Short
Meine vier Adoptivsöhne haben meine Tochter verraten

Meine vier Adoptivsöhne haben meine Tochter verraten

작가:  Jasmine Flower완결
언어: Deutsch
goodnovel4goodnovel
11챕터
70조회수
읽기
보관함에 추가

공유:  

보고서
개요
장르
앱에서 읽으려면 QR 코드를 스캔하세요.

Ich hatte vier verlassene Jungen aufgenommen und sie wie meine eigenen Söhne großgezogen. Ich gab ihnen mein Zuhause, mein Geld, meine Verbindungen – und schließlich genug Macht, um die vier wichtigsten Bereiche der Leeds Group zu leiten. Siebzehn Jahre lang glaubte ich, sie liebten meine leibliche Tochter Elena wie eine echte Schwester. Dann rief sie mich aus einer Schultoilette an. „Mom, hilf mir.“ Als ich ankam, war ihre Schuluniform zerrissen, und ihr Körper war von blauen Flecken übersät. Meine vier Söhne hatten sie schreien hören. Sie hatten nichts getan. Stattdessen standen sie draußen und beschützten Sabrina. Ihnen zufolge war Elena verwöhnt. Sie hatte zu viel, während Sabrina zu wenig hatte. Also beschlossen sie, ihr beizubringen, Dinge aufzugeben. Zuerst ging es um ein Kleid. Dann überließen sie Sabrina das Haus am See, das Elena zu ihrem achtzehnten Geburtstag bekommen sollte, und räumten ihr privates Musikstudio für sie leer. Schließlich nahmen sie den Geschäftsvorschlag, an dem Elena sechs Monate gearbeitet hatte, löschten ihren Namen und reichten ihn unter Sabrinas Namen ein. Als Elena ihn zurückforderte, nannten meine Söhne sie egoistisch. „Du hast doch schon alles.“ „Sabrina braucht es mehr.“ Da verstand ich es. Die vier Jungen, die ich einst gerettet hatte, sahen Elena nicht länger als ihre Schwester. Sie betrachteten ihr Erbe als etwas, über das sie nach Belieben verfügen konnten. Und bald wollten sie auch meines. Sie saßen in meinem Vorstandszimmer und verlangten die Kontrolle über mein Unternehmen, meinen Familientrust und alles, was ich aufgebaut hatte. Sie glaubten, die Leeds Group existiere nur wegen ihnen. Sie glaubten, ich sei nichts weiter als eine alternde Mutter, die sie beiseiteschieben konnten. Sie hatten keine Ahnung, dass ich siebzehn Jahre zuvor dem kriminellen Imperium der Morettis den Rücken gekehrt hatte, um Elena ein normales Leben zu ermöglichen. Die Leeds Group war nur eines der legalen Unternehmen innerhalb eines Imperiums, das sie nie zu Gesicht bekommen hatten. Und auf die Macht, auf die sie so stolz waren? Die hatte ich ihnen gegeben. Meine Söhne hatten Elena beibringen wollen, dass ihr nicht allein deshalb alles gehörte, weil sie meinen Namen trug. Bitte. Jetzt würde ich allen vieren dieselbe Lektion erteilen.

더 보기

1화

Kapitel 1

„Ihr habt gesagt, ihr wolltet ihr nur Angst machen?“

Ich sah Matteo direkt an.

Er runzelte die Stirn, als wäre ich diejenige, die sich hier irrational verhielt.

„Mom, Elena wurde ihr ganzes Leben lang beschützt. Ein bisschen Härte wird ihr guttun.“ Er warf einen Blick zur Toilette hinüber. „Wir waren direkt draußen. Wir hätten niemals zugelassen, dass etwas wirklich Ernstes passiert.“

Ich folgte seinem Blick.

Elena kauerte an der kalten Fliesenwand und zitterte so heftig, dass ihre Zähne aufeinanderschlugen.

Eine Seite ihrer Schulbluse war aufgerissen. Über ihren Schultern zeichneten sich bereits dunkle blaue Flecken ab.

Mit beiden Händen klammerte sie sich an die Reste ihres Kragens und versuchte verzweifelt, sich zu bedecken.

Das war für sie also nichts Ernstes.

Ich hatte einmal in einer Welt gelebt, in der Männer Waffen unter maßgeschneiderten Jacken trugen und eine einzige Beleidigung jemanden weit mehr kosten konnte als Geld.

Und doch hatte es selbst in jener Welt niemand jemals gewagt, meine Tochter anzurühren.

Ich trat auf Matteo zu.

„Wann wäre es denn ernst geworden? Nachdem sie ihr den Rest der Kleidung vom Leib gerissen hätten? Oder nachdem jemand das Video ins Internet gestellt hätte?“

Matteos Gesichtsausdruck veränderte sich.

Doch bevor er antworten konnte, trat Dante zwischen uns.

Er richtete seine goldgeränderte Brille und sprach mit derselben ruhigen, abgewogenen Stimme, die er auch in Vorstandssitzungen benutzte – jener Stimme, die Menschen stets glauben ließ, er sei der einzige Vernünftige im Raum.

„Mom, du kennst nicht die ganze Geschichte.“

„Ich sehe, was vor mir liegt.“

„Aber du weißt nicht, was dazu geführt hat.“

Dante warf einen Blick zu dem Mädchen, das sich hinter ihm versteckte.

„Sabrina hat versehentlich Kaffee über Elenas Schuhe geschüttet. Elena hat sie vor allen anderen gedemütigt und ihr gesagt, sie könne es sich niemals leisten, sie zu ersetzen.“

Sabrina klammerte sich an den Rücken von Dantes Jackett.

Ihre Augen waren feucht, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

„Mrs. Leeds, ich habe angeboten, die Schuhe reinigen zu lassen. Aber Elena sagte, jemand wie ich verdiene es nicht einmal, sie anzufassen.“

Elena riss den Kopf hoch.

„Das habe ich nie gesagt.“

Sabrina biss sich auf die Lippe.

„Ich weiß, dass Elena mich nicht mag. Ich hätte sie nicht fragen sollen, ob ich mir das Kleid leihen darf, das sie bei der Wohltätigkeitsgala tragen wollte. Ich dachte nur—“

„Du hast mich nicht gefragt.“

Elenas Stimme war heiser, doch sie zwang jedes Wort hervor.

„Du hast allen erzählt, Dante hätte dir mein Kleid bereits versprochen. Als ich sagte, dass das nicht stimmt, hast du absichtlich Kaffee über meine Schuhe geschüttet.“

Sabrinas Gesicht erstarrte für einen Moment.

„Ich habe nicht—“

„Genug.“

Luca trat sofort vor sie.

Er zog seine Jacke aus und legte sie Sabrina sorgfältig über die Schultern, obwohl sie vollständig bekleidet war, während meine Tochter halb entblößt auf dem Boden saß.

„Das ist nicht das, was Sabrina uns erzählt hat, als sie weinend zu uns kam.“

Luca wandte sich mir zu. In seinen Augen lag ein Vorwurf.

„Mom, Elena hat ihr wegen eines lächerlichen Kleides das Gefühl gegeben, nichts wert zu sein. Sie glaubt, nur weil sie in diese Familie hineingeboren wurde, müssten sich alle anderen vor ihr verbeugen.“

„Und deshalb habt ihr diese Mädchen sie auf die Toilette zerren lassen?“

„Wir haben sie nur gebeten, mit Elena zu reden“, sagte Matteo. „Die Sache ist ein wenig außer Kontrolle geraten.“

„Ihr habt sie um Hilfe flehen hören.“

Auf der Toilette wurde es still.

Sie hatten sie gehört.

Während Elena weinte und diese Mädchen anflehte aufzuhören, hatten alle vier ihrer Brüder draußen vor der Tür gestanden.

Jeder einzelne von ihnen hätte hineingehen und es beenden können.

Keiner hatte es getan.

Nico lehnte an den Waschbecken und ließ ein silbernes Feuerzeug zwischen seinen Fingern kreisen.

Er wirkte vollkommen ungerührt.

„Elena musste eine Lektion lernen.“

Er ließ das Feuerzeug zuschnappen.

„Sie kann nicht davon ausgehen, dass ihr alles gehört, nur weil sie in diese Familie hineingeboren wurde.“

Ich starrte ihn an.

Nico war neun gewesen, als ich ihn gefunden hatte. Sein Handgelenk war gebrochen, und er hatte zwei Dollar in der Tasche.

Monatelang, nachdem ich ihn zu mir nach Hause gebracht hatte, wachte er mitten in der Nacht schreiend aus Albträumen auf.

Damals hatte die kleine Elena ihr Kissen in sein Zimmer getragen und bis zum Morgen neben seinem Bett gesessen.

Jetzt sprach er über sie, als wäre sie eine Fremde.

„Was genau wolltet ihr ihr eigentlich beibringen?“, fragte ich.

Dante antwortete.

„Zu teilen.“

Sein Blick ruhte auf Elena, ohne die geringste Spur von Mitgefühl.

„Sie hat bereits mehr, als sie jemals brauchen könnte. Sabrina wollte sich nur ein Kleid leihen. Welchen Grund hätte Elena also gehabt, Nein zu sagen?“

„Es ist mein Kleid“, sagte Elena leise.

Dante ignorierte sie.

„Sabrina musste für alles arbeiten, was sie besitzt. Elena wurde mit jedem Vorteil geboren. Wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, wird sie genau zu dem werden, was alle von ihr erwarten – eine egoistische, arrogante Erbin, die glaubt, die Welt schulde ihr alles.“

Siebzehn Jahre lang hatte ich diesen vier Jungen alles gegeben, was ich konnte.

Ich hatte sie aus Pflegefamilien, Notunterkünften und Jugendgerichten herausgeholt. Ich hatte für die beste Ausbildung bezahlt, die man für Geld bekommen konnte, und dafür gesorgt, dass sie jahrelange Therapie erhielten.

Als sie älter wurden, holte ich sie in die Leeds Group.

Dante leitete die operative Unternehmensführung.

Luca verantwortete die Öffentlichkeitsarbeit und externe Partnerschaften.

Matteo leitete den Finanzbereich, während Nico für Immobilienentwicklung und Sicherheitswesen zuständig war.

Die Wirtschaftspresse nannte sie die Leeds-Brüder.

Die Leute sprachen über sie, als wären sie in die Macht hineingeboren worden.

Vielleicht war genau das mein größter Fehler gewesen.

Ich hatte ihnen so viel gegeben, dass sie vergessen hatten, dass nichts davon ursprünglich ihnen gehört hatte.

Ich ging an Dante vorbei und kniete mich neben Elena.

Ich zog meinen Mantel aus und wickelte ihn fest um ihre zerrissene Uniform und ihren verletzten Körper.

Dann zog ich sie in meine Arme.

„Es ist vorbei. Ich bringe dich nach Hause.“

Elena vergrub ihr Gesicht an meiner Schulter und klammerte sich mit beiden Händen an mein Kleid.

„Ich habe nicht getan, was sie sagen.“

„Ich weiß.“

Hinter mir stieß Dante hörbar den Atem aus.

„Mom, sie blind zu verteidigen, wird alles nur noch schlimmer machen.“

Ich drehte mich nicht um.

„Dante. Hör auf zu reden.“

Er sprach trotzdem weiter.

„Wenn du ihr schon wieder Ausreden zugestehst, wird sie nie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Elena muss aufstehen und sich bei Sabrina entschuldigen.“

Elena erstarrte in meinen Armen.

Dante trat näher und griff nach ihrem Arm.

„Steh auf, Elena. Entschuldige dich, dann können wir das hinter uns lassen.“

Ich stand auf und schlug ihm ins Gesicht.

Das Geräusch hallte durch die Toilette.

Dantes Kopf fuhr zur Seite. Seine goldgeränderte Brille fiel zu Boden und rutschte unter eines der Waschbecken.

Alle vier Männer verstummten.

Luca reagierte als Erster.

„Was machst du da?“

Er machte einen Schritt auf mich zu, doch Matteo hielt ihn am Arm fest.

Langsam drehte Dante sich wieder zu mir um.

Auf seiner Wange breitete sich ein roter Handabdruck aus.

Die ruhige, kontrollierte Maske, die er sonst immer trug, war endlich gerissen und gab den Zorn darunter preis.

„Wenn es dir besser geht, wenn du mich schlägst, bitte.“

Er sah mich erneut an.

„Aber das ändert nichts daran, dass Elena im Unrecht war.“

„Du glaubst immer noch, es geht hier um ein Paar Schuhe?“

„Es geht darum, zu welchem Menschen sie wird.“

„Nein.“

Ich hielt seinem Blick stand.

„Es geht darum, zu welchen Männern ihr geworden seid.“

Sabrina trat hinter Luca.

„Luca, sie macht mir Angst.“

Sofort stellte er sich schützend vor sie.

Ich sah, wie er Sabrina beschützte.

Dann sah ich meine Tochter an, die ihre vier Brüder in dieser Toilette im Stich gelassen hatten, während Fremde an ihrer Kleidung rissen.

Der Gegensatz war widerwärtig.

Nico lachte kalt auf.

„Heute hast du uns wirklich enttäuscht, Mom.“

„Wir versuchen, Elena davon abzuhalten, eine verwöhnte Tyrannin zu werden. Offenbar sind wir vier die Einzigen in dieser Familie, die bereit sind, ihr auch einmal Nein zu sagen.“

„Elena hat heute mehrmals Nein gesagt.“

Ich half meiner Tochter auf und hielt einen Arm fest um ihre Taille.

„Sie hat Nein gesagt, als Sabrina ihr Kleid verlangte. Sie hat Nein gesagt, als diese Mädchen sie auf diese Toilette gezerrt haben.“

Ich sah einen nach dem anderen an.

„Diejenigen, die sich geweigert haben, dieses Wort zu respektieren, wart ihr.“

Keiner von ihnen antwortete.

„Wenn ihr glaubt, dass das Geld der Leeds Elena arrogant gemacht hat, wird keiner von euch noch einen weiteren Dollar davon ausgeben.“

Matteo verschränkte die Arme. Ein Mundwinkel hob sich verächtlich.

„Du drohst uns damit, unsere Kreditkarten zu sperren?“

„Ich informiere euch.“

„Wir leiten die vier wichtigsten Bereiche der Leeds Group. Glaubst du wirklich, ein paar gesperrte Karten würden uns Angst machen?“

Auch Luca lachte.

„Wenn wir alle gehen, wer soll dann das Projekt in Brooklyn leiten? Wer soll den Vorstand unter Kontrolle halten? Du?“

Ich musterte ihn schweigend.

Er glaubte tatsächlich, ich hätte die vergangenen siebzehn Jahre entspannt auf meinem Anwesen in Westchester verbracht, während die vier die Leeds Group um mich herum aufgebaut hatten.

Er hatte keine Ahnung, wie viele Menschen noch immer auf einen einzigen Befehl von Catherine Moretti warteten.

Oder dass die Leeds Group nur der Teil meines Imperiums war, den ich der Öffentlichkeit zu sehen erlaubt hatte.

Dante beugte sich hinunter und hob seine Brille auf.

Ein Glas war gesprungen, doch er setzte sie trotzdem wieder auf.

„Wir arbeiten seit Jahren für diese Familie, und wir sind der Grund dafür, dass die Leeds Group heute dort steht, wo sie steht.“

Seine Stimme hatte ihre Ruhe wiedergefunden.

„Willst du diese Familie wirklich auseinanderreißen, weil Elena sich geweigert hat, ein einziges Kleid zu teilen?“

„Ihr habt aufgehört, diese Familie zu beschützen, in dem Moment, als ihr vor dieser Tür standet und sie um Hilfe flehen hörtet.“

Ich führte Elena zum Ausgang.

Als wir an Sabrina vorbeikamen, blieb ich stehen.

Sofort senkte sie den Blick.

Doch nicht, bevor ich den Anflug von Genugtuung bemerkte, den sie nicht hatte verbergen können.

Sie glaubte, sie hätte gewonnen.

Das war in Ordnung.

Um sie würde ich mich später kümmern.

Im Moment brauchte meine Tochter mich.

Ich blieb neben Dante stehen.

„Bis morgen früh werden eure privaten Kreditkarten, eure Fahrzeuge und euer Zugang zu sämtlichen Anwesen unter dem Namen Leeds gesperrt.“

Nico schnaubte.

„Du nimmst das innerhalb von drei Tagen wieder zurück.“

„Werde ich das?“

„Das Unternehmen kann ohne uns nicht überleben.“

Alle vier glaubten es.

Sie hatten die Befugnisse, die ich ihnen lediglich geliehen hatte, für Macht gehalten, die sie sich selbst verdient hatten.

Ich sah Dante ein letztes Mal an.

„Ihr wolltet Elena beibringen, dass ihr nicht allein deshalb alles gehört, weil sie unter dem Namen Leeds aufgewachsen ist.“

Er sagte nichts.

„Ab morgen werdet ihr vier dieselbe Lektion lernen.“

Dann nahm ich meine Tochter mit nach Hause.

펼치기
다음 화 보기
다운로드

최신 챕터

더보기
댓글 없음
11 챕터
좋은 소설을 무료로 찾아 읽어보세요
GoodNovel 앱에서 수많은 인기 소설을 무료로 즐기세요! 마음에 드는 작품을 다운로드하고, 언제 어디서나 편하게 읽을 수 있습니다
앱에서 작품을 무료로 읽어보세요
앱에서 읽으려면 QR 코드를 스캔하세요.
DMCA.com Protection Status