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2. Die Worte, die blieben

Author: Saphira
last update publish date: 2026-09-15 17:43:32

Marcus wartete in seinem Arbeitszimmer.

Er stand am Fenster.

Als Lena eintrat, drehte er sich nicht um.

Ihr Vater sprach ruhig:"Setz dich."

Lena setzte sich, ihr Vater blieb stehen.

"Du bist zwanzig.", fing er an zu sprechen.

"Ja.", antwortete Lena etwas verwirrt.

"Du hast dich noch immer nicht verwandelt.", fuhr ihr Vater unbeeindruckt weiter fort.

"Ich weiß.", sagte Lena und war immer noch verwirrt warum ihr Vater diese Tatsachen ansprach.

"Die Anderen beginnen darüber zu reden.", sprach Marcus.

Lena schluckte schwer und antwortete ihrem Vater:"Ich kann ncihts dafür."

Marcus drehte sich nun zu ihr um. Als er sie ansah, war sein blick hart. "Das habe ich nicht gesagt.", sprach er.

Bevor Lena darüber nachdenken konnte, verließen die Worte schon ihren Mund:"Aber du denkst es."

Als die Worte ausgepsrochen waren, war zwischen ihr und ihrem Vater nur Stille.

Lena erschrak über ihre eigenen Worte.

Ihr Vater trat nun langsam auf sie zu.

"Du solltest dich nicht von deinen Gefühlen leiten lassen.", fing ihr Vater an zu sprechen.

"Ich habe nur-", wollte Lena argumentieren.

Doch ihr Vater unterbrach sie bloß mit den Worten:"Du hast überhaupt nichts."

Der Satz traf Lena wie ein echter Schlag.

Marcus fuhr fort:"Du hast keinen Wolf. Keine Gabe. Keine Stärke. Und keine erkennbare Verbindung zum Mond."

Lena schwieg und sah auf ihre Hände. 

"Vielleicht kommt es noch.", antwortete Lena kleinlaut.

Ihr Vater sah sie an, legte den Kopf schief und sprach: "Mit zwanzig?"

Sie schwieg.

Ihr Vater seufzte und fuhr fort: "Ich kann nicht ewig so tun, als wäre alles in Ordnung."

Lena sah immer noch auf ihre Hände und fragte: "Was willst du, dass ich mache?"

"Ich will, dass du endlich akzeptierst, dass du kein gewöhnliches Rudelmiglied bist.", antwortete Marcus.

Lena hob ihren Kopf. Für einen kurzen Moment keimte Hoffnung in ihr auf.

Villeicht meinte ihr Vater etwas anderes damit. Vielleicht wusste er etwas.

"Was bin ich dann?", fragte Lena und versuchte zu verhindern, dass man ihre winzige Hoffnung in der Stimme raushören konnte.

Marcus sah sie lange an ohne etwas zu sagen.

"Eine Belastung."

Die Hoffnung, die angefangen hatte zu keimen, verschwand so schnell wie sie gekommen war.

"Du wirst ab morgen nicht mehr am Training teilnehmen.", fing ihr Vater an.

"Aber-", Lena wollte protestieren, wurde jedoch von ihrem Vater unterbrochen.

"Und du wirst das Haus nur verlassen, wenn deine Mutter er erlaubt."

Lena starrte ihn nur ungläubig an.

"Warum?", fragte sie ihren Vater.

"Weil die Paarungszeremonie in drei Monaten stattfindet.", antwortete ihr Vater.

Als sie die Antwort hörte wurde Lena blass.

"Was hat das mit mir zu tun?", fragte Lena.

"Sehr viel.", kam als Antwort.

Marcus ging zurück zum Fenster und sprach: "Wenn du bis dahin keinen Wolf hast, wirst du keinen Anspruch auf einen Platz in der Rudelhierachie haben."

Lena verstand was er ihr damit mitteilte, sie wollte es aber nicht wahr haben.

"Du willst mich verheiraten?", fragte Lena, obwohl sie es eigentlich schon wusste.

Als Antwort bekam sie bloß: "Ich will eine Lösung."

"Mit wem?", fragte sie nach, doch ihr Vater antwortete ihr nicht.

Und genau das machte Lena noch mehr Angst.

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