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Donnas Wahl
Donnas Wahl
ผู้แต่ง: Null

Kapitel 1

ผู้เขียน: Null
Ich schob die Scheidungspapiere über den Schreibtisch zu Dante hinüber und tat so, als wären sie nur ein weiterer Familienvertrag. Er warf nicht einmal einen Blick darauf – er kritzelte lediglich seine Unterschrift unten auf das Blatt und arbeitete weiter.

Noch eine halbe Stunde bis neun.

Nichts war wichtiger als die Familienangelegenheiten.

Ich starrte wie benommen lange auf die Papiere vor mir. Ich hatte nicht erwartet, dass es so einfach sein würde.

Gerade als ich die unterschriebenen Dokumente in meine Tasche steckte, kam Dante aus dem Badezimmer.

Er bemerkte meine Bewegung und hielt inne.

„Es ist doch nur ein Vertrag. Musstest du ihn wirklich persönlich vorbeibringen?“

Ich blinzelte. Dann schüttelte ich den Kopf.

„Nein.“

Er runzelte die Stirn und konnte mir offensichtlich nicht folgen. Doch dann sah er nur auf die Uhr und sagte ungeduldig:

„Es ist gleich neun. Gibt es noch etwas, das du mir sagen willst?“

Ich zögerte zwei Sekunden lang. Dann schüttelte ich den Kopf.

„Nein.“

Er nickte, trat auf mich zu und drückte mir einen Kuss auf die Stirn.

„Gut. Dann gute Nacht.“

Und schon war er zur Tür hinaus.

Ich saß noch eine Weile da und starrte ins Leere.

Gerade als ich aufstehen wollte, leuchtete Dantes Tablet auf – ein Anruf von Alexa erschien auf dem Bildschirm.

Und Dante – der Mann, der niemals Anrufe entgegennahm, nie Nachrichten schrieb und nach neun Uhr kein einziges Wort mehr sagte – ging innerhalb einer Sekunde ran.

Als könnte er es nicht ertragen, sie warten zu lassen.

Ich stieß ein leises Lachen aus, bitter und scharf. Denn in diesem Moment war Dante unglaublich rücksichtsvoll. Er machte Ausnahmen, nur eben nicht für mich – seine Ehefrau.

Ich ging zurück ins Schlafzimmer.

Das Licht war aus. In der Dunkelheit fiel mein Blick auf den Bildschirm meines Laptops – auf den Krankenhausbericht, der gerade eingegangen war. Ich erstarrte.

Dort stand, dass ich seit zwei Monaten schwanger war.

Ich sah an mir herab, legte die Hand auf meinen Bauch und seufzte.

Es tat mir leid, mein Kleines.

Bevor du überhaupt die Chance hattest, deinen Vater kennenzulernen, würde Mama dich mit sich nehmen.

Am nächsten Morgen war Dante bereits zurück.

Ich sammelte die Unterlagen zusammen, die ich für meinen Visumantrag brauchte, warf ihm einen einzigen Blick zu und ging zur Tür.

Doch als ich an ihm vorbeiging, rief Dante verwirrt:

„Nora, bindest du mir nicht die Krawatte?“

Ich zwang mich zu einem kleinen Lächeln, meine Lippen bewegten sich kaum merklich.

„Nein. Du solltest lernen, das selbst zu tun.“ Ich machte eine kurze Pause. „Oder lass es deine Capo machen.“

Dante legte das, was er gerade in der Hand hielt, beiseite und kam mit gerunzelter Stirn auf mich zu.

„Du meinst Alexa?“

Sein Gesichtsausdruck wurde weicher, als ihr Name fiel.

Er sagte:

„Sie weiß tatsächlich, wie man eine Krawatte bindet. Ein aufmerksames Mädchen. Aber was hat das damit zu tun, dass du es für mich machst?“

Ich schwieg zwei Sekunden lang.

Ich wusste nicht einmal, wo ich anfangen sollte. Vielleicht war es die sauberste Lösung, es gar nicht zu erklären.

„Nichts. Ich möchte es einfach nicht mehr.“

Dante schien zu spüren, dass etwas nicht stimmte. Er trat näher und küsste meine Wange.

„Nora, zwischen Alexa und mir ist nichts. Ihr Vater hat mir einmal das Leben gerettet – ich habe ihm versprochen, mich um sie zu kümmern. Schatz, ich liebe nur dich. Sei nicht böse. Um es wiedergutzumachen, habe ich eine private Yacht gebucht – Südfrankreich, Italien, wohin du auch willst. Nur wir beide.“

Ich nickte. Dante vertiefte den Kuss und drückte sich so fest an mich, dass meine Knie weich wurden und ich kaum noch stehen konnte. Dann löste er sich wieder von mir.

„Ach, und mach dir keine Mühe, mir heute Mittagessen zu bringen. Alexa hat gerade geschrieben – sie kümmert sich darum.“

Ich hielt mitten in der Bewegung inne und stützte mich ab.

Es fühlte sich an, als wäre ich gerade aus einem süßen Traum gerissen worden.

Ich umklammerte den Saum meines Rocks.

„Okay.“

Dante hatte wegen des ganzen Arbeitsstresses einen empfindlichen Magen, deshalb hatte ich immer selbst für ihn gekocht.

Gut.

Jetzt würde ich all die Zeit haben, die ich brauchte, um meinen Plan zu vollenden.

Bei diesem Gedanken hörte ich auf, ständig Rücksicht auf seine Gefühle zu nehmen. Ich drehte mich um und schloss die Tür hinter mir.

Ich ging zurück ins Krankenhaus für eine weitere Schwangerschaftsuntersuchung.

Das Baby war gesund.

Danach beantragte ich mein Visum.

Als ich aus der Botschaft trat, sah ich den Innenhof voller blühendem Blauregen.

Ich schloss die Augen und atmete leise aus.

Es waren noch drei Tage. Danach würde ich aus Dantes Leben verschwunden sein.

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