LOGINNachdem Camila Reyes einen Prozess gegen den milliardenschweren CEO Alejandro Vegas Pharmakonzern gewonnen hat, erwartet sie eine Entschädigung für den Medikamentenfehler, der ihrer Mutter beinahe das Leben kostete. Doch Alejandro bietet ihr stattdessen etwas Ungeheuerliches an: eine Scheinehe für sechzig Tage, im Gegenzug für die Übernahme aller Behandlungskosten ihrer Mutter und eine Verdreifachung ihrer Entschädigung. Verzweifelt, ihre Mutter zu retten, willigt Camila ein, obwohl sie den arroganten Milliardär, der ihr Leben so auf den Kopf gestellt hat, zutiefst verabscheut. Das Zusammenleben unter einem Dach sollte einfach sein: das perfekte Paar spielen, die Nachlassprüfung überstehen und gehen. Doch als Geheimnisse ans Licht kommen, alte Wunden wieder aufbrechen und eine gefährliche Verschwörung innerhalb von Vega Pharmaceuticals aufgedeckt wird, verschwimmt die Grenze zwischen Schein und Sein immer mehr. Wird Camila nach Ablauf der sechzig Tage den Mann verlassen, von dem sie geschworen hatte, ihn niemals zu lieben, oder wird die Wahrheit sie zerstören, bevor sie überhaupt eine Chance dazu bekommen?
View MoreCamilas POVIch dachte, ich würde weinen, sobald die Zeremonie begann. Stattdessen… lachte ich. Der Standesbeamte hatte noch nicht einmal gesprochen.Brian hob die Hand. „Kurze Frage."Karen schloss die Augen. „Oh nein."„Kann ich Einspruch erheben?"Der Standesbeamte blinzelte. „…Gegen die Hochzeit?"Brian nickte ernst. „Ich wollte nur wissen, ob es gesetzlich erlaubt ist."Karen griff nach seinem Ärmel. „Sitz."„Ich war neugierig."„Du bleibst neugierig."Der gesamte Garten lachte. Sogar Alejandro bedeckte sein Gesicht. „Ich wusste, dass er etwas tun würde."Ich flüsterte. Er lächelte. „Ich hatte ehrlich gesagt Schlimmeres erwartet."Brian sah beleidigt aus. „Ich habe drei Witze vorbereitet."Karen flüsterte laut. „Du verwendest keinen davon."„Ich habe sehr hart gearbeitet."„Ich weiß. Niemand schätzt Kunst."Lena lehnte sich zu Dylan. „Er wird sich blamieren."Dylan lächelte. „Das hat er bereits. Ich bewundere die Konsequenz."Der Standesbeamte räusperte sich erneut. „Dürfen wir f
Alejandros POVIch hatte Unternehmensübernahmen überlebt. Gerichtssäle. Skandale. Haftbefehle. Keiner davon ließ meine Hände so zittern wie das Stehen am Altar.Dylan sah mich einmal an. Dann brach er in Lachen aus. „…Du schwitzt."„Ich strahle."„Nein. Das ist Angst."Ich rückte meine Krawatte zum achten Mal zurecht. „Sie sitzt nicht gerade."Er starrte sie an. „Sie sitzt perfekt gerade."„Sie hat sich bewegt."„Hat sie nicht."„Ich habe es beobachtet."„Du hast es dir eingebildet."„Ich bilde mir keine Krawatten ein."„Das tust du heute absolut."Ich seufzte. „Ich hätte Atmen üben sollen."„Das machst du dein ganzes Leben."„Nicht unter Druck."Er verschränkte die Arme. „Du siehst aus, als würdest du auf deine Verurteilung warten."„Das tue ich irgendwie."„Ehe ist kein Gefängnis."„Ich weiß."Er lehnte sich näher. „Das habe ich Lena gestern gefragt."„Was hat sie gesagt?"„Sie sagte…" Er lächelte. „…'Kommt auf den Mann an.'"Ich lachte trotz mir selbst. „Ich mag sie."„Ich weiß. Si
Camilas POVIch sollte drinnen bleiben. Das war die Regel aller. „Den Bräutigam nicht sehen." „Nicht heimlich raus." „Keine Ausnahmen." Ich hielt genau dreiundvierzig Minuten durch.Lena sah von ihrem Telefon auf, als ich leise die Schlafzimmertür öffnete. „…Wohin gehst du?"Ich erstarrte. „…Küche."„Mit Schuhen?"Ich sah nach unten. „…Es ist ein sehr entschlossener Küchenbesuch."Sie seufzte dramatisch. „Du kannst nicht lügen."„Ich weiß."„Du bist schrecklich darin."„Ich habe von Alejandro gelernt."Sie lachte. „Das erklärt alles."Ich ging zurück zu ihr. „Ich nur…" Ich lächelte hilflos. „…ich vermisse ihn."Lenas Ausdruck wurde sofort weicher. „Ich weiß."„Das sollte ich nicht."„Ich weiß."„Aber ich tue es."„Ich weiß."Sie starrte mich eine Sekunde an, bevor sie in ihre Tasche griff. Ein Autoschlüssel landete in meiner Hand. Ich blinzelte. „…Was?"Sie zuckte mit den Schultern. „Ich habe nichts gesehen."„Hast du nicht?"„Nein. Falls jemand fragt… ich habe geschlafen."Ich lachte
Alejandros POVIch hätte in meinem Büro bleiben sollen. Das war mein erster Fehler. Mein zweiter Fehler war zu glauben, das Haus würde ruhig sein. War es nicht. Jemand schrie oben. Jemand lachte unten. Brian rannte an mir vorbei und trug drei Kleidersäcke.Ich runzelte die Stirn. „…Soll ich fragen?"Er verlangsamte nicht einmal. „Nein."„Ausgezeichnet. Ich hatte nicht vor, es zu tun."„Du wirst es bereuen."„Wahrscheinlich."Er verschwand um die Ecke, bevor ich eine weitere Frage stellen konnte. Karen erschien zwei Sekunden später. „Ist Brian hier durchgekommen?"„Ich glaube, ein Tornado war es."„Das ist dasselbe."Sie seufzte dramatisch und eilte ihm nach. Das Haus wurde irgendwie noch lauter. Ich sah zur Treppe. „…Vielleicht gehe ich einfach…"„Nein." Lenas Stimme kam von oben, bevor ich mich überhaupt bewegte. „Komm nicht hoch."Ich blinzelte. „Das wollte ich nicht."„Du hast daran gedacht."„…Das ist unheimlich."„Ich kenne dich."„Das hasse ich."Sie lachte. „Bleib unten."„Ich











