchterregendes Knurren des Anführers ließ sie erstarren.
Sie wurde in den Käfig geworfen und schlug hart auf dem Käfigboden auf.
„Ihr verdammten Arschlöcher, lasst mich hier raus!“, fluchte sie.
Die Bewegung des Käfigs machte ihr klar, dass es keinen Ausweg gab.
„Scheiße! Ich werde mich nie finden, wenn ich als Gefangene eingesperrt bin“, murmelte sie und lehnte den Rücken gegen die Käfigwand.
„Hailey...“
Sie hörte eine Stimme, die sie niemals verwechseln würde, selbst im Schlaf nicht. Ihre Augen huschten in die Ecke des Käfigs.
„Riley?“, rief sie.
Riley kroch weinend nach vorn, Tränen liefen über ihre Wangen. Sie sah verängstigt aus. Hailey zog sie sofort in eine zitternde Umarmung.
„Was machst du hier?“, fragte Hailey und löste die Umarmung.
Riley schluchzte. „Grandma war bei einer Freundin zu Besuch und ich war allein im Haus, als diese Männer kamen.“ Sie schniefte. „Sie haben mich bei einem Namen genannt und gesagt, sie würden mich zum Alpha zurückbringen.“
Hailey biss sich auf die Unterlippe, während tiefe Verwirrung sie erfasste. „Alpha? Welchen Namen haben sie dich genannt?“
„Ravina!“, antwortete Riley.
„Ravina? Wer ist das?“
Haileys Fragen blieben unbeantwortet, als der Käfig geöffnet wurde.
Beide wurden aus dem Käfig gezerrt und jeweils von einem Wächter festgehalten.
„Bringt sie zum Alpha“, befahl der Anführer und ging auf das riesige, uralte Steingebäude zu.
Die Mädchen hatten kaum Zeit, sich umzusehen, als sie in einen dunklen Korridor gezogen wurden. Ihre Herzen pochten, als sie eine Reihe massiver Türen erreichten.
Die Türen wurden geöffnet und gaben einen großen Saal frei, der von zahlreichen Kerzen und Fackeln erleuchtet war. An den Wänden befanden sich Schnitzereien von Wölfen, die den Vollmond anheulten.
In der Mitte des Raumes saß ein Mann auf einem Thron.
Alpha Kieran vom Blood Moon Pack.
Groß, breite Schultern, markantes Kinn und dunkles Haar, das in seine intensiven silbernen Augen fiel. Sein Blick traf Hailey und er spürte, wie sich etwas in ihm verschob.
Sein Atem stockte, seine Brust hob und senkte sich schneller als normal, und in seinem Inneren regte sich sein Wolf und erkannte die Person vor ihm an.
„Mein!“, behauptete Kieran, die Worte entkamen ihm unbewusst. Alle im Saal starrten ihn ungläubig an – außer Hailey und Riley, die auf den Knien saßen, nervös um sich blickten und nicht verstanden, was vor sich ging.
„Alpha...“, rief Darren, der Anführer. „Hast du gerade gesagt...“
Kieran ignorierte ihn und atmete scharf aus. „Wer ist sie?“, fragte er, den Blick weiter auf Hailey gerichtet.
„Sie kommt aus der Menschenwelt und hat sich mit uns durch die Barriere geschlichen“, erklärte Darren.
„Sie ist ein Mensch“, murmelte Kieran.
Sein Blick wanderte zu Riley und er keuchte auf. Er stand vom Thron auf und umklammerte die Armlehne.
„Ravina!“, rief er.
Riley rückte näher an Hailey heran und zitterte leicht.
„Ihr Name ist Riley, nicht Ravina“, sagte Hailey.
Dass Hailey sprach, ließ Kieran erkennen, dass er keine Bindung zu der Person spürte, die er Ravina genannt hatte.
„Wer ist sie?“, fragte er Darren, das Kinn angespannt, während er sich wieder setzte.
Darren blinzelte verwirrt. „Deine Gefährtin, Alpha. Luna Ravina.“
Hailey runzelte die Stirn. „Ravina, Gefährtin, Alpha? Was zur Hölle reden diese Leute da?“, dachte sie.
Kieran, Darren und die anwesenden Wächter drehten sich zu ihr um – sie hatten ihre Gedanken gehört.
Kieran runzelte tief die Stirn und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Riley. „Sie ist es nicht.“
„Was?“, keuchte Darren. „Aber sie sieht ihr genau gleich.“
„Genau“, schnappte Kieran. „Sie sieht ihr ähnlich und das macht mich wahnsinnig.“ Er knurrte.
„Was spielt die Mondgöttin da für ein Spiel?“
„Warum hat sie einen Menschen erschaffen, der aussieht wie meine Gefährtin?“
„Warum spüre ich eine Bindung zu einem gewöhnlichen Menschen, obwohl meine Gefährtin noch lebt?“
„Warum? Warum? Warum?“
So viele Fragen explodierten in seinem Kopf. Diese Fragen vernebelten seinen Verstand so sehr, dass er dem Drang nicht widerstehen konnte zu heulen – mächtig und befehlend.
Hailey und Riley fielen auf den Hintern, als der Laut aus seinem Mund drang. Er erschütterte das ganze Gebäude, doch niemand wurde davon beeinträchtigt – außer Riley und Hailey, die sich die Ohren zuhielten und wie sterbende Kakerlaken zitterten.
„Bringt sie weg“, befahl Kieran.
„Bringt sie in die Gästequartiere. Niemand rührt sie an, es sei denn, ich sage es.“
~~~~~~~~~
Stunden später war das ganze Rudel voller Gerüchte. Die Nachricht von der neuen Gefährtin ihres Alphas verbreitete sich wie ein Lauffeuer.
Die Ältesten versammelten sich im Ratsaal und Kieran stand vor ihnen, die Arme verschränkt. Seine Miene war undurchdringlich.
„Alpha, die Bindung kann nicht falsch sein“, sagte einer der Ältesten.
„Da du die Bindung gespürt hast, bedeutet das, dass die Mondgöttin selbst sie auserwählt hat“, warf ein anderer ein.
„Aber es ist noch nie gehört worden, dass ein Mensch das Mal eines Alphas trägt“, sagte ein weiterer Ältester.
„Es ist noch nie vorgekommen, aber es ist kein Verbrechen“, sagte Elder Loyd. „Alpha, dieses Menschenmädchen muss dein Mal tragen.“
Kieran knurrte leise und fuhr sich mit den Händen durch die Haare. Sein Wolf kratzte von innen.
Sie war ein Mensch, schwach und zerbrechlich – doch warum knurrte sein Wolf so stark, wenn jemand sie erwähnte?
„Meine Gefährtin lebt noch“, sagte er entschieden.
„Aber ihr verlangt von mir, eine Frau aus der Menschenwelt als meine Gefährtin anzunehmen, nur weil die Mondgöttin uns verbunden hat.“ Seine Augen verdunkelten sich.
„Du hast die Bindung gespürt, Alpha. Die Mondgöttin hat dir eine zweite Chance-Gefährtin gegeben, da deine erste Gefährtin nicht zurückkehren will“, sagte Elder Loyd leise, und die anderen Ratsmitglieder nickten zustimmend.
Kieran seufzte.
Die Ältesten verneigten sich. „Es ist für dein Volk, Alpha. Das Rudel braucht einen Erben.“
*********
In der Gästekammer lief Hailey mit einer Hand am Kinn und der anderen unter ihrer Brust auf und ab.
Riley saß blass und nervös auf dem Bett.
„Ich verstehe nicht, was in dieser Welt vor sich geht, aber wir müssen hier raus“, murmelte Hailey.
„Es tut mir leid, Hailey. Es ist alles meine Schuld“, weinte Riley.
Hailey ging zu ihr.
„Es ist nicht deine Schuld, Mädchen, und du musst wirklich aufhören, so eine Heulsuse zu sein“, sagte Hailey und wischte ihre Tränen weg.
Die Tür öffnete sich und Elder Loyd trat mit zwei Wächtern ein.
„Seid gegrüßt, Luna“, sagten die Wächter.
Hailey und Riley blinzelten überrascht.
„Hailey Marcus“, begann Elder Loyd, „du wurdest von der Göttin als die schicksalhafte Gefährtin unseres Alphas auserwählt. Eure Hochzeit wird in zwei Abenden stattfinden.“
Haileys Welt geriet ins Wanken, als sie die Nachricht hörte.
„Hochzeit? Was zur Hölle meinst du damit?“, schrie sie den Ältesten an.
„Genau wie ich gesagt habe. Du bist seine schicksalhafte Gefährtin, daher ist es richtig, wenn ihr beide heiratet“, sagte Elder Loyd.
„Ich werde ihn auf keinen Fall heiraten“, zischte sie. „Ich habe jemanden, den ich liebe.“
Jasons Gesicht blitzte in ihrem Kopf auf – sein warmer Blick und sein Lächeln. Auch wenn sie nicht mit ihm zusammen sein würde, musste es einen greifbaren Grund haben, und diese Hochzeit kam überhaupt nicht infrage. Sie liebte ihn und würde ihn nicht auf diese Weise verraten.
„Ich kann das nicht“, flüsterte sie, ihre Stimme brach. „Ich kann deinen Alpha nicht heiraten.“
Elder Loyds Blick wanderte zu Riley. „Wenn du dich weigerst, stirbt sie.“
Sofias Augen flatterten langsam auf, und sie war überrascht, mehrere durchdringende Blicke zu sehen, die auf sie herabschauten.„Aria… geht es dir gut? Du bist wach. Wie fühlst du dich?“ Sie hörte mehrere Stimmen durcheinander, die tief in ihren Kopf drangen.Sie hustete leicht, als sie versuchte, sich aufzurichten.„Aria, mein Schatz, bist du in Ordnung?“, fragte Luna Selene, deren Stimme vor Sorge triefte.„Ja, bin ich.“ Sie antwortete und hustete erneut.„Holt ihr Wasser“, wies Marek an und tätschelte ihr sanft den Rücken.„Hier.“ Luna Selene reichte ihr einen Becher Wasser, den sie sofort hinunterstürzte.„Onkel Marek, ich wusste nicht, dass du noch hier bist.“„Ich war es nicht, Liebes. Aber ich bin
„Ich finde es immer noch schwierig, mich an die Steinbauten in dieser Welt zu gewöhnen“, murmelte Sofia zu sich selbst und lächelte dann breit. „Aber auf der positiven Seite ist es so interessant, ein königliches Leben zu führen.“„Ich bin eine Prinzessin.“ Sie kicherte.Sie breitete die Arme ein wenig aus, genoss die kühle Brise und spazierte durch das Rudelgebiet.Mägde, Diener und Wachen huschten davon, sobald sie sie kommen sahen, um Schläge zu vermeiden. Diejenigen, die von ihren schrecklichen Taten nichts wussten, grüßten sie, erhielten jedoch keine Antwort.Sofia blieb auf ihrem Spaziergang stehen, als sie ein altes, rostiges Tor erblickte, das mit einer Kette verschlossen und mit dem Schild „Betreten verboten“ versehen war.Sie machte einen Schritt näher, dann noch einen, oh
Alpha Rydan machte einen Rundgang um das Rudelhaus und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden seiner Rudelmitglieder. Beta Warren folgte ihm zusammen mit einigen Wachen.Die Rudelmitglieder verbeugten sich lächelnd, sobald sie ihn sahen. Die kleinen Kinder liefen zu ihrem Alpha, um ihn zu umarmen. Er war ein wunderbarer Alpha, der seine Leute mit Liebe und Respekt behandelte.„Beta Warren“, rief er, und Warren trat vor und stellte sich neben ihn.„Du musst noch einmal in die Menschenwelt gehen und meine Tochter suchen.“, sagte er leise.„Mein Alpha, Prinzessin Aria ist nicht mehr in der Menschenwelt“, erwiderte Warren.„Ich weiß, aber ich bin mir sicher, dass du Informationen von Leuten bekommen kannst, die sie kannten. Du könntest herausfinden, wie sie in der Menschenwelt gelebt hat und warum sie gehen musste. Versuche auc
Hailey hatte gerade ihre Haare fertig gebürstet und wollte gehen, als es an der Tür klopfte. Bevor sie antworten konnte, öffnete sich die Tür und Kieran trat ein.Sie blinzelte überrascht. „Alpha Kieran?“Er schaute sich kurz im Raum um, dann begegnete er ihrem Blick. „Gehst du irgendwohin?“, fragte er.Sie nickte. „Ich treffe mich mit Riley.“„Ohh, als Luna hat man offenbar viel Freizeit.“„Ich wusste nicht, dass Luna zu sein bedeutet, dass ich rund um die Uhr beschäftigt sein muss. Würdest du es bevorzugen, wenn ich mit deinen Rudelmitgliedern streite?“, fragte sie. „Und überhaupt, was machst du hier?“Er zuckte nur mit den Schultern und trat weiter in den Raum. „Nein. Ich war nur … zufällig in der Nähe.“Sie zog eine Augenbraue hoch. „Du warst zufällig in der Nähe meines Zimmers?“Sein Kiefer zuckte leicht. „Ich wollte nachsehen, ob es dir gut geht.“Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen. „Mir geht es gut.“Es entstand eine kurze Stille, bevor er hinzufügte: „Ich habe gesehen,
Kieran stand am hohen Fenster in seinem Arbeitszimmer und starrte schweigend hinaus. Darren trat ein und schloss die Tür hinter sich.„Du hast dich mit der Seherin getroffen“, sagte Darren vorsichtig.Kieran antwortete nicht sofort.„Sie hat gesagt, ich werde die Bindung verlieren, wenn ich sie nicht innerhalb von dreißig Tagen markiere“, murmelte Kieran schließlich.Darren trat näher und legte eine Hand auf seine Schulter. „Ist das nicht genau das, was du wolltest? Du mochtest sie von Anfang an nicht … du hattest nie vor, sie zu markieren.“Kierans Kiefer spannte sich an, sein Blick blieb weiter auf den Wald draußen gerichtet.Darren fuhr fort: „Vielleicht ist es besser so, Kieran. Wenn sie sich mit Alpha Xem verbindet, wirst du sie vergessen und dich stärker auf die Suche nach Ms. Ravina konzentrieren können.“Kieran drehte sich zu ihm um, die Augen dunkel. „Warum stört mich das dann so sehr? Warum will ich sie nicht gehen lassen?“Darren schwieg. Er hatte keine Antwort.*********K
„Der Alpha des New-Moon-Rudels ist hier“, verkündete Darren mit leiser, respektvoller Stimme, als er sich Kieran näherte, der in einer ruhigen Ecke saß und in ein abgegriffenes, ledergebundenes Buch vertieft war.Kieran hob den Blick, seine Augen durchdringend, während er mit einem schlanken Finger die Stelle markierte. „Führe ihn in den Thronsaal. Ich komme gleich nach.“Darren nickte und wandte sich zum Gehen.--Kieran saß auf seinem Thron, die Finger auf der geschnitzten Armlehne ruhend.Alpha Xem neigte respektvoll den Kopf. „Vielen Dank, dass Ihr unserer Bitte nachgekommen seid, Alpha Kieran. Das New-Moon-Rudel steht in Eurer Schuld.“Kieran nickte leicht von seinem Thron aus, seine Miene undurchdringlich.Genau in diesem Moment knarrten die großen Türen
Die Nacht war kalt und ruhig, aber eine zehnjährige Prinzessin rannte so schnell, wie ihre Beine sie tragen konnten.Ihre silberne Nachtwäsche war zerrissen und mit Schlamm und Blut bedeckt. Ihr Körper war voller Schlamm, Blutergüsse und ihre winzigen bloßen Füße trommelten auf den feuchten Boden,
Ein Raunen ging durch die Menge, als diese Worte aus Haileys Mund entwichen.„Dann wirst du mich niemals markieren.“Der Älteste blickte zwischen ihrem Alpha und ihrer Luna hin und her. Einige von ihnen knurrten, andere starrten mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund vor Unglauben.Auch Rile
„Wenn du dich weigerst, stirbt sie.“Haileys Welt erstarrte, und es fühlte sich an, als würde ihr das Herz herausgerissen. Sie musste wählen, und bei jeder Wahl würde sie etwas verlieren.Sie blickte zu Riley, die nun von einem Wächter festgehalten wurde, ein Schwert an ihren Hals gedrückt.Sie spü
Hailey starrte an die Decke, ihre Augen hohl und müde. Sie hatte kein Auge zugetan. Das unheimliche Summen hallte immer noch in ihren Ohren wider, leise und geisterhaft.Aria – der Name verweilte in ihrem Unterbewusstsein. Es war nur ein Traum, hatte sie sich gesagt, aber er fühlte sich zu real an,







