LOGINKapitel 64Aurora schrak augenblicklich hoch und schüttelte rasch den Kopf, als wollte sie die bösen Gedanken vertreiben, die ihr kurz durch den Kopf gegangen waren. „Nein, natürlich nicht.“„Wenn du Reue empfindest oder dich unter Druck gesetzt fühlst, sag es jetzt, bevor alles noch weiter geht“, drängte Richard; er wollte Aurora nicht haben, wenn die Seele des Mädchens noch gefangen war.Aurora sah Richard an und zwang sich dann zu dem kleinsten, süßesten Lächeln, das sie geben konnte. „Ich habe nur gedacht... es stellt sich heraus, dass ein so kleiner Ring sehr schwer wiegt, nicht wahr, Richard?“Richard lachte leise, ein Lachen, das aufrichtig klang. „Natürlich ist er schwer, denn in ihm stecken Verantwortungen und Versprechen, die auch für uns schwer zusammen zu tragen sind.“Aurora stimmte mit einem verhaltenen Lachen ein, doch hinter diesem Lachen verbarg sich etwas, das sich tief in ihrem Herzen sehr schmerzhaft und stechend anfühlte. Versprechen. Verantwortung. Zwei Worte, di
Kapitel 63Aurora zuckte augenblicklich zusammen und schüttelte rasch den Kopf, als versuchte sie, die düsteren Gedanken zu vertreiben, die ihr kurz durch den Kopf gegangen waren. „Nein, natürlich nicht.“„Wenn du Reue empfindest oder dich unter Druck gesetzt fühlst, sag es jetzt, bevor alles noch weiter geht“, drängte Richard. Er wollte Aurora nicht besitzen, solange ihre Seele noch gefangen war.Aurora sah Richard an und zwang sich dann zu dem süßesten kleinen Lächeln, das sie aufbringen konnte. „Ich habe nur gedacht... es stellt sich heraus, dass ein so kleiner Ring sehr schwer wiegt, Richard.“Richard lachte leise, ein Lachen, das aufrichtig klang. „Natürlich ist er schwer, denn in ihm stecken Verantwortungen und Versprechen, die auch für uns schwer zusammen zu tragen sind.“Aurora stimmte mit einem verhaltenen Lachen ein, doch hinter diesem Lachen verbarg sich etwas, das sich tief in ihrem Herzen unglaublich schmerzhaft und stechend anfühlte. Versprechen. Verantwortung. Zwei Wort
Kapitel 62Aurora lachte leise, obwohl ihre Augen müde wirkten und voller Geheimnisse waren: »Weil du viel zu gut zu jemandem wie mir bist.«Richard stieß einen ruhigen Seufzer aus, bevor er nach Auroras Wange griff und sie liebevoll kniff – eine kleine Geste, die die Spannung zwischen ihnen löste: »Ich bin dein Verlobter, Rory. Es ist völlig normal, dass ich mich so um dich sorge und mich um dich kümmere.«Dieses Wort – Verlobter – traf Auroras Bewusstsein wie ein Schlag. Ihr Lächeln schwand für einen Moment und wurde durch eine schwere Last ersetzt, die auf ihr Herz drückte. Sie war in dieser Komödie bereits viel zu weit gegangen, und nun war sie an Bedingungen geknüpft, von denen sie nicht mehr zurücktreten konnte.Bevor Aurora antworten konnte, brach ein Klopfen an der Tür die Stille zwischen ihnen.»Herein«, sagte Richard in seinem gewohnt gebieterischen Ton.Die Tür öffnete sich langsam und Sean trat ein. In der Hand hielt er eine schwarze Papiertüte einer bekannten Luxusmarke s
Kapitel 61Aurora saß noch immer am Bett. Ihr Haar fiel locker herab und einige schwarze Strähnen verdeckten einen Teil ihres Gesichts, das noch immer erschöpft wirkte. Obwohl noch immer Schatten unter ihren Augen lagen, verweilte diesmal ein zartes Lächeln auf ihren Lippen, wann immer Richard sie ansah.Angelehnt an das Kopfteil des Bettes beobachtete Richard sie eine Zeit lang, als versuche er, jede Veränderung in ihren Gesichtszügen zu lesen.Aurora wirkte anders an diesem Morgen. Da waren keine stummen Tränen mehr wie die, die ihm in der vergangenen Nacht das Herz gebrochen hatten, und kein abwesender Blick mehr aus dem Fenster wie bei jemandem, der den Orientierungssinn im Leben verloren hatte. Obwohl die Farbe noch nicht vollständig auf ihre Wangen zurückgekehrt war, lag zumindest wieder ein Lebensfunke in ihren Augen.»Hast du wieder die ganze Nacht nicht geschlafen?«, fragte Richard sanft. Seine raue, liebevolle Stimme brach die Stille, während sein Daumen behutsam über ihren
Kapitel 60Richard erstarrte, als er die Worte hörte, die so unvermittelt aus Auroras Lippen entwichen waren: »Lass uns heiraten!« Der Ausruf klang voller Überschwang und stand in starkem Kontrast zu dem Krankenhauszimmer, das noch immer die bitteren Nachwirkungen der vorherigen Nacht in sich trug. Er blickte ihr tief in die Augen und suchte nach dem kleinsten Zögern hinter ihrer restlichen Feuchtigkeit. Er stieß einen langen Seufzer aus, dann bewegte er seine Hand mit dem Infusionsschlauch, um sanft über ihre Wange zu streichen.»Du bist noch so jung, Rory«, flüsterte Richard mit einer Stimme, die Weisheit und Fürsorge zugleich ausstrahlte. »Du musst erst noch dein Studium beenden. Wir können heiraten, wenn du deinen Abschluss hast. Ich möchte nicht, dass du dich durch die Pflichten einer Ehe eingeengt fühlst, solange deine Jugend noch voller Möglichkeiten steckt.«Aurora schwieg einen Augenblick und verarbeitete die sanfte Ablehnung, die letztlich zu ihrem Besten gedacht war. Dennoc
59Aurora schüttelte hastig den Kopf.Die Tränen ergossen sich ungehemmt über ihre blassen Wangen.Zwischen ihren Schluchzern flehte Aurora mit einer Stimme, die überaus überzeugend klang, in der Hoffnung, eine viel größere Wunde zu verbergen: »Bitte verzeih mir, Richard. Letzte Nacht bin ich davongelaufen, weil ich Angst hatte und verwirrt war. Ich brauchte einfach Zeit, um für mich allein nachzudenken.«Sie blickte mit flehenden Augen zu ihm auf und fuhr fort: »Nachdem ich die ganze Nacht nachgedacht habe, wurde mir endlich klar, wie gut du die ganze Zeit zu mir warst. Es wäre dumm von mir, einen Mann von deiner Güte wegen meines geringen Stolzes wegzuwerfen.«Sie wollte unbedingt, dass Richard glaubte, dieses Umdenken sei keine weitere List.»Bitte schick mich nicht fort, Richard. Lass mich nicht ausgerechnet jetzt gehen, wo ich endlich erkannt habe, dass mein Platz hier ist – an deiner Seite.«Sie senkte den Kopf und vergrub ihr Gesicht an Richards Arm, der nicht an die Infusion a







