LOGINIch erstarre auf dem weichen Teppich im dunklen Zimmer. Seine tiefe Stimme dringt aus der hintersten dunklen Ecke. Meine Augen suchen den Raum ab, doch dichte Schatten verbergen ihn. Die kalte Luft ist schwer und raubt mir den Atem. Eine kleine Messinglampe leuchtet mit einem scharfen Geräusch hell auf. Warmes, gelbes Licht erhellt den Raum in einem kurzen Blitz. Ein großer Mann sitzt schweigend in einem großen Ledersessel. Er ist älter als Mateo, mit grauen Schläfen. Er trägt einen eleganten Anzug aus feiner, dunkler Wolle. Seine kalten Augen fixieren mich mit klarem Blick.
Er hält ein Kristallglas mit einer tief bernsteinfarbenen Flüssigkeit in der Hand. Langsam nimmt er einen Schluck und lächelt über meine Angst. Mit zitternden Armen stemme ich mich vom Boden hoch. Meine nackten Füße frieren auf dem dicken Perserteppich. Ich ziehe meinen dünnen Seidenmantel eng um meine Brust. „Wer sind Sie und was wollen Sie von mir?“, flüstere ich schwach und gebrochen. Der ältere Mann stellt sein Glas auf einen Holztisch. Das schwere Kristallglas klirrt laut auf dem Holz. Er bewegt seinen massigen Körper und stützt seine großen Hände darauf ab.
Du bist wie ein kleiner Vogel, der in einen heftigen Sturm geraten ist. Er spricht mit einem starken Akzent, den ich nicht kenne. Mateo hat dich hierhergebracht, weil du etwas Schlimmes gesehen hast. Ich nicke langsam und ängstlich zustimmend. Ich bin sein Vater und das Oberhaupt dieser Familie. Mein Herz sackt mir in die Hose wie ein Stein. Dieser Mann ist der Boss des ganzen Syndikats. Er ist der gefährlichste Mann in dieser Großstadt. Er deutet auf ein kleines Sofa neben sich. Setz dich, bevor du vor Schreck zusammenbrichst.
Ich gehe langsam auf den weichen Samtsofa zu. Ich hocke mich auf die scharfe Kante wie ein verängstigtes Beutetier. Der alte Boss mustert mich mit einem finsteren, berechnenden Blick. Du siehst aus wie ein verlorenes Kind in dieser hässlichen Welt. Er schenkt sich einen weiteren Drink aus einer Kristallflasche neben sich ein. Mein Sohn bringt keine fremden Frauen mit ins Haus. Er lässt nichts unversucht, wenn er seine Arbeit erledigt. Ich schlucke schwer und starre auf meine nackten Knie. Ich schwöre, ich werde kein Wort zur Polizei sagen. Die Worte sprudeln aus mir heraus.
Ich will nach Hause und diese schreckliche Nacht vergessen. Der Boss stößt ein lautes, tiefes Lachen aus. Der schrille Laut hallt von den dicken Holzwänden des Zimmers wider. Du kannst nicht einfach so davonkommen, was du heute Abend hier gesehen hast. Unsere Geheimnisse werden mit Blut und absolutem Schweigen bezahlt. Er erhebt sich von seinem großen, weichen Ledersessel. Langsam und schwerfällig kommt er auf mich zu. Ich drücke meinen kalten Rücken in die weichen Samtkissen. Er bleibt direkt vor meiner kleinen, zusammenzuschrumpfenden Gestalt stehen. Du gehörst heute zur Familie, ob du willst oder nicht.
Er streckt die Hand aus und packt mein Kinn fest. Seine Berührung ist kalt und rau auf meiner warmen Haut. „Wenn du vor uns wegläufst, brechen wir dir die Beine. Wenn du mit der Polizei sprichst, bringen wir dich um.“ Ich schließe die Augen und lasse eine einzelne Träne rollen. Sie fällt auf meine Wange und berührt seinen Daumen. Er lässt mein Gesicht los und geht auf den großen Schreibtisch zu. „Mateo wird vor Tagesanbruch entscheiden, was mit dir geschieht. Bis dahin bleibst du hier unter Bewachung. Versuch nicht zu fliehen, sonst wird es schlimm.“
Der Boss dreht mir den Rücken zu und geht. Er geht zu einem großen Holzschreibtisch auf der anderen Seite des Raumes. Wortlos setzt er sich auf einen neuen Stuhl. Vor Angst ziehe ich die Knie an die Brust. Die Stille in dem riesigen Raum ist erdrückend. Ich suche nach einem Ausweg aus dem Gefängnis. Die großen Fenster sind mit dicken Eisengittern fest verschlossen. Die schwere Tür ist fest verschlossen und von außen bewacht. Ich bin wie ein Vogel in einem massiven Stahlkäfig. Ich lege meinen müden Kopf auf meine kalten, nackten Knie.
Die Stunden vergehen langsam und schmerzhaft in einem dunklen Nebel. Der alte Boss liest Papiere und tippt auf einem Computer. Er bietet mir weder Essen noch eine warme Decke an. Mein Magen knurrt vor Hunger, doch ich schweige. Ich will seine harte Aufmerksamkeit nicht noch einmal auf mich ziehen. Die große Standuhr in der Ecke schlägt dreimal. Der laute Klang lässt mich von meinem weichen Sitz aufschrecken. Ich frage mich, ob mich meine Freunde im Club vermissen. Sie müssen denken, ich sei in eine neue Großstadt geflohen. Ich wünschte, ich wäre im Hauptraum des Clubs geblieben.
Meine schweren Augenlider werden vor Erschöpfung schwer. Ich kämpfe gegen den starken Drang an, die müden Augen zu schließen. Ich kann nicht in einem Zimmer mit einem Mafia-Boss schlafen. Ich kneife mich in den Arm, um wach und aufmerksam zu bleiben. Das leise Geräusch der sich drehenden Türklinke weckt mich. Ich hebe meinen schweren Kopf und starre auf den Eingang. Die schwere Eichentür schwingt mit einem leisen Knarren auf. Mateo betritt den Raum mit finsteren, wütenden Augen. Seine elegante schwarze Jacke ist von seinen breiten Schultern verschwunden. An seinem weißen Hemdkragen klebt frisches rotes Blut.
Er bleibt mitten im großen, offenen Raum stehen. Sein Blick ist voller Hass. „Warum ist sie so spät noch bei dir?“, fragt er mit tiefer, rauer Stimme, die ein bedrohliches Knurren erzeugt. Der alte Boss hebt den Blick von seinem Schreibtisch. „Ich habe auf dein neues kleines Haustier aufgepasst.“ Mateo ballt wütend die Fäuste. „Sie ist kein Spielzeug.“ Mit finsterem Blick wendet er sich mir zu. Er zielt mit seiner silbernen Pistole.
Die Tür knallt mit einem lauten Knall gegen die Wand. Ein maskierter Mann steht da, eine schwarze Pistole fest in beiden Händen. Ohne zu zögern zielt er auf Mateo. Ich schreie auf und hechte hinter das schwere Bettgestell. Mein Herz rast, es schmerzt in der Brust. Ich presse die Hände über die Ohren, um das Geräusch auszublenden, das ich kommen sehe. Mateo gerät nicht in Panik. Blitzschnell bewegt er sich. Er schnappt sich die schwere Lampe vom Nachttisch und wirft sie.Die Lampe trifft den maskierten Mann mitten ins Gesicht. Ein Schuss löst sich, doch die Kugel fliegt hoch und schlägt in die Decke ein. Gipsstaub rieselt wie weißer Schnee auf das Bett. Mateo stürzt sich vorwärts und reißt den Mann zu Boden. Sie rollen über den Teppich, ein Knäuel aus Gliedmaßen und wütenden Stöhnen. Ich spähe über die Bettkante. Meine Lungen brennen, während ich versuche, die Luft anzuhalten. Der Mann tritt Mateo in die Rippen, doch dieser lässt nicht locker. Er packt das Handgelenk des Eindringlings
Ich erstarre, als mir die Mappe aus den kalten Fingern gleitet. Die Blätter verstreuen sich wie gefallene Blätter auf dem dunklen Boden. Mateo steht im Türrahmen, Wasser tropft von seinem dunklen Haar. Sein Blick ruht auf meinem blassen Gesicht. Er rührt sich nicht, um sein Geheimnis zu verbergen. Er bietet keine Ausrede für die Stalker-Fotos. Er beobachtet mich nur mit seinen durchdringenden, wissenden Augen. Ich versuche, etwas zu sagen, doch die Angst raubt mir die Worte. „Du hast mich monatelang beobachtet?“, flüstere ich leise und schwach in dem großen Raum.Mateo betritt den Raum mit langsamer, bedächtiger Anmut. Er bewegt sich wie eine Katze, die eine in die Enge getriebene Maus verfolgt. Er bleibt bei den verstreuten Akten auf dem Boden stehen. Er bückt sich nicht, um sie aufzuheben. Stattdessen sieht er mich an. „Ich musste jedes Detail über dich wissen, bevor ich umgezogen bin.“ Er spricht mit einer ruhigen, gleichmäßigen Stimme, die mich mehr erschreckt als ein Schrei. Mein
Die silberne Pistole in seiner Hand ist direkt auf den alten Mann gerichtet. Mir stockt der Atem in meiner trockenen Kehle. Ich presse meinen nackten Rücken tief in die Samtkissen des Sofas. Ich warte darauf, dass der laute Knall eines Schusses den Raum erfüllt. Der Boss blinzelt nicht einmal mit seinen dunklen Augen. Er lächelt seinen wütenden Sohn mit einem dünnen, grausamen Lächeln an. „Du hast nicht den Mut, in diesem Haus auf dein eigenes Blut zu schießen“, spricht der alte Mann mit ruhiger, eiskalter Stimme. Mateo hält die Pistole mit festem, eiskaltem Griff hoch erhoben.Er blinzelt nicht und zittert nicht unter dem stechenden Blick seines bösartigen Vaters. „Ich werde abdrücken, wenn du sie jemals wieder anrührst.“ Die tiefe Stimme des jungen Unterbosses bebt vor Wut. „Sie gehört mir und nur mir.“ Der alte Mann kichert leise in seiner breiten Brust und winkt lässig mit der Hand. „Nimm deine zerbrechliche Beute und verschwinde aus meinem Blickfeld.“ Mateo senkt die Waffe in ein
Ich erstarre auf dem weichen Teppich im dunklen Zimmer. Seine tiefe Stimme dringt aus der hintersten dunklen Ecke. Meine Augen suchen den Raum ab, doch dichte Schatten verbergen ihn. Die kalte Luft ist schwer und raubt mir den Atem. Eine kleine Messinglampe leuchtet mit einem scharfen Geräusch hell auf. Warmes, gelbes Licht erhellt den Raum in einem kurzen Blitz. Ein großer Mann sitzt schweigend in einem großen Ledersessel. Er ist älter als Mateo, mit grauen Schläfen. Er trägt einen eleganten Anzug aus feiner, dunkler Wolle. Seine kalten Augen fixieren mich mit klarem Blick.Er hält ein Kristallglas mit einer tief bernsteinfarbenen Flüssigkeit in der Hand. Langsam nimmt er einen Schluck und lächelt über meine Angst. Mit zitternden Armen stemme ich mich vom Boden hoch. Meine nackten Füße frieren auf dem dicken Perserteppich. Ich ziehe meinen dünnen Seidenmantel eng um meine Brust. „Wer sind Sie und was wollen Sie von mir?“, flüstere ich schwach und gebrochen. Der ältere Mann stellt sei
Das heiße Metall der Pistole drückt sich tief in meine weiche Haut an der Taille. Ich erstarre und halte den Atem an. Mateo starrt mich mit seinen kalten, leeren Augen an. Er beugt sich näher, bis seine Lippen meine Ohrmuschel streifen. Sein Atem ist warm und duftet nach teurer Minze. Er befiehlt mir, den Mund zu halten und mich umzudrehen. Mein Körper zittert, doch ich gehorche seinem leisen Befehl. Ich drehe ihm den Rücken zu. Er packt meinen Oberarm fest. Seine Finger graben sich erbarmungslos in meine nackte Haut.Er schiebt mich vorwärts zu einer versteckten Tür in der Rückwand des Raumes. Ich stolpere auf meinen nackten Füßen, doch er hält mich fest. Der dicke rote Teppich dämpft unsere schnellen Schritte. Wir gehen durch den dunklen, engen Geheimgang. Die Luft hier drin riecht nach dickem Staub und altem Holz. Mein Kopf rattert mit wilden Gedanken an eine plötzliche Flucht. Ich suche nach einer kleinen Waffe oder einem offenen Ausgang. Da ist nichts als glatte, graue Steinwände
Der wuchtige Bass der Musik lässt den Boden unter meinen hohen Absätzen erzittern. Ich umklammere die kühle Metallstange und drehe mich um, um in den überfüllten Raum zu blicken. Schweiß rinnt mir den Nacken hinunter, während ich mir ein gequältes Lächeln aufzwinge. Die Luft im Club riecht nach billigem Parfüm und verschüttetem Whiskey. Ich hasse diesen Ort. Ich hasse ihn. Das Geld, das ich mir heute Abend in die Stiefel gestopft habe, wird meine Miete für den nächsten Monat bezahlen. Nur noch eine Woche. Das sage ich mir jeden Abend. Noch eine Woche hier, und ich werde die Stadt weit hinter mir lassen.Das letzte Lied verklingt. Die Deckenleuchten blinken in hellen Neonpink- und Blautönen. Ich steige von der kleinen Bühne und greife nach meinem Seidenmorgenmantel auf dem Samtstuhl. Ich wickle den weichen Stoff eng um meinen Körper. Die Männer in der ersten Reihe rufen meinen Künstlernamen über den Lärm hinweg. Ich ignoriere sie und gehe weiter in Richtung des hinteren Flurs. Meine Fü







