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Brennend

Author: Ameerawrites
last update publish date: 2026-07-01 05:41:55

**♧•Maya•♧**

Unangenehm.

Ein Wort, um zu beschreiben, wie sich alles anfühlte.

Denn warum war die ganze Stadt genau in dem Moment ausgebucht, in dem ich verzweifelt einen Ort zum Übernachten brauchte?

Liam stand mitten im Raum, die Arme vor der Brust verschränkt.

„Also, keine Zimmer?", fragte er, und ich presste die Lippen zusammen.

Na gut. Damit musste ich mich leider abfinden.

„Im Moment gibt es keine freien Zimmer — so sagten es zumindest die zehn Rezeptionisten, die ich getroffen habe", murmelte ich und sah mich im Raum um. Ein Fernseher in der Mitte, eine Couch, ein Kamin, eine Küche, eine Treppe und...

Ich konnte nicht glauben, dass man mich um das hier betrogen hatte.

Es wäre der perfekte Ort gewesen, um den Sommer zu verbringen, mich von einer Trennung und einem Verrat zu erholen. Aber na ja, auch das war mir genommen worden — leider.

„Es gibt hier nur ein Zimmer. Ich glaube, das weißt du bereits", sagte er, sein Ton trocken. Ich seufzte und sah ihm in die Augen.

„Hör zu, ich brauche nur einen Ort zum Schlafen. Ich werde morgen ein Zimmer suchen und dir dann nicht mehr auf die Nerven gehen", sagte ich und runzelte dann die Stirn. „Ich nehme die Couch."

Ich warf einen Blick auf die besagte Couch und zuckte fast zusammen, wie klein sie aussah.

Das würde wehtun.

Liam schnaubte. „Und ich soll dich einfach die Couch nehmen lassen, ja?", fragte er.

Meine Stirnfalte vertiefte sich. Ich versuchte herauszufinden, was er meinte.

„Da es nur für eine Nacht ist, nimm das Bett. Das Zimmer ist oben", sagte er.

Ich verdrehte die Augen. „Kannst du das jetzt einfach lassen? So nett tun und so? Ich nehme die Couch. Behalt dein Bett."

Ich ging hinüber und setzte mich auf die Couch, um zu testen, wie bequem sie war.

Na ja. Es ging. Das würde bis zum Morgen reichen.

Liam schnaubte erneut.

„Du hast wohl etwas Mut entwickelt, Schnuckelchen. Habe ich dir genug Abstand gegeben? War sieben Jahre zu viel?", fragte er.

Ich seufzte. Gott wusste, dass dies der letzte Ort war, an den ich zurückkehren wollte, aber nachdem ich ein Taxi bezahlt hatte, das mich auf der Suche nach Hotels herumgefahren hatte, ohne eines zu finden, hatte ich keine Wahl.

Und das hier...

Das ließ mich es bereuen. Ich hatte gerade so viel in meinem Leben am Laufen, und auch wenn es noch ein wenig stach — daran zu denken, wie er mir die Highschool zur Hölle gemacht hatte — war es das Letzte, worüber ich jetzt nachgrübeln wollte.

„Ich gehe, noch bevor du überhaupt wach bist", sagte ich flach.

Er summte. „Hast du nicht gerade gesagt: 'Im Moment gibt es keine freien Zimmer'?"

Er trat in mein Blickfeld, eine perfekte Braue hochgezogen.

Mein Blick wanderte über sein Gesicht, bevor ich die Lippen zusammenpresste.

Irgendwie war es nicht fair, dass er noch heißer geworden war.

Nicht fair.

Die Natur war eine Mistkuh — verteilte ungerechte Behandlung an die besten Menschen und schenkte den Gemeinen hübsche Privilegien.

„Ich werde etwas herausfinden. Kannst du mich jetzt einfach in Ruhe lassen?", fragte ich.

Er starrte mich einen langen Moment an. Es machte mich sehr unwohl.

„Viel Glück beim Schlafen darauf", sagte er, drehte sich dann um und ging die Holztreppe hinauf.

Ich beobachtete ihn, bis er aus meinem Blickfeld verschwand, bevor ich auf der Couch in mich zusammensackte und einen Blick auf mein Gepäck warf, das immer noch vor der Tür stand.

Ich starrte ins Leere. Ein leiser Seufzer entkam mir.

In die Toskana zu kommen, hatte sich damals wie die beste Option angefühlt. Ich hatte es nicht einmal richtig durchdacht. Ich hatte Flugtickets und eine gebuchte Wohnung.

Aber nein.

Ich war um 450 Dollar betrogen worden, für ein Ferienhaus, das es nie gegeben hatte.

Mein Handy klingelte. Ich setzte mich träge einen Moment lang auf, bevor ich es aus meiner Tasche zog.

Ich starrte auf den Anrufer.

Tom.

Allein seinen Namen zu sehen, ließ mein Herz sich zusammenziehen — als hätte es sich plötzlich erinnert, dass es eigentlich trauern sollte.

Der Anruf ging auf die Mailbox. Der Bildschirm wurde dunkel, nur um eine Sekunde später wieder aufzuleuchten.

Derselbe Anrufer.

Dasselbe Ergebnis.

Ich konnte mich nicht überwinden, mit ihm zu sprechen.

Nicht nach dem, was ich gesehen hatte.

Der Verrat. Der Herzschmerz.

Er hatte mich erkennen lassen, dass Liebe nicht für mich gemacht war — dass mich am Ende niemand vollständig lieben konnte.

Nicht, solange Jenny im Bild war.

Ich legte mich auf die Couch, zog mich zusammen, die Knie an die Brust gezogen.

Es war nicht bequem, aber definitiv besser als der kalte Boden.

Ich hatte keine Ahnung, wann ich eingeschlafen war, aber ich wurde abrupt geweckt vom Geruch von etwas Brennendem — und hastigen Schritten, die über den Boden tappten. Keine ruhigen.

Hektische.

Flüche ertönten — sowohl auf Italienisch als auch auf Englisch.

Eine Stirnfalte bildete sich auf meinem Gesicht, während ich versuchte, zusammenzusetzen, was geschah, mein Gehirn noch benebelt.

Licht flutete den Raum, Sonnenstrahlen trafen mich direkt im Gesicht.

„Scheiße!", rief eine männliche Stimme aus der Küche, und ich richtete mich sofort auf, sie sofort erkennend.

Ich blickte an mir herab. Ich war noch vollständig angezogen.

Das bedeutete, er hatte sich in der Nacht nichts erlaubt.

Das war... beruhigend.

Ich schnupperte in die Luft, stand von der Couch auf und folgte dem Lärm — und dem Rauch.

Vor dem Herd stehend, der ziemlich in Flammen stand, war Liam, der versuchte, ihn zu löschen... mit bloßen Händen.

Ich eilte zur Spüle, füllte ein Glas mit Wasser und drehte mich zu ihm um.

„Wirst du mir hier helfen?", fragte er und warf mir kurz einen Blick zu.

Ich presste die Lippen zusammen, griff nach dem Becher und schüttete das Wasser über den Herd. Das Feuer erlosch mit einem Zischen.

Ich knallte den Becher auf die Theke und starrte ihn an.

„Du hättest einfach sagen können, dass du versuchst, das Haus abzufackeln — mit mir drin", sagte ich flach.

Er hob eine Braue. „Und hier stehe ich, direkt vor dir."

Ich presste erneut die Lippen zusammen und ging aus der Küche.

„Hey. Danke, okay?", rief er mir nach. Ich antwortete nicht.

„Lass mich dir wenigstens Frühstück ausgeben", fügte er hinzu.

„Kein Interesse", murmelte ich — und ich meinte es genau so.

Ich brauchte nichts von niemandem — am allerwenigsten von Liam Carter.

Ich wollte ihn auf Abstand halten.

Zeit, wieder ein Zimmer zu suchen... schon wieder.

Oh Mann.

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