LOGINRiley
Die Hitze seines Körpers war erdrückend. Ich konnte nicht atmen, nicht denken, nichts tun, außer sein erdrückendes Gewicht zu spüren, das mich gegen die Backsteinmauer presste.
Sein Gesicht war so tief in meinem Hals vergraben, dass seine Nase meinen Pulspunkt berührte und ein elektrisierender Schauer meinen Rücken hinunterfuhr.
Ich versuchte, seine Schultern wegzuschieben, aber es war, als wollte ich einen Stein bewegen. „Hey, lass mich los!“, presste ich hervor, meine Hände krallten sich in das Leder seiner Jacke. „Lass mich los!“
Er antwortete nicht. Er stieß nur ein tiefes, vibrierendes Knurren aus, das direkt auf meiner Haut schepperte. Seine Hüften bewegten sich, drängten sich immer näher an mich heran, und dann spürte ich es.
Eine harte, schwere Kante drückte gegen meinen Oberschenkel. Mein Herz setzte einen Schlag aus, mein Verstand schrie mir zu, dass dies gefährlich war, dass die Situation völlig außer Kontrolle geriet.
Er bewegte sich erneut und rieb seinen harten Penis absichtlich durch unsere Jeans hindurch an meinem, der sich schnell versteifte.
Ein weiteres leises, atemloses Stöhnen entfuhr mir, bevor ich es unterdrücken konnte.
Das Geräusch schien ihn völlig außer sich zu bringen. Sein Griff um meine Arme verstärkte sich, bis es fast blaue Flecken gab, sein Atem brannte heiß an meiner Kehle, als er meinen Duft einatmete.
Die absolute Demütigung über die Reaktion meines eigenen Körpers traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Mein Körper verriet mich.
Meine Omega-Eigenschaften griffen nach seiner Alpha-Präsenz, und die pure, urtümliche Angst vor Kontrollverlust verwandelte sich in eine Welle purer, explosiver Wut.
„Ich sagte, lass mich los!“, schrie ich und setzte meine letzten Kräfte ein. Ich riss mein Knie hoch, zielte direkt auf seine Körpermitte und presste gleichzeitig meine Handflächen gegen seinen Kiefer.
Die plötzliche, heftige Bewegung überraschte ihn. Sein Griff löste sich, seine Stiefel rutschten auf dem Parkettboden zurück, als er von mir taumelte.
Seine Augen waren noch immer völlig ausgetrocknet, die typischen bernsteinfarbenen Ringe pulsierten um seine Pupillen, er wirkte völlig benommen und wild.
Ich wartete nicht, bis er sich erholt hatte. Ich schnappte mir meine schlammige Reisetasche vom Boden, drehte mich um und rannte den kurzen Flur entlang.
Ich stürzte mich in das erste Schlafzimmer, das ich sah, und knallte die schwere Holztür hinter mir zu. Ich verriegelte den Riegel, klickte im Schloss ein und zog dann einen schweren Schreibtisch über den Boden, um ihn fest unter den Türknauf zu klemmen.
Meine Brust hob und senkte sich heftig, als ich an der Tür entlangrutschte und mein Gesicht in den Knien vergrub. Ich zitterte so stark, dass ich meine Zähne klappern hörte.
„Dumm, dumm, dumm“, flüsterte ich mit brüchiger Stimme in dem stillen Raum.
Ich blieb stundenlang dort, zusammengerollt auf dem kalten Boden, und lauschte jedem einzelnen Geräusch draußen. Wenige Minuten später hörte ich ihn im Wohnzimmer auf und ab gehen, seine Schritte schwer und ungleichmäßig, bevor schließlich eine Tür am Ende des Flurs zuschlug. Danach herrschte absolute Stille in der Wohnung.
Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan. Ich starrte nur an die Decke, mir überdeutlich bewusst, dass Greenville genauso tückisch und widerlich war wie der Albtraum der High Society, den ich hinter mir gelassen hatte.
Ein Ort, an dem Omegas wie Objekte behandelt wurden, die Alphas befriedigen sollten. Ich war völlig auf mich allein gestellt.
Sobald die Sonne durch die Jalousien lugte, stand ich auf. Ich wollte auf keinen Fall in der Nähe dieser Wohnung sein, wenn er aufwachte.
Schnell schlüpfte ich in eine frische schwarze Hose, ein sauberes Seidenhemd und einen maßgeschneiderten Wollmantel. Ich nahm drei weitere Beruhigungsmittel, spülte sie mit Wasser aus dem Waschbecken hinunter und betrachtete vorsichtig mein Spiegelbild.
Die hochmütige, unnahbare Fassade war wieder perfekt.
Leise schob ich den Schreibtisch von der Tür weg und schlüpfte vor sechs Uhr morgens aus der Wohnung, flüchtete in die kühle Morgendämmerung.
Ich beschloss, Zuflucht in meiner ultimativen Komfortzone zu suchen: dem Studium. Zuhause war ich eine Einser-Schülerin. Ich kannte mich in Politik aus, ich konnte debattieren und ich wusste genau, wie man sich in einem Hörsaal bewegt. Es war der einzige Ort, an dem mein Verstand mehr zählte als mein Geschlecht.
Als es acht Uhr war, betrat ich den großen Hörsaal für mein fortgeschrittenes Politikseminar.
Der Raum war riesig, mit gestaffelten Tischreihen, die sich zu einem massiven Holzpult vorne hinabzogen. Er war bereits fast voll mit etwa achtzig Studenten, die sich angeregt unterhielten und tratschten.
Ich holte tief Luft, fest entschlossen, einfach in der Menge unterzutauchen, und ging die Stufen hinunter, um einen freien Platz in der Mitte zu finden.
Mein Blick fiel zufällig auf das Pult, und mein ganzer Körper erstarrte. Ich blieb wie angewurzelt auf der Treppe stehen.
Unmöglich. Absolut unmöglich.
Der Mann, der vorne im Raum stand und einen Stapel Papiere auf dem Pult ordnete, war das Ebenbild meines widerlichen Mitbewohners. Er hatte dieselben dunklen Haare, dieselbe markante Kinnpartie und dieselbe hochgewachsene, breitschultrige Statur.
Doch während ich ihn anstarrte, wich der anfängliche Schock tiefer Verwirrung. Wo der andere Kerl ungeschliffen, unordentlich und chaotisch war, war dieser Mann völlig anders.
Er trug einen perfekt sitzenden, anthrazitfarbenen Dreiteiler, faltenfrei. Sein dunkles Haar war akkurat gescheitelt und frisiert, und eine silberne Brille saß perfekt auf seinem Nasenrücken.
Er wirkte wie ein kultivierter, unheimlich eleganter Genius.
Er blickte nicht einmal von seinen Unterlagen auf, doch die absolute Macht, die von ihm ausging, war erdrückend. Seine Alpha-Pheromone waren schwer, beherrschten die Luft im Hörsaal und glichen denen seines Bruders. Der vertraute Duft überwältigte meine Sinne und ließ mir den Magen verkrampfen.
Ich nahm schnell in der dritten Reihe Platz und senkte den Kopf, als die Glocke läutete.
Er rückte seine Brille zurecht, sein kalter, durchdringender Blick musterte die Studenten. Innerhalb von Sekunden herrschte absolute Stille im Raum.
„Guten Morgen“, sagte er mit sanfter, eleganter Stimme, die jedoch jede menschliche Wärme vermissen ließ. „Bevor wir mit der heutigen Diskussion über internationale Handelspolitik beginnen, müssen wir ein eklatantes Verwaltungsversagen ansprechen.“
Er nahm eine weiße Mappe von seinem Schreibtisch und hielt sie zwischen zwei Fingern hoch, als wäre sie Müll.
„Es scheint, als hätten wir hier einen Neuling von einer Eliteuniversität, der glaubt, die Regeln der Bürokratie gälten nicht für ihn“, fuhr mein neuer Professor mit giftiger Stimme fort. „Ein gewisser Herr Riley Weston.“
Mir stockte der Atem. Alle Blicke im Hörsaal richteten sich sofort auf mich.
„Herr Weston“, sagte er und fixierte mich mit kaltem, räuberischem Blick. „Eine wichtige Akte zur Bewilligung von Studienbeihilfen Ihrer vorherigen Universität fehlte in den Anmeldeunterlagen. Aufgrund Ihrer groben Nachlässigkeit hat sich der gesamte Seminarablauf um eine Stunde verzögert, während die Verwaltung fieberhaft nach der Akte suchte.“
Ich spürte, wie mir das Blut in die Wangen schoss, eine Welle der Scham überkam mich. „Professor Klaus“, sagte ich mit angespannter Stimme und stand auf. Ich weigerte mich, das einfach hinzunehmen. „Ich hatte absolut nichts mit diesem Aktenfehler zu tun. Meine Anmeldung wurde gestern Nachmittag komplett von den Mitarbeitern der Wohnheimverwaltung in Greenville bearbeitet. Falls eine Akte verlegt wurde, war das deren Fehler, nicht meiner.“
Roman neigte den Kopf, ein kleines, boshaftes Grinsen umspielte seine Lippen. Meine Verteidigung schien ihn überhaupt nicht zu stören. Im Gegenteil, er wirkte, als genieße er sie.
„Ah, die klassische Verteidigungsstrategie eines privilegierten Stadtjungen“, sagte Roman, seine Stimme hallte laut durch das Mikrofon. „Sie schieben die Schuld auf die Arbeiterklasse, weil Sie sich einfach zu überlegen fühlen, um Ihre eigenen Unterlagen zu überprüfen. Sagen Sie mal, Mr. Weston, haben Sie etwa erwartet, dass wir Ihnen auch einen roten Teppich ausrollen? Dachten Sie, der prominente Name Ihrer Familie würde Sie von grundlegender Verantwortung befreien?“
Ein paar Studenten in der letzten Reihe kicherten leise. Ich ballte unter dem Tisch die Fäuste, mein Kiefer spannte sich so fest an, dass es schmerzte.
Er tat das mit Absicht. Er nutzte einen winzigen, dummen Bürokratiefehler, um meine Vergangenheit bis ins kleinste Detail zu zerpflücken und mich vor achtzig meiner neuen Kommilitonen öffentlich zu demütigen.
„Ich stelle lediglich die Fakten dar, Professor“, zischte ich und versuchte verzweifelt, meine Stimme ruhig zu halten.
„Die einzige Tatsache hier ist Ihre Inkompetenz“, sagte Roman kalt und knallte die Mappe mit einem dumpfen Geräusch zu Boden. „Setzen Sie sich, Mr. Weston. Und verschwenden Sie nicht noch mehr unserer wertvollen Zeit. Wir haben wirklich zu tun.“
Ich setzte mich wieder hin, meine Ohren klingelten, als die Vorlesung begann. Ich hörte in den nächsten anderthalb Stunden kein einziges Wort.
Ich starrte nur auf das Notizbuch vor mir, krallte meine Fingernägel in meine Handflächen, mein Geist völlig von einer rasenden, brennenden Wut verzehrt.
Ich war zwischen zwei identischen Versionen desselben Albtraums eingeklemmt. Die eine teilte meinen Wohnraum mit mir, die andere bestimmte meine gesamte akademische Zukunft.
Sobald die letzte Glocke läutete, begannen die Studenten, ihre Sachen zu packen und den Raum zu verlassen. Ich blieb auf meinem Platz sitzen und wartete, bis der Hörsaal völlig leer war.
Sobald der letzte Student gegangen war, schnappte ich mir meine Tasche und marschierte die Treppe hinunter zum Empfang.
Roman schob seelenruhig seinen Laptop in eine Lederaktentasche, völlig unbeeindruckt.
„Professor Klaus“, fuhr ich ihn an und knallte mit der Handfläche auf den Holztisch. „Wir müssen reden.“
Roman zuckte nicht einmal mit der Wimper. Langsam schloss er seine Aktentasche, verriegelte sie und richtete sich dann auf, sodass er mich, genau wie sein Bruder am Abend zuvor, überragte. Er blickte durch seine silberne Brille auf mich herab, sein Gesichtsausdruck völlig ausdruckslos.
„Ich glaube, ich habe in der Vorlesung alles gesagt, was gesagt werden musste, Mr. Weston“, murmelte er ruhig.
„Sie haben mich öffentlich bloßgestellt für etwas, das ich gar nicht getan habe!“, schrie ich, meine Wut kochte über. „Sie haben eine lächerliche verschwundene Akte benutzt, um mich vor der ganzen Klasse wie ein verzogenes Gör aussehen zu lassen. Warum? Ich kenne Sie doch gar nicht!“
„Sie müssen mich nicht kennen, um meine Regeln zu befolgen“, sagte Roman, beugte sich leicht vor und kniff die Augen zusammen. „Das ist mein Klassenzimmer. Wenn du dem Druck nicht standhältst, pack deine Sachen und geh zurück auf den teuren Spielplatz, von dem du gekrochen bist.“
„Ich gehe nirgendwo hin“, zischte ich und trat näher an den Schreibtisch. „Und ich verlange nächste Woche eine öffentliche Entschuldigung.“
Roman stieß ein leises, eisiges Lachen aus. „Eine Entschuldigung? Du bist wirklich realitätsfremd.“
Er griff nach dem Stapel Papier, den ich als Nachweis meiner Anmeldedaten mitgebracht hatte. Seine langen Finger umfassten den Rand.
Als er die Papiere zu sich zog, streiften seine bloßen Finger absichtlich die empfindliche Haut meines Handgelenks.
Ich keuchte auf und versuchte, meine Hand zurückzuziehen, aber er ließ nicht sofort los.
Romans Augen verdunkelten sich plötzlich, das kalte Blau wich einer völlig anderen Farbe. Er erstarrte, seine Nasenflügel bebten leicht, als er leise und scharf einatmete. Die Nähe war zu groß.
Meine ohnehin schon angespannten Hemmungen waren vom morgendlichen Panikrausch völlig außer Kraft gesetzt, und aus dieser Entfernung war die Barriere nutzlos.
Er nahm es sofort wahr. Den subtilen, süßen Duft meiner eisigen Minze und Winterrose.
Aber da war noch etwas.
Romans Blick fiel auf meine Kleidung, sein Kiefer verkrampfte sich, und seine Augen blitzten gefährlich dunkelbernsteinfarben auf. Er roch mich nicht nur.
Er roch die schwere, unverkennbare Spur des Duftes seines Zwillingsbruders, die sich über meinen Wollmantel und Kragen legte. Eine stumme, aggressive Herausforderung, die direkt aus dem Stoff zu flüstern schien.
„Na, na“, flüsterte Roman mit einer gefährlich tiefen Stimme, die mir einen heftigen Schauer über den Rücken jagte. „Es scheint, als hättest du dich meinem Bruder schon vorgestellt.“
Anmerkung der AutorinUnd einfach so … sind wir am Ende angekommen. 🥹❤️Ich glaube nicht, dass ich darauf vorbereitet war, wie emotional es sich anfühlen würde, diese Worte tatsächlich zu schreiben.Als ich diese Geschichte begonnen habe, hätte ich niemals gedacht, wie sehr ich mich an diese Charaktere binden würde oder wie viel Platz sie irgendwann in meinem Herzen einnehmen würden. Sie wurden zu mehr als nur Namen auf einer Seite. Ich habe so viel Zeit mit ihnen verbracht – über sie nachgedacht, sie geschrieben, mir Sorgen um sie gemacht, mit ihnen gelacht – und jetzt, wo ihre Geschichte zu Ende ist, fühlt es sich seltsam leer an, dort, wo sie vorher waren.Es gab Tage, an denen ich erschöpft war, an denen mir das Schreiben schwerfiel und ich mich gefragt habe, ob ich es wirklich bis zum Ende schaffen würde. Aber ich habe es geschafft. Und irgendwie fühlt sich der Abschied schwerer an, als das letzte Kapitel zu schreiben.An alle, die diese Geschichte gelesen, kommentiert, mich unte
RileyAls ich mich am Esstisch umsah, spürte ich ein tiefes, überwältigendes Gefühl von Frieden in meine Brust sinken.Ich war Roman und Rowan so dankbar, und für das unglaubliche, bedingungslose Glück, das sie mir jeden Tag schenkten.Es waren bereits zwei Monate seit der Graduierung vergangen und seit wir in unser neues Zuhause gezogen waren, aber alles fühlte sich immer noch wie ein wundervoller Traum an, aus dem ich niemals aufwachen wollte.Gerade saß ich mit meiner Familie im geräumigen Speisezimmer der Villa.Es hatte viel Zeit und tränenreiche Gespräche gekostet, um diesen Punkt zu erreichen, aber sie hatten sich bei mir entschuldigt, und wir hatten uns endlich versöhnt.Obwohl ich meinen Vater, der heute nicht anwesend war, noch nicht vergeben hatte, glaubte ich wirklich, dass alles in Ordnung war, wie es war.Einige Wunden brauchen viel länger zum Heilen, und ich war damit einverstanden, ihn für jetzt aus meinem Frieden auszugrenzen.„Riley, Liebling, möchtest du mehr Eier?"
RowanHeute war der große Tag für die Verteidigung und Graduierung, und die Aula des Campus war zum Bersten voll.Alle waren mit ihren Familien gekommen und füllten Reihe um Reihe der Sitze.Roman und ich saßen in der ersten Reihe und hielten den Platz für unseren Gefährten frei.Riley hatte uns, und ihn auf dieser Bühne zu sehen, ließ eine eigenartige Welle des Stolzes direkt in meine Brust fahren.Als er endlich hinter das Rednerpult trat, hielten sich die Professoren nicht zurück.Sie stellten ihm ein paar schwierige, detaillierte Fragen zu seinem Projekt und seinen zukünftigen Zielen.Riley holte kurz Luft, griff nach den Rändern des hölzernen Stängers und gab eine emotional aufgeladene Antwort, die jeden im Saal traf.Er sprach davon, Angst zu überwinden, Kraft in Menschen zu finden, die dich wirklich unterstützen, und endlich zu dem zu werden, wer du sein solltest.Ich wusste, dass er von uns sprach, von seiner Reise als Omega und davon, wie weit wir alle zusammen gekommen waren
Riley Ich konnte mich nicht erinnern, wie oft wir es schon getan hatten. Die Stunden hatten sich zu einem schwindelerregenden Nebel aus Händen, Haut und tiefen Alpha-Knurren vermischt. Jedes Mal, wenn ich dachte, meine Hitze würde endlich abklingen, traf mich eine weitere plötzliche Welle fiebriger Sehnsucht und schickte mich direkt zurück in ihre Arme. Sie wechselten sich ab, mich zu halten, mir Wasser zu geben und mich zu füllen, bis mein Körper einfach keine weitere Eingabe mehr verkraften konnte. Als das anhaltende Kribbeln in meinem Kern endlich für immer aufhörte, war ich erschöpft. Ich war schwach, meine Glieder zitterten überall, und ich wusste, dass ich ein Chaos auf der Matratze war. Meine Augen wurden unmöglich schwer, als mir die Energie entwich, und ich wurde völlig ohnmächtig und fiel in einen tiefen, traumlosen Schlaf. Als ich am nächsten Morgen endlich aufwachte, fühlte sich mein Körper wund an, aber die unerträgliche Hitze war verschwunden. Rowan und
Riley Sein Duft traf mich zuerst – tief, vertraut, Alpha – und meine Omega-Instinkte schrien. Ich stieß einen gebrochenen Laut aus und griff ohne nachzudenken nach ihm. Rowans Arme blieben fest um mich und hielten mich aufrecht, aber er rückte gerade genug, um Roman den Abstand schließen zu lassen. Romans Augen verdunkelten sich in dem Moment, als er die Szene aufnahm: mein gerötetes Gesicht, die Tränen, die noch feucht auf meinen Wangen lagen, die Art, wie ich zitterte und schon wieder hart gegen Rowans Oberschenkel war. „Hitze“, sagte Rowan leise, die Stimme rau vor Selbstbeherrschung. „Volle Kraft.“ Roman verschwendete keine Zeit mit Fragen. Er durchquerte den Raum in drei Schritten, umfasste meinen Nacken und küsste mich hart. Der Kontrast seiner kalten, noch vom Büro stammenden Lippen und der glühend heißen Zunge ließ mich in seinen Mund stöhnen. Meine Hände krallten sich in sein Hemd, zogen ihn näher, verzweifelt nach mehr von seiner Haut, seinem Duft, allem, was d
Riley Roman betrat den Raum und knallte die Holztür hinter sich zu. Der Laut hallte durch das Schlafzimmer und ließ meinen Kopf noch stärker pochen, als er es ohnehin schon tat. Er sah nicht wütend aus, aber seine dunklen Augen brannten mit einer Intensität, die meinen Körper noch mehr zittern ließ, als er es schon tat. Er lockerte die Seidenkrawatte mit einer Hand, zog sie in einer flinken Bewegung ab und warf sie auf den Boden neben der Tür. „Ich habe das Winseln den ganzen Flur hinunter gehört“, sagte Roman, die Stimme tief und heiser, während er näher an den Bettrand trat. „Ich habe den Kunden gesagt, wir hätten einen Notfall, und aufgelegt.“ Ich kniff die Augen zusammen und vergrub das Gesicht in Rowans Hals. Der Duft von Kiefer und Alpha-Pheromonen von beiden war fast überwältigend. Er flutete meine Sinne und ließ die Hitze in meinem Unterleib in weißglühende Funken explodieren. „Er hat versucht, es allein zu schaffen“, sagte Rowan zu seinem Zwilling, die Finge
RileyWenn ich dachte, der Innenhof sei schlimm, dann war das Wohnheimsbüro die Hölle auf Erden. Drinnen roch es nach altem Teppich und billigem Lufterfrischer, und die Frau hinter dem Schreibtisch sah aus, als ob sie es genoss, mir das Leben zur Hölle zu machen.„Es tut mir leid, Mr. Weston“, sagt
RileyDer Schlamm an meinen maßgefertigten Lederstiefeln, die mehr kosteten als die Monatsmiete für dieses trostlose Studentenwohnheim, in dem ich eigentlich wohnen sollte, ließ mich am liebsten schreien.Ich starrte auf den Dreck, der an meiner Ferse klebte, und presste die Zähne so fest zusammen,
RileyDie Fahrt zurück im Truck verlief völlig still, nur das Geräusch der Scheibenwischer, die den Regen wegwischten, war zu hören.Wir kamen nach Hause, und als wir durch die Haustür traten, war die schwere Hitzewelle in meinem Unterleib nicht mehr so stark wie zuvor und hinterließ nur ein dumpfe
RileyIch drehte mich zum Gehen um, nachdem ich das gesagt hatte, hielt aber inne und griff nach etwas zu essen, bevor ich zur Schule ging.Mein Magen knurrte laut und peinlich genau in der Mitte der Küche und erinnerte mich daran, dass ich seit gestern nichts mehr gegessen hatte.Ich hasste es, da







