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Kapitel 64 — Hartmanns Entscheidung

Autor: Viv Rex
last update Fecha de publicación: 2026-05-29 05:57:15

POV: Aldric Grauwald

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Hartmann frühstückte mit ihnen am nächsten Morgen.

Das war nicht geplant gewesen.

Er klopfte an die Tür kurz nach Sonnenaufgang und stand draußen mit dem Gesicht von jemandem der eine Nacht nachgedacht hatte und mit dem Ergebnis dieses Nachdenkens hier stand.

"Ich habe nicht geschlafen," sagte er.

"Ich weiß," sagte Aldric. "Kommen Sie herein."

Hartmann trat herein.

Er setzte sich an den Tisch.

Aldric machte Feuer. Isolde machte Brot und Käse und die beiden Tassen die si
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  • GEBUNDEN DURCH MOND UND BLUT   Kapitel 67 — Der Vollmond

    POV: Isolde NachtmannDer Abend kam langsam.Das war der Sommer. Die langen Abende die das Licht hielten bis es nicht mehr gehen konnte und es dann trotzdem noch ein bisschen länger versuchte.Isolde stand am Fenster des oberen Stockwerks und schaute auf Grenzstadt.Die Straßen. Die Lichter die in den Fenstern ankamen. Der Markt der für heute Abend geschlossen hatte. Die Menschen die sich bewegten.Viele Menschen die sie kannte.Bram und Sonja die durch eine Seitenstraße gingen. Franz der mit Hartmann redete auf dem Pflaster. Hilde die vor einer Taverne stand und mit Maren Wald sprach. Stefan Kreuz der allein ging mit dem Gesicht von jemandem der über etwas nachdachte.Konrad und Casimir die nebeneinander standen und auf die Straße schauten.Die zwei alten Männer.Werner und Lira am Rand.Werner schrieb schon.Lira schaute auf den Himmel.Die Sonne war noch nicht ganz weg. Der Mond war noch nicht da.Dazwischen.---Aldric trat in das Zimmer.Er stellte sich neben sie.Sie schauten zu

  • GEBUNDEN DURCH MOND UND BLUT   Kapitel 66 — Die Drei Wochen

    POV: Aldric Grauwald---Die drei Wochen vor dem Vollmond hatten eine eigene Schwere.Nicht die schwere Schwere. Die andere Art. Die Art von Schwere die ein Moment bekommt wenn man weiß dass er wichtig ist und dass er kommt und dass man nichts tun muss außer leben bis er da ist.Aldric lebte.Das war die einfachste Beschreibung.Er stand morgens auf und machte Feuer und arbeitete und aß und redete und schrieb und ritt manchmal durch Grenzstadt und saß abends am Feuer und alles davon hatte eine Klarheit die er nicht vollständig beschreiben konnte außer zu sagen dass es sich richtig anfühlte.Vollständig.Still.Bastians Wörter.---Konrad kam in der zweiten Woche.Nicht mit großem Gefolge. Allein. Das war Konrads Art für persönliche Reisen.Er trat durch die Tür und schaute auf das Haus und machte das Geräusch das er immer machte wenn etwas seinen Erwartungen entsprach.Dann schaute er Aldric an."Du siehst gut aus," sagte Konrad."Du hast das schon gesagt. Nach Tiefengrund.""Damals w

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    POV: Isolde NachtmannEnde Frühling.Der Sommer kam in Sicht.Nicht da. Aber sichtbar. Die Art wie die Tage länger wurden und das Licht eine andere Qualität annahm. Wärmer. Direkter. Als würde die Welt aufhören sich zu verstecken.Isolde öffnete morgens das Fenster und ließ den Frühsommermorgen herein und dachte dass dreihundert und siebenundvierzig Jahre viele Frühsommermorgen waren und dass dieser trotzdem anders war.Nicht wegen dem Licht.Wegen dem was darunter war.---Bastian schrieb.Die nächste Übersetzung.*Hauptmann Nachtmann. Alpha Grauwald.**Ich habe die Passage gefunden die ich gesucht habe seit dem Anfang.**Sie ist kurz.**Ich übersetze sie direkt.**Es gibt keine langen Rituale. Es gibt keine bestimmten Worte. Die zwei Menschen die das gemeinsame Haus bauten haben ihren Bund nicht in einer Zeremonie geschlossen.**Sie haben ihn in einem Moment geschlossen der nicht geplant war.**Die Aufzeichnung sagt nur: Sie haben sich angeschaut und beide gewusst dass es Zeit war.*

  • GEBUNDEN DURCH MOND UND BLUT   Kapitel 64 — Hartmanns Entscheidung

    POV: Aldric Grauwald---Hartmann frühstückte mit ihnen am nächsten Morgen.Das war nicht geplant gewesen.Er klopfte an die Tür kurz nach Sonnenaufgang und stand draußen mit dem Gesicht von jemandem der eine Nacht nachgedacht hatte und mit dem Ergebnis dieses Nachdenkens hier stand."Ich habe nicht geschlafen," sagte er."Ich weiß," sagte Aldric. "Kommen Sie herein."Hartmann trat herein.Er setzte sich an den Tisch.Aldric machte Feuer. Isolde machte Brot und Käse und die beiden Tassen die sie morgens immer machte wurden drei.Hartmann aß schweigend.Dann."Ich habe die ganze Nacht über Elias nachgedacht," sagte er. "Über die Koordinaten. Über was ich wusste und nicht gesagt habe.""Ja," sagte Aldric."Und ich habe darüber nachgedacht warum ich nicht gefragt habe.""Was ist das Ergebnis."Hartmann schaute auf den Tisch."Angst," sagte er einfach. "Nicht vor der Antwort. Vor dem was die Antwort bedeutet.""Was bedeutet sie.""Dass ich dreißig Jahre die falsche Wut gehabt habe." Er hi

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    POV: Isolde Nachtmann---Der Frühling in Grenzstadt war laut.Das war das Erste was sie bemerkte. Im Winter war die Stadt ruhiger. Die Händler blieben drinnen. Die Straßen waren weniger voll. Der Frost hielt die Bewegung in Grenzen.Im Frühling explodierte alles auf einmal.Fenster die aufgingen. Händler die nach draußen kamen. Die Kinder die im Winter still gewesen waren liefen jetzt durch die Gassen und machten den Lärm der Kinder die zu lange drinnen gewesen waren.Isolde öffnete morgens das Fenster im oberen Stock und hörte zu.Das war neu.Früher hatte sie Lärm als Störung kategorisiert. Jetzt kategorisierte sie ihn als Zeichen von Leben.Das war ein kleiner Unterschied der sich nicht klein anfühlte.---Bastians Übersetzung der nächsten Aufzeichnung kam an einem Dienstag.*Hauptmann Nachtmann. Alpha Grauwald.**Ich habe die nächste Sektion übersetzt. Diese beschreibt den Frühling des ersten Jahres.**Ich zitiere direkt.**Sie schreiben dass im ersten Frühling Gäste kamen. Nicht

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    POV: Aldric Grauwald---Nach dem schwierigen Tag kam eine Woche der Stille.Nicht die angespannte Stille von etwas das sich zusammenbraute. Die andere Art. Die Stille von einem Ort der sich eingespielt hatte. Wo die Dinge ihren Platz gefunden hatten und wo der Tag einen Rhythmus hatte der nicht erzwungen war.Morgens das Feuer.Isolde am Schreibtisch.Er mit dem Tagebuch oder den Rudelberichten die ihm Konrad schickte.Mittags manchmal Otto. Manchmal nicht.Abends Werner wenn er da war. Meistens wenn er da war.Das war das Leben.Er schrieb Konrad täglich.Nicht lange Briefe. Kurze. Was passiert war. Was er dachte. Manchmal Fragen. Konrad antwortete in derselben Kürze.Das war ihr Weg.Eines Abends schrieb Konrad etwas das Aldric dreimal las.*Das Rudel hat dich diese Woche vermisst. Nicht weil du nicht da warst. Weil Bram eine Frage hatte die nur du beantworten konntest und weil er drei Tage gewartet hat bevor er zu mir kam.**Er hat schließlich gefragt. Ich habe geantwortet. Aber e

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