MasukAIDEN„Trefft Vorbereitungen, wir statten den Morelis einen Besuch ab. Aber besorgt mir zuerst Informationen über seinen Aufenthaltsort. Wir werden dort auftauchen, wo auch immer er gerade steckt.“ Ich werde dafür sorgen, dass es eine angenehme Überraschung wird.„Ja, Boss.“Ich ging in meinem Arbeitszimmer auf und ab und versuchte, die Wut rauszulassen, die in meinem Inneren kochte. Ich muss Santos anrufen.„Guten Morgen, Boss.“ Es gibt absolut nichts Gutes an diesem beschissenen Morgen.„Storniere alle Geschäfte mit den Morelis. Wenn ein Moreli auf dem Gebiet von Dark Flood erwischt wird, nehmt ihn fest. Schaltet ihn aus, falls nötig.“„Ja, Boss. Darf ich fragen—–“„Nein!“, ich schwöre, noch eine einzige Frage und ich explodiere. „Steve—Stephan, weiht die Männer darin ein. Ihr habt gehört, was ich gesagt habe, richtet es ihnen aus.“„Ja, Boss.“Ich brauche eine Zigarette und frische Luft, vielleicht auch einen guten Fick. Das kann ich im Moment mit Avery wohl kaum haben, oder?
AIDEN„Du Idiot!“, schrie Sydney mich an.„Mäßige deine Worte, Frau!“ Dass sie meine Cousine ist, gibt ihr noch lange nicht das Recht, mir gegenüber respektlos zu werden. Ich starrte ins Leere, während ich mein Glas unablässig kreisen ließ.„Du hättest vorsichtiger sein müssen, Aiden. Oder zumindest hättest du versuchen sollen, mit ihr zu reden—–“„Raus!“, befahl ich ihr. Das Letzte, was ich jetzt gebrauchen kann, ist jemand, der mir ungefragt die Meinung geigt.„Was?!“„Du hast mich schon verstanden. Geh, und zwar jetzt!“„Du bist so ein—– Arrgh! Vergiss es einfach.“ Sie stürmte wütend hinaus. Was erwartet sie eigentlich von mir? Dass ich einem Mädchen hinterherlaufe und mich dafür entschuldige, mein Leben zu leben? Der Kerl, wegen dessen Tod sie sich solche Sorgen machte, hatte kaum drei Minuten vor meinem Schuss selbst drei Menschen umgebracht. Ich habe sie nicht jammern hören, als ich den Typen erledigt habe, der auf *sie* geschossen hat, oder etwa doch?Nein, das ist doch
AVERYIch wachte mit einem unguten Gefühl auf—vielleicht war es Angst. Als ich mich zur Seite drehte, bemerkte ich, dass eine Krücke und ein Rollstuhl für mich bereitgestellt worden waren. Gut, denn ich muss dringend mal an die frische Luft.„Woah! Woah! Was machst du da?“, sagte Sydney wie aus dem Nichts. Wann war sie denn reingekommen? „Du solltest im Bett liegen und nicht versuchen, dir deinen Knöchel noch mehr zu verstauchen. Wie geht es deinem Arm?“„Mir geht’s gut, mein Arm fühlt sich schon viel besser an.“ Er tat weh, aber ich musste mich einfach bewegen. Nach Tagen, in denen ich an ein Bett gefesselt war—jedenfalls fühlte es sich so an. Ich will mich endlich mal wieder bewegen, durchatmen. „Ich bin schließlich nicht aus Glas, weißt du.“„Ja, das bist du nicht, aber du bist ein Mensch auf dem Weg der Besserung, und wenn du dich selbst so unter Druck setzt, hilft das auch nicht weiter.“Druck? Ich habe mich weder angetrieben noch unter Druck gesetzt. Ich muss einfach nur a
AIDENManchmal ist Nachsicht einfach keine Option. Man gibt eine zweite Chance und bereut es nur Sekunden später. Ich machte mich auf den Weg zu dem Raum, in dem der Agent der Martins eingesperrt war… derjenige, der uns direkt in eine Falle gelockt hatte.„Sir, Mr. Clifford ist hier, um Sie zu sehen.“ Stephan hatte eine besondere Begabung dafür, Informationen im unpassendsten Moment zu bringen. Nun, eigentlich zum richtigen Zeitpunkt, viel zu früh, aber insgesamt im völlig falschen Moment.„Wo ist er?“„Er ist momentan an der Hausbar.“ Es überraschte mich nicht im Geringsten, das zu hören. Der Mann hatte eine Schwäche für Alkohol. Ich ging zur Hausbar und verschob meine Pläne auf später.„Wem verdanke ich diese angenehme Überraschung?“ Es war nicht im Geringsten angenehm; ich wusste bereits, warum er hier war, aber der Formalität halber fragte ich dennoch.„Ich bin sicher, Santiago oder Santos hat dich über meine Bitte informiert. Ich bin hier, um es dir offiziell kundzutun, dass
AIDEN„Ups, ich wollte nicht stören“, sagte Tante Rosa, nachdem sie in das Zimmer geplatzt war.Aber verdammt, wenn sie es nicht getan hätte, glaube ich nicht, dass ich mich hätte bremsen können.Avery wirkte sichtlich aufgewühlt. Ich murmelte: „Ich sehe später nach dir.“„In Ordnung“, sagte sie mit einer leisen, von Peinlichkeit erfüllten Stimme. Währenddessen grinste meine Tante wie eine Verrückte. Ich bin mir sicher, sie ist furchtbar stolz auf sich. Ich warf ihr einen finsteren Blick zu, bevor ich das Zimmer verließ.Es wurde Zeit, mich um die Inkompetenz meiner Männer zu kümmern. Ich hatte damit gerechnet, dass die Martins irgendetwas Albernes versuchen würden, und ich hatte mich darauf vorbereitet—jedenfalls dachte ich das. Wie konnten sie nur so töricht sein?Plötzlich ging ein Anruf ein. Er war von Santos, dem Verantwortlichen für die Geschäfte der Alluvione Oscura Mafia in der Bronx.„Boss, ich habe Neuigkeiten.“„Schieß los.“„Der Deal mit den Morelis ist unter Dach und
AIDENS POVAngst ist kein Gefühl, das ich besonders mag. Um ehrlich zu sein, mag ich überhaupt kein Gefühl, das nicht der Adrenalinkick im Ring, eine ganz normale Straßenschlägerei oder das Gefühl der absoluten Kontrolle über alles ist.„Rudy, du weißt, was zu tun ist. Tritt auf das verdammte Gas!“„Ja, Boss.“Ich versuchte immer und immer wieder, Simon zu erreichen. Warum ging er verdammt noch mal nicht an sein Telefon! Ich muss ruhig bleiben. Es ist ein Krankenhaus, da kann doch unmöglich etwas Verrücktes passieren… oder?„Aiden… Aiden!“ Rosa riss mich aus meinen Gedanken. „Dein Telefon klingelt.“ Wo zur Hölle war ich nur mit meinen Gedanken?„Boss, es gibt ein Problem mit Ihrer Frau. Sie scheint in einen kritischen Zustand gefallen zu sein und musste aus irgendeigem Grund in den Operationssaal gebracht werden.“„Idiot! Das ist hoffentlich ein schlechter Scherz, Simon. Was habe ich dir gesagt!“, presste ich durch die Zähne hervor. Ich hatte ihm gesagt, er solle keinen verdächti







