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Wir beginnen morgen wieder.

Author: Bethel
last update publish date: 2026-09-01 21:32:18

Nathans Sicht

Ich umklammerte die Kante des Mahagonitisches so fest, dass das Holz ächzte. Durch die offenen Türen des Speisesaals konnte ich sie sehen. Elara lachte, ein ehrliches, melodisches Lachen, das einst mir gehört hatte, und Elias beugte sich so nah zu ihr, dass er ihren Duft wahrnahm. Mein Wolf lastete wie ein ungestümer, auf und ab gehender Balg in meiner Brust und krallte sich in meine Rippen, um herauszukommen, um Elias diesen Ausdruck aus dem Gesicht zu reißen.

„Die Handelsrouten
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  • Die Abgelehnte Plus-Size Gefährtin   115

    Elaras SichtDas Morgenlicht schnitt wie eine harte, unerbittliche Klinge durch die schweren Samtvorhänge von Elias' Gemächern. Ich bewegte mich unruhig; mein Körper schmerzte dumpf und angenehm, ein Gefühl, das mich an jedes Versprechen erinnerte, das er mir Stunden zuvor ins Ohr geflüstert hatte. Neben mir war Elias bereits wach, auf einen Ellbogen gestützt, und seine Augen folgten mit einem Blick von erschreckender Intensität meiner Schulterlinie.„Du denkst schon wieder nach“, murmelte er mit schläfriger, rauer Stimme. „Ich höre, wie dein Herz schneller schlägt. Hör auf.“Ich drehte mich auf den Rücken und starrte auf die kunstvollen Schnitzereien an der Decke. „Ich kann nicht aufhören, Elias. Goldstone blutet. Wenn wir nichts unternehmen, wird das Rudel zusammenbrechen. Die Versorgungslinien brechen zusammen, die unteren Ränge rebellieren, und der Rat kreist wie ein Geier. Wir müssen sie retten.“Elias' Gesichtsausdruck verhärtete sich augenblicklich. Er richtete sich auf, die La

  • Die Abgelehnte Plus-Size Gefährtin   114

    Elias' SichtIch schritt den Raum auf und ab, meine Stiefel polterten rhythmisch auf dem Steinboden. Das Feuer im Kamin war zu glühenden Kohlen heruntergebrannt und warf lange, verzerrte Schatten auf die Wandteppiche. Zum hundertsten Mal blickte ich zu den schweren Eichentüren unserer Gemächer.Leer.Elara war nicht da. Ich wandte meinen Blick der Ecke zu, wo Frey sonst still und wachsam stand, doch der Schatten war leer. Beide waren fort.„Bleib ruhig“, flüsterte ich in den leeren Raum, meine Hände ballten sich zu Fäusten. „Sie … sie brauchte nur frische Luft. Sie würde nach allem nicht einfach gehen.“Mein Wolf lief unruhig in meiner Brust auf und ab, ein knurrendes Gewicht. Ihr Duft – Sandelholz und Winterluft – war schwach und verflog aus den Leinenstoffen. Ich sah im Kleiderschrank nach; ihr Umhang fehlte. Ich sah im Waffenschrank nach; Ihre beiden Dolche waren verschwunden.„Verdammt, Elara“, zischte ich und lehnte meine Stirn gegen den kühlen Stein des Fensterrahmens.Ich warte

  • Die Abgelehnte Plus-Size Gefährtin   113

    Nathans SichtDas schwere Kristallglas fühlte sich in meiner Hand wie Blei an. Ich starrte in die bernsteinfarbenen Tiefen des Ales. Der Geruch von fermentiertem Getreide konnte das Getöse der Stimmen, das durch die Straßen von Goldstone hallte, nicht dämpfen. Die Gerüchte lasteten schwer auf meiner Brust, bis ich kaum noch atmen konnte.*Das Kind ist nicht deins.**Isabella ist eine Betrügerin.*Ich nahm einen langen, brennenden Schluck. Ich versuchte mir einzureden, es sei alles nur Propaganda des Beta-Zweigs, ein verzweifelter Versuch, während des Aufstands an die Macht zu gelangen. Doch das Geflüster hatte einen scharfen Kern Wahrheit, der meine Verleugnung durchbrach. Es fühlte sich zu real an. Wie sie den Rudelarzt gemieden hatte, wie sich ihr Geruch nicht verändert hatte, wie es bei einer trächtigen Wölfin sein sollte. Ich schloss die Augen, legte den Kopf in den Nacken und wartete darauf, dass der Alkohol den Verrat betäubte.Eine flüchtige Bewegung huschte durch meinen Augenw

  • Die Abgelehnte Plus-Size Gefährtin   112

    Elaras SichtDer Waldboden verschwamm vor meinen Augen zu einem Meer aus feuchten Blättern und verworrenen Wurzeln, während ich Mühe hatte, mit Elias Schritt zu halten. Meine Lungen brannten, doch der körperliche Schmerz lenkte mich willkommen von dem nagenden Gefühl in meiner Brust ab. Alle paar Schritte schweiften meine Gedanken zurück zu den grauen Steinmauern der Packhütte, dem Geruch des Kamins und dem Leben, das ich seit meiner Kindheit kannte.„Hör auf damit, Elara“, sagte Elias, seine Stimme durchdrang das schwere Stampfen unserer Stiefel. Er drehte sich nicht um, sein Blick war ganz auf den Pfad vor uns gerichtet. „Schau nicht zurück. Du tust es schon wieder.“„Ich kann nichts dafür“, flüsterte ich und stolperte über eine hervorstehende Wurzel. Ich fing mich an einem Baumstamm ab, meine Finger krallten sich in die raue Rinde. „Es ist mein Zuhause, Elias. Alles, was ich kenne, ist dort.“Er blieb stehen und drehte sich zu mir um. Seine Augen waren hart, ohne das Mitgefühl, nac

  • Die Abgelehnte Plus-Size Gefährtin   111

    Nathans Sicht„Wer? Nennt die Verräter!“ Ich packte die Wache an ihrer versengten Brustplatte und hob sie fast von den Füßen. „Wenn es nicht Elias ist, wer führt das dann an?“„Ich weiß es nicht, Alpha!“, keuchte er und warf Isabella einen stechenden Blick zu. „Das Südtor … es hat sich von innen geöffnet. Wir wurden niedergemäht, bevor wir uns bewegen konnten!“„Los!“, rief ich und stieß ihn zurück. „Schickt drei volle Trupps zum Südtor und zur Waffenkammer. Ich will jeden Sektor im Blick haben. Findet genau heraus, wo der Durchbruch begann, und kehrt erst zurück, wenn ihr einen Namen habt. Los!“Die Wache rannte davon, ihre Stiefel rutschten auf dem polierten Stein. Ich drehte mich zum Raum um, mein Atem ging stoßweise. Der Geruch von Rauch drang bereits dicht und stechend aus den Lüftungsschächten.Isabella stand am Fenster, die Hände gegen die Scheibe gepresst. „Nathan, was ist hier los? Wer würde so etwas jetzt tun?“„Glaubst du, ich weiß Bescheid?“, fuhr ich ihn an und schritt au

  • Die Abgelehnte Plus-Size Gefährtin   110

    Nathans SichtIch starrte Elara an, meine Brust schnürte sich zusammen, bis ich das Gefühl hatte, meine Rippen würden brechen. Die Worte „Ich will Elias heiraten“ hallten durch den Saal und verhöhnten meinen Status, meine Macht und die Verbindung, die wir meiner Meinung nach noch immer teilten. Meine Hand schwebte zitternd in der Luft. Ich wollte ihr befehlen zu bleiben. Ich wollte sie im höchsten Turm einsperren, bis sie sich wieder daran erinnerte, wer ich für sie war.„Elara, warte“, brachte ich hervor, meine Stimme klang selbst in meinen Ohren dünn. „Du kannst nicht einfach … Ich habe dir nicht erlaubt, diesen Hof zu verlassen.“„Ich brauche deine Erlaubnis nicht“, fuhr sie mich an.Ich blickte zum Hohen Ältesten, dann zurück zu der Frau, die meine Welt gewesen war. Ich war bereit, es ihr zu verbieten, meine ganze Alpha-Autorität einzusetzen, um sie hier zu halten, doch eine abrupte Bewegung zu meiner Rechten lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich.Isabella beugte sich in ihrem Stuh

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