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Kapitel 17

last update Fecha de publicación: 2026-09-18 02:43:22

Adrian

„Ihr seid so schneidig, wie man sagt“, bemerkte Valentina und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. Ihre haselnussbraunen Augen fingen das Sonnenlicht ein und leuchteten.

Wir gingen nebeneinander die breiten Wege von Bloodmoon Manor entlang. Ich brachte ein höfliches Lächeln zustande, aber meine Gedanken blieben verworren. War sie wirklich meine Gefährtin? Ihr Duft sagte ja, und doch fühlte sich etwas immer noch falsch an, wie ein Ton, der leicht neben der Reihe lag.

„Ihr schmeichelt
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    Elaras POVMama?Der Wolf, der vor mir stand, war von tiefbraunem Fell bedeckt, ihre Augen brannten in einem wilden Karmesinrot. Selbst durch die Angst und den Schmerz erkannte ich sie sofort. Es war meine Mutter.Ich konnte nur starren, während sie Valentina gegenübertrat, ein leises, warnendes Knurren rollte aus ihrer Kehle. Tränen liefen frei über mein Gesicht. Meine Arme pochten, wo die Krallen sie zerrissen hatten, aber die Angst um meine Mutter war stärker als jeder körperliche Schmerz. Ich schüttelte den Kopf heftig, als könnte das Leugnen dessen, was geschah, es irgendwie aufhalten.„Mama, nein!“ Der Schrei riss aus mir heraus, roh und gebrochen.Ich versuchte, vorwärts zu krabbeln, bereit, mich zwischen sie zu werfen, aber ein fester Arm schloss sich um meine Taille und hielt mich fest. Der Griff war solid, unnachgiebig, wie Stein. Ich trat und wand mich, kämpfte, um mich zu befreien, aber es nützte nichts. Ein scharfer Schrei entwich mir, als Valentina sich auf meine Mutter

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    Elaras POV„Nora—“ begann ich, die Sorge klar in meiner Stimme, während ich neben ihr kniete.„Bitte, Elara, sie werden mich dafür verantwortlich machen“, stöhnte sie, der Schmerz verzerrte ihr Gesicht. Ich fasste ihre Arme, versuchte sie zu stützen, obwohl es wenig Trost gab, den ich wirklich spenden konnte.„Okay. Gut. Ich mache es“, sagte ich hastig. Die Angst um sie überwog jeden vorsichtigen Gedanken. Ich konnte nicht dastehen und länger zusehen, wie sie litt.Bevor sie mir danken konnte, wurde ihr Körper schlaff. Sie brach völlig zusammen. Meine Hände zitterten, als ich mich in der Küche umsah. Diener eilten immer noch mit Tabletts und Flaschen vorbei, die Augen nur auf ihre eigene Arbeit gerichtet. Niemand hielt an.Ein Mädchen, das ich nicht gut kannte – jemand, den Nora als Freundin erwähnt hatte –, kam schnell herüber. „Lass uns sie in unsere Quartiere bringen“, sagte sie.Zusammen hoben wir Nora zwischen uns hoch. Sie war nicht schwer, doch das tote Gewicht ihres bewusstlos

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    Elaras POVDer ganze Ort sah perfekt aus. Jede Ecke der Halle war mit Sorgfalt eingerichtet worden – Blumen, Lichter, polierte Böden und Tische, die unter dem weichen Schein der Kronleuchter glänzten. Monsieur hatte die besten Designer und fast tausend Arbeiter engagiert, um sicherzustellen, dass nichts unvollendet blieb. Die Geschwindigkeit von alledem überraschte mich immer noch. Einen Moment lang waren die Räume leer gewesen, und im nächsten stand alles bereit für den Abend.Meine eigenen Gedanken schweiften immer wieder ab. Kleine Blitze der Vergangenheit stiegen ohne Vorwarnung auf, und manchmal legte sich eine stille Verwirrung für ein paar Sekunden über mich. Madam Elise schien es nie zu bemerken. Oder wenn sie es tat, sagte sie nichts.Ich verstand schnell, dass Herumstehen in den Haupträumen nur im Weg sein würde. Also bot ich an, stattdessen in der Küche zu helfen. Vom eigentlichen Kochen hielt ich mich fern – genug geschickte Köche kümmerten sich bereits darum. Meine Aufgab

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    Adrians POV„Bist du dir dessen wirklich ganz sicher, Sire?“Damons Stimme hallte ruhig durch den stillen Raum, während ich vor dem hohen Spiegel stand und den dunklen Seidenknoten meiner Krawatte sorgfältig zurechtrückte. Das sanfte Licht der Lampen fing die polierten Kanten des Glases ein und warf mein Spiegelbild auf mich zurück – äußerlich ruhig, darunter unruhig. Ich fing auch sein Bild hinter mir ein: Schultern gerade, Hände ordentlich an den Seiten gefaltet, dieser vertraute leere Ausdruck fest im Gesicht. Er sah immer so aus, wenn ihm etwas nicht passte und er versuchte, es nicht zu zeigen.„Was genau fragst du mich?“ sagte ich, immer noch durch das Glas auf ihn blickend.Er rührte sich nicht und wurde auch nicht weicher. „Du hast nie an die Ehe geglaubt. Nicht ein einziges Mal in all den Jahren, die ich dich kenne.“Ich hörte auf, an dem Knoten herumzufingern, und drehte mich um, um ihm richtig gegenüberzutreten. Damon und ich waren Seite an Seite aufgewachsen. Er hatte angef

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    ElaraIch wollte, dass mein Kopf still wurde.Die Gedanken hörten nicht auf. Sie kreisten und kreisten, bis ich mich von meinem eigenen Kopf zermürbt fühlte.Ich ging mit schwerem Gesicht zurück zur Hütte. Als ich eintrat, war meine Mutter schon da und räumte das Chaos auf, das ich hinterlassen hatte.Scham traf mich hart.Ich war an diesem Morgen so schnell weggelaufen, dass ich nicht einmal gesehen hatte, was wir aus dem Zimmer gemacht hatten. Jetzt lag alles vor mir. Eine zerbrochene Blumenvase. Ein überladener Tisch. Laken auf dem Boden, als hätte jemand den Ort zerrissen.„Mama“, sagte ich unbeholfen, während ich langsam hereinkam.Sie sammelte Glasscherben ein und ließ sie in eine Tüte fallen.„Elara, warum sieht hier alles so aus? Was ist hier passiert?“Ich zuckte zusammen. Das war das letzte Gespräch, das ich wollte.„Ähm.“Ein nervöses Lachen rutschte heraus, während ich nach einer Geschichte suchte.„Das Huhn war’s.“Ein Huhn. Zuerst ein Kaninchen bei Selena. Jetzt ein Huhn

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    Elara„Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott.“Ich sagte es immer wieder leise vor mich hin, während ich mich durch das dichte Laub schob. Ich musste weg von ihnen. Ich brauchte eine Sekunde zum Denken, und mein Kopf wollte nicht langsamer werden.Das konnte nicht wahr sein. Es musste ein Scherz sein. Ein grausamer.Hatte ich wirklich mit Adrian geschlafen?Derselbe Adrian, über den alle redeten. Der Mann, der Frauen den Verstand raubte. Der, den Adelsfamilien wie einen Preis beobachteten. Der König des Nordens.Ich stieß ein Lachen aus, das nicht stimmte. Meine Hände fuhren ins Haar und zogen. Ich fühlte mich, als fiele ich auseinander.„Was um alles in der Welt machst du da?“Selenas Stimme riss mich zurück. Sie starrte mich an, als hätte ich den Verstand verloren.Vielleicht hatte ich das.„Nichts.“Ich richtete mich auf und kehrte weiter, als wäre nichts gewesen. Ich spürte ihren Blick auf mir. Ich ignorierte ihn.Ich hätte mir am liebsten selbst eine gegeben.„Du benimmst dich heute seltsam“

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