เข้าสู่ระบบDass Yuna so beherzt das Skalpell ansetzte, verblüffte Verena. Doch schon im nächsten Moment triumphierte sie innerlich.Yuna war in die Falle getappt. Diese Idiotin war tatsächlich darauf hereingefallen!Bei dieser aufgeblähten Leiche musste die faulige Flüssigkeit gleich beim ersten Schnitt herausspritzen, mitten in Yunas Gesicht und über ihren ganzen Körper.Verena malte sich schon aus, wie Yuna kreischte, völlig die Nerven verlor und sich von oben bis unten besudelt vor allen blamierte.Bei dieser Vorstellung hielt sie vor Aufregung den Atem an und starrte gebannt auf Yunas Hand.Die gut ein Dutzend jungen Leute im Saal wichen unwillkürlich mehrere Schritte zurück. Sie wussten nur zu gut, was ihnen bei einer solchen Leiche bevorstand. Der Anblick war entsetzlich, der Gestank unerträglich. Wer auch nur einen Spritzer abbekam, wurde den Fäulnisgeruch tagelang nicht mehr los, so gründlich er sich auch wusch.Als die Klinge eindrang, zischte es. Dann platzte der Bauch mit einem Knall a
Der Älteste wandte sich Verena zu und sah sie eisig an.„Diese Leiche ist für Anfänger ungeeignet. Einer von euch gibt seine ab.“Verena setzte ein unschuldiges Lächeln auf.„Das können Sie so nicht sagen.“Sie blinzelte. „Yuna lernt erst seit zwei Tagen und darf schon in den Anatomiesaal. Bei dem Tempo muss sie ein Genie sein. Da brauchen wir sie wohl kaum noch wie eine Anfängerin zu behandeln. So jemanden muss man gleich richtig fordern, oder?“„Ganz genau!“, stimmten einige der anderen kichernd zu.„Ein Genie muss sich schließlich auch an schwierige Aufgaben wagen.“„Wir geben ihr doch nur die Gelegenheit, ihr Können zu zeigen.“Verena nahm ein Skalpell, trat zu Yuna und hielt es ihr hin. Die Klinge blitzte im fahlen Licht auf.„Yuna.“ Verena lächelte gehässig. „Du bist zurückgekommen, um Familienoberhaupt zu werden, und willst bis zum siebten Tag die fünfte Stufe erreichen. Da musst du ja etwas ganz Besonderes sein. Jetzt sind wir alle hier. Zeig uns, was du kannst.“Sie legte den
Beim Öffnen der Tür zum Anatomiesaal schlug Yuna der stechende Geruch von Formalin und anderen Chemikalien entgegen. Dazu kam ein schwerer, kaum zu beschreibender Geruch nach Tod.In der Tür blieb sie einen Moment stehen. Beim Anblick des Saals stockte ihr der Atem.Grelles, kaltes Licht erhellte den großen Raum. An den Wänden reihten sich riesige Vitrinen mit Organpräparaten. Herzen, Lebern und Lungenlappen schwebten darin in Gefäßen mit blassgelber Flüssigkeit.In der Mitte standen über ein Dutzend Präparationstische aus Edelstahl. Auf jedem lag ein Leichnam für den Unterricht.In einer Ecke waren Tierkadaver aufgehäuft. Die gehäuteten Kaninchen waren blutverschmiert. Bei einem jungen Reh war der Bauch geöffnet, die Eingeweide lagen draußen. Daneben lagen mehrere ineinander verschlungene Schlangen, bereits völlig steif.In der kalten Luft vermischte sich der stechende Geruch von Formalin mit dem von Blut.„Haben Sie Angst?“, fragte der Älteste neben ihr.Yuna holte tief Luft. Ehrlich
„An einem Tag. An einem einzigen Tag haben Sie die gesamten Grundlagen verstanden. Sie können selbstständig passende Arzneien zusammenstellen. Das … das habe ich noch nie erlebt! Sie sind ein wahres Genie der Heilkunst. Sie sind dazu geboren!“Der Älteste stand auf und richtete seinen Mantel. Dann trat er einen Schritt zurück, verneigte sich in aller Förmlichkeit.„Es ist mir eine Ehre, Sie zu unterrichten, Frau Sommer. Von heute an werde ich alles tun, um Ihnen mein gesamtes Wissen weiterzugeben.“Yuna stand hastig auf und half ihm, sich wieder aufzurichten. Höflich antwortete sie: „Die Ehre ist auf meiner Seite. Ich bin froh, dass Sie mich unterrichten. Ich werde mir große Mühe geben.“„Gut, sehr gut!“Der Älteste nickte mehrfach und griff nach dem Buch auf dem Tisch.„Kommen Sie. Ich bringe Sie in den Anatomiesaal. Heilmittel zu kennen genügt nicht. Sie müssen auch den Aufbau des menschlichen Körpers verstehen. Ohne dieses Wissen tappen Sie bei jeder Behandlung im Dunkeln.“Mit groß
Yuna verpackte ihren Erkältungstee und band das Päckchen in aller Ruhe zu. Dann drehte sie sich um.Ihr Blick glitt gleichgültig über die Gesichter der jungen Leute. Für sie waren das bloß ein paar Vollidioten.Sie ging an ihnen vorbei und verließ die Apotheke. Kein einziges Wort sagte sie, keines weiteren Blickes würdigte sie die anderen.Die jungen Leute blieben verdutzt stehen. Diese Missachtung traf sie wie eine Ohrfeige; ihre Gesichter brannten.„Was … was soll das?“„Hat sie uns gerade einfach ignoriert?“„Was bildet die sich ein?“„Sie nimmt uns überhaupt nicht ernst!“Der junge Mann von der zweiten Stufe wurde hochrot. Er ballte die Fäuste so fest, dass seine Knöchel knackten.„Das war ihr viel zu peinlich. Sie ist einfach davongelaufen. Ihre Gelassenheit war bloß gespielt!“„Genau! Sie hat nur so getan!“Die junge Frau starrte zornig zur Tür. „Am siebten Tag ist sowieso die Prüfung. Wenn sie nicht einmal die erste Stufe schafft, kann sie uns nichts mehr vormachen.“…Als Yuna
Jetzt war es anders.Yuna massierte ihre Schläfen, um den schmerzhaften Druck zu lindern. Dann stand sie auf und ging zur Tür.Das Wissen war in ungeheurem Tempo auf sie eingeströmt. Doch einmal aufgenommen, fühlte es sich wie ein wiedererwachter Instinkt an. Sie hatte den seltsamen Eindruck, all das nicht gelernt, sondern sich daran erinnert zu haben.…Die Apotheke lag im Nordosten der Lehranstalt. Der Raum war groß. An den Wänden reihten sich Arzneischränke mit unzähligen kleinen Schubladen, jede mit dem Namen eines Heilmittels beschriftet.Ein durchdringender Kräutergeruch erfüllte die Luft, bitter, würzig und süßlich zugleich.Yuna trat ein und atmete tief ein. Früher hatte sie bei diesem Geruch nur niesen wollen. Jetzt war er ihr auf unerklärliche Weise vertraut.Sie begann, die Arzneien zusammenzustellen.Zuerst stellte sie das Mittel gegen die Gelenkschmerzen zusammen, die sich bei kaltem, feuchtem Wetter verschlimmerten. Sie überflog die Beschriftungen am Arzneischrank und zog
Chiara starrte sie an. Selbst ihre gespielt verletzte Miene erstarrte mitten in der Bewegung. Die brennende Wange ließ sie für einen Moment alles vergessen.Wie konnte Yuna es wagen, wirklich zuzuschlagen?Henrik war einen Moment lang sprachlos. Dann brach seine Wut hervor.„Yuna, hast du den Versta
„Frau Wolfhardt, die Angelegenheit ist diesmal außerordentlich heikel! Ich fürchte, vor einem halben Monat kommt er nicht zurück.“Yuna verstummte einen Moment.Ein persönliches Gespräch fiel damit aus.Eine Nachricht im Chat war zwar nicht ganz so höflich – aber ihr blieb nichts anderes übrig.Yuna
„Yuna!“Henriks Gesicht verfinsterte sich. Er stürmte ihr nach.Kaum hatte Yuna das Privatzimmer verlassen, rief sie Viktor an. „Herr Moll, etwas ist dazwischengekommen, das Mittagessen fällt aus. Ich fahre direkt zur Besichtigung. Schicken Sie mir die Nummer der zuständigen Person durch.“„Frau Wol
Am nächsten Tag im Vorstandsbüro des Wolfhardt-Konzerns warf Henrik gereizt die Akten auf den Tisch und trommelte mit den Fingernägeln auf die teure Nussbaumplatte. „Ist Yuna immer noch nicht zur Arbeit erschienen?“Der Assistent senkte den Kopf. „Nein, Herr Wolfhardt. Frau Sommer fehlt seit drei Ta







