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Kapitel 15

last update Veröffentlichungsdatum: 28.06.2026 22:19:02
Unter dem Schrein

Der Vorhang aus Licht schloss sich hinter uns wie der letzte Atemzug einer sterbenden Welt.

Für einen endlosen Moment hörte ich über uns nur noch gedämpfte Schreie, das Krachen von Stein und das ferne, wütende Dröhnen des Kampfes. Dann wurde alles leiser. Nicht still. Nur weiter weg. Als hätte uns der Schrein selbst geschluckt und in seinen Bauch hinabgelassen.

Dunkelheit umfing uns.

Nicht die normale Dunkelheit einer Nacht. Diese hier war dicht, alt und voller Druck. Sie schie
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    Die Stimme im WindDie Nacht, die auf unsere Abreise aus Elaras Dorf folgte, war nicht wie andere Nächte, die ich in meinem Leben gekannt hatte, denn die Sterne schienen nicht nur am Himmel, sondern auch in mir, als hätte das Leuchten auf meiner Hand die Dunkelheit in meinem Inneren durchdrungen und sie in etwas verwandelt, das ich nicht mehr fürchten musste, und ich ritt mit geschlossenen Augen, nicht weil ich müde war, sondern weil ich lauschte, nicht mit den Ohren, sondern mit dem Herzen, wie mein Vater es genannt hatte, und ich hörte ein Flüstern, das nicht von den Bäumen kam, sondern von der Luft selbst, von der Erde, von der Schwelle, die nun in mir wohnte.Wir hatten das Dorf vor Stunden verlassen, und die Straße vor uns war nicht mehr als ein schmaler Pfad, der sich durch einen Wald schlängelte, dessen Bäume so alt waren, dass sie sich anfühlten, als wären sie Zeugen von Geschichten geworden, die älter waren als die Menschheit selbst, und ich spürte mit jedem Schritt, den die

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