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Author: Whendhie
last update publish date: 2026-08-06 04:36:17

Er war fünfundzwanzig und sie war einundzwanzig.

Er war gerade für seinen Großvater unterwegs, um irgendeine Besorgung zu machen – worum es ging, wusste er schon gar nicht mehr. Denn in dem Moment, als er sie über den Strand auf den Steg zugehen sah, hatte er vergessen, was er eigentlich hatte tun sollen.

Er war zwischen einer Gruppe von Bäumen versteckt gewesen. Oh ja – jetzt erinnerte er sich wieder –, er hatte gerade Holz von einem umgestürzten Baum gehackt, als er das Quietschen von Scharnieren und das Schlagen einer Fliegengittertür hörte. Er warf einen kurzen Blick hinüber zum Haus, wo ein Mädchen in einem leuchtend blauen Bikini die Stufen der Veranda hinunterstieg und über den Rasen ging.

Er lehnte sich mit der Schulter gegen einen Baum und beobachtete sie einfach. Sie hat einen umwerfenden Körper, hatte er gedacht.

Dann erkannte er ihr Gesicht. Er konnte es nicht glauben. Es war Katherine Kavell – Kitty Kat.

Er starrte sie an, der Mund stand ihm offen.

Verschwunden war der ungeschickte Teenie, der zu viel Make-up trug, ihm überallhin folgte und ihm gehörig auf die Nerven ging. Sie war jetzt größer. und ihre Figur – die haute ihn einfach um.

Er schüttelte ungläubig den Kopf. Die nervige kleine Katherine Kavell – die lästige Plage, die dachte, sie wüsste alles, die ihn ausspioniert hatte, die ihn hatte weinen sehen und seine beste Freundin geworden war. Nun, so klein war sie nicht mehr. Er war verblüfft, wie sehr sie sich verändert hatte.

Er spürte, wie ein urwüchsiger, reiner körperlicher Trieb mitten durch seinen Körper fuhr. Die Axt, die er hielt, entglitt seiner Hand und schlug mit einem dumpfen Poltern auf dem Boden auf. Er fluchte leise und rückte sich leicht zurecht.

Er konnte seinen Blick nicht von ihr wenden. Und er wollte es auch gar nicht. Also weidete er einfach seine Augen an ihr aus.

Ihr Haar war länger und glatter … Es streifte ihre Schultern, als sie bis zum Ende des Stegs ging, wo ein rot-blaues Strandtuch ausgebreitet lag und Musik aus einem Radio drang.

Er lehnte sich an den Baum, verschränkte die Arme und atmete langsam aus – mit einer Art halbem Pfiff des Staunens darüber, wie ein Mädchen nur so gebaut sein konnte. Sie war so verdammt heiß.

Sie beugte sich vor und warf etwas auf das Handtuch. Er stöhnte auf und schloss die Augen. Er hörte die Musik durch die Luft pulsieren, im selben Takt, wie sein Herz pochte. Er schlug die Augen wieder auf, weil er sich nicht länger verstecken konnte. Er musste sie sehen. Er konnte sich den Anblick von etwas so Schönem – so wunderbar Gewachsenem – nicht verwehren. Also starrte er.

Sie stand da, die Zehen über die Kante des Stegs gekrümmt, die Haltung steif und gerade, die Arme hochgestreckt, bereit zum Kopfsprung.

Er stieß sich vom Baum ab und ging auf sie zu. Diesmal hatten sich die Vorzeichen verkehrt – er folgte ihr. Das war irgendwie komisch, dachte er, als er daran dachte, wie oft er ihr gesagt hatte, sie solle verschwinden und ihn verdammt noch mal in Ruhe lassen. Oder wie oft er sie hatte verjagen müssen. Jetzt war er derjenige, der ihr hinterherging. Er grinsten.

Sie sprang kopfüber hinein.

Als sie auf das Wasser traf, stockte ihm der Atem, als müsste er zusammen mit ihr die Luft anhalten. Er ging schneller, den Steg hinunter aufs Wasser zu. Aber als er das Handtuch erreichte, blieb er stehen. Er stand da und starrte auf die Wasserringe, die sie hinterlassen hatte, während die Musik aus dem Radio über die Bucht dröhnte.

Ihr Kopf durchbrach die Oberfläche, glatt und nass. Er beugte sich hinunter und drehte die Lautstärke am Radio leiser, dann richtete er sich auf und wartete, bis sie sich im Wasser umdrehte.

Sie erstarrte in dem Moment, als sie ihn sah. Ihre Augen weiteten sich. Sie sah überrascht aus.

„Jensen“, sagte sie.

Ihre Stimme klang reifer und rauchig. Sie ließ ihn an Dinge wie samtweiche Haut und heiße, tiefe Küsse denken.

Er machte zwei Schritte an den Rand des Stegs, ging in die Hocke und stützte eine Hand auf seinem Oberschenkel ab. Er sagte nichts … Er sah sie einfach nur an und genoss die Aussicht. So etwas bekam er nicht jeden Tag zu sehen. Verdammt – so hatte er sie noch nie gesehen. Die Luft wurde heißer, engmaschiger und fühlte sich schwer an.

Sie schwamm auf ihn zu.

Er streckte ihr eine Hand entgegen.

„Na du, Kitty Kat“, sagte er lächelnd.

Sie legte ihre Hand in seine und er richtete sich auf, zog sie mit sich hoch, während er zusah, wie das Wasser an ihrem Körper herablief. Sie hatte sich so sehr verändert. Genau die richtigen Kurven an den genau richtigen Stellen entwickelt. Das Sonnenlicht überflutete sie und hob ihre zierliche Figur in dem knallblauen Bikini hervor.

Verdammt. Das war eine wahrhaftig umwerfende Figur, die sie da hatte. Die Rundungen und Wölbungen reichten aus, um ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen. Und das Wasser lief ihm im Mund zusammen.

Er war überrascht. So hatte er vorher noch nie über sie gedacht. Bis dahin war sie die kleine Kitty Kat gewesen. Die Schwester seines besten Freundes, die ihm überallhin folgte und ihm gehörig auf den Zeiger ging. Seine Freundin, die auf ihre eigene Art für ihn da gewesen war, als er seine Eltern verloren hatte. Seine persönliche Nervensäge.

Und wo wir gerade bei Rundungen waren …

Sein Blick verfing sich an ihrem Körper. Er war sich sicher, dass dieser knackige Hintern ausreichen würde, um seinen Magen aufschreien zu lassen. Für einen Bruchteil einer Sekunde stellte er sich vor, wie er sie überbeugte, diesen Bikini herunterzog und etwas – einen Teil von sich – in sie versenkte. Und seine Lenden pochten in voller Zustimmung.

Er leckte sich über die Lippen und ihre Augen folgten der Bewegung.

Sie stand so nah bei ihm, so nah, dass er sich nur nach vorne lehnen musste und ihre Körper würden sich berühren.

Brust an Brust. Hüfte an Hüfte. Mund an Mund. Er hatte eine seltsame und absurd-heiße Vorstellung davon, wie sie sich berührten und plötzlich Dampf die Luft um sie herum beschlug. Er grinsten.

Sie war jetzt viel größer. Nicht mehr die kleine Kitty Kat. Aber es war egal, wie groß sie war, denn er war immer noch größer und sie musste immer noch zu ihm aufsehen.

Sie entzog ihre Hand seinem Griff, drehte sich um und schnappte sich das Handtuch.

Sie benutzte es, um sich zu bedecken, während sie umständlich so tat, als würde sie sich abtrocknen. Sie ließ sich Zeit. Er konnte ihr Gehirn förmlich arbeiten sehen. Er wollte wissen, was sie dachte. Sie sah verunsichert aus … Gut zu wissen, dass er nicht der Einzige war.

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