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Eine neue Welt

Penulis: Joyce silver
last update Tanggal publikasi: 2026-07-05 13:49:25

Ich spielte die Szene unzählige Male in meinem Kopf ab. Mir stockte der Atem, und ich merkte gar nicht, wie ich zu meinem Vater stürzte und ihn umarmte.

Taylor war wütend aus dem Esszimmer gestürmt, aber natürlich konnte sie nichts dagegen tun.

Tyler hatte nur gestarrt, und Lillians Augen sprühten Feuer, was einen starken Kontrast zu ihrem Lächeln bildete.

„Entschuldigt mich“, sagte sie höflich und stand auf. Sie versuchte, ruhig zu bleiben, doch die Adern, die sich an ihrem Hals abzeichneten, und ihre zuckenden Finger verrieten sie.

Sie verließ den Raum mit mörderischem Blick, als könnte sie mich erschießen.

Dad seufzte einfach nur, und wir sahen uns an. Seine Augen wirkten plötzlich distanziert.

„Dein Traum ist wahr geworden, Kürbis.

Herzlichen Glückwunsch.“ Er umarmte mich und ging schweigend davon.

Tränen drohten aus meinen Augen zu fallen.

Tränen der Freude und der Trauer. Doch Tyler saß immer noch am Tisch.

„Zufrieden, Kürbis?“, fragte sie mit einem frechen Lächeln.

„Ja, zufrieden“, schnaubte ich und drehte mich weg.

„Denk dran, Jordan – du betrittst die Höhle des Löwen.“ Sie lächelte verschmitzt und ging davon.

Ich lag auf meinem Bett und starrte an die Decke, als es klopfte. Als ich die Tür öffnete, stand ich Lillian gegenüber.

Ohne zu fragen, schlenderte sie ungebeten in mein Zimmer.

„Was willst du jetzt schon wieder?“, seufzte ich und blieb im Türrahmen stehen.

„Ich wollte mich nur verabschieden. Darf ich dir nicht ein bisschen Ratschlag geben?“, grinste sie.

„Tja… offensichtlich nichts Gutes. Die Luft stinkt schon nach Sünde“, sagte ich mit hochgezogener Augenbraue.

„Tu nicht so aufgeblasen, Elizabeth“, fauchte sie.

„Nenn mich verdammt nochmal nicht so, Lillian. Das hast du nicht verdient“, flüsterte ich und trat näher an sie heran.

„Oder was? Willst du mich schlagen?“, fragte sie herausfordernd und hob das Kinn.

Meine Augen weiteten sich, und meine Hände ballten sich zu Fäusten.

„Nur damit du es weißt, Kleine – du solltest dort vorsichtig sein“, flüsterte sie sanft. „Mädchen wie du… halten sich unter Wölfen nicht lange.“

Ich schluckte schwer.

„Zum Glück habe ich gelernt, unter Schlangen zu überleben“, erwiderte ich.

Ihr Lächeln zuckte.

Bevor sie antworten konnte, betrat Dad den Flur.

„Raus jetzt!“, zischte ich.

Sie schnaubte.

„Oh Schatz, suchst du mich? Ich war nur bei Jordan, um mich zu verabschieden. So traurig“, hörte ich sie sagen.

Ihre Stimmen verhallten im Flur, während sie weitergingen.

Ich fiel aufs Bett und weinte mich in den Schlaf – eine Mischung aus Freude und Trauer. Der Name Elizabeth hallte in meinem Kopf wider.

Ω Ω Ω 20. Januar Ω Ω Ω

Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen. Ich dachte ständig darüber nach, wie ich mich verhalten sollte… elegant oder lässig. Mr. James war gestern gekommen, und die Freude, ihm von dem Brief zu erzählen und sein schockiertes Gesicht zu sehen, war unbeschreiblich.

Ich stand am Fenster, die Finger fest um den Vorhang geklammert, und schaute schon zum hundertsten Mal hinaus. Die Uhr zeigte 7:58 Uhr.

Mein Herz wollte sich einfach nicht beruhigen. Es fühlte sich an, als wollte es aus meiner Brust springen.

Was, wenn sie ihre Meinung geändert hatten?

Was, wenn Lillian Dad doch überzeugt hatte?

Was, wenn—

Ein tiefes Hupen durchschnitt meine Gedanken.

Ich erstarrte.

Das war es. Es gab kein Zurück mehr.

Ich rannte die Treppe hinunter und stieß fast mit meinem Vater zusammen.

„Langsam, junge Dame“, lächelte er.

„Dad“, lachte ich, wobei mir der Atem stockte.

Er lächelte und nahm meine Hände. In den letzten Tagen war er sehr emotional geworden.

Ich wusste, dass wir kein besonders starkes Band hatten, aber er war mein Vater.

Er drückte mir ein Medaillon in die Hand. Ich sah es an, und die Erinnerungen überfluteten mich.

Es hatte meiner Mutter gehört, und ich wusste, dass Lillian es unbedingt haben wollte.

„Dad…“

„Schhh… nimm es, Jordan, und denk immer an sie“, flüsterte er.

Ich nickte.

„Schau mal, sie hat es so eilig, von hier wegzukommen“, grinste Taylor und funkelte mich böse an.

„Oh Liebes, ich wünsche dir viel Glück in allen Bereichen“, sagte Lillian und umarmte mich.

„Besonders beim Überleben“, flüsterte sie mir ins Ohr.

Ich schnaubte und ging an ihr vorbei.

Ich lächelte, ging zum Auto und setzte mich. Mein Hintern sank in den weichen Sitz, und der Duft von frischem Leder und Minze umfing mich.

Ich warf einen letzten Blick auf unser Haus. Lillian und ihre Anhängerinnen, die vor dem Eingang standen, prägten sich für immer in mein Gedächtnis ein.

Der Motor schnurrte auf, und das Auto brauste davon.

∆ ∆ ∆ ∆ ∆ ∆ ∆ ∆ ∆ ∆ ∆

**ALEXANDERS POV**

Der Motor brüllte unter mir, während der Jet durch die Wolken schnitt. Ich lehnte mich in meinem Sitz zurück und lockerte den Knoten meiner Krawatte. Ich hasste Linienflüge – zum Glück war das keiner.

Mein Vater hatte darauf bestanden, dass ich zurückkomme.

„Wir landen gleich, Mr. Santiago.“

Endlich.

Ich starrte aus dem Fenster. Mein Kiefer spannte sich an. Das letzte Mal, als ich hier war, endete alles schlecht.

Ich war wieder zu Hause… nach zwei Monaten Freiheit.

Ich strich mir die Haare zurück, als ich aus dem Flugzeug stieg. Die kühle Luft zerzauste sie sofort wieder.

„Hallo, Hübscher“, hörte ich eine Stimme, drehte mich um und sah ein Mädchen in einem weißen Crop-Top und Shorts.

Noch eine verlorene Katze.

Ich war nicht in der Stimmung und ignorierte sie.

„Verdammt, ist der heiß.“

Ich grinste. Mädchen und ihr Getratsche.

Ich stieg ins Auto und atmete den Duft von Zimt und Minze ein.

Mein Handy vibrierte.

**Damien:**

Beeil dich lieber. Die Schule summt schon. Neues Semester, neue Beute.

Er war immer auf der Jagd nach Beute und verliebte sich jedes Mal in die Falsche.

„Fahr direkt zur Schule, nicht nach Hause. Dad kann mich dort besuchen, wenn er will“, sagte ich zum Fahrer.

„Ja, junger Meister.“

„Es heißt ‚Ja, Sir‘“, knurrte ich.

„Ja, Sir“, antwortete er schnell.

Als die Tore der Akademie in Sicht kamen, machte sich ein seltsames Gefühl in meiner Brust breit.

Vorfreude.

Ich wusste nicht warum.

Aber etwas sagte mir, dass dieses Jahr anders werden würde.

Und ich hasste Überraschungen.

**JORDANS POV**

Die riesigen Tore kamen in Sicht, mit einem Adler und dem Schullogo darauf.

Der Fahrer holte seinen Passierschein ab, und das Auto fuhr auf das ordentlich gefegte Gelände.

So organisiert.

Ich sah mich um. Die Luxusautos, die hier standen, kosteten nur ein paar Tausend – und sie gehörten den Schülern!

Der Platz war voller Studenten in luxuriösen Blazern, Bleistiftabsätzen und Handtaschen im Wert von 10.000 Dollar.

Und die Gebäude… verdammt hoch und einfach wunderschön. Wahrscheinlich hatten sie einen der besten Architekten des Landes engagiert.

Das fühlte sich nicht mehr wie eine Schule an.

Der Fahrer hatte mein Gepäck herausgeholt und tippte mich aus meinen Gedanken.

Ich stieg aus. Als ich den Weg entlangging, begannen die Blicke.

Leises Getuschel darüber, wer das Mädchen mit den großen braunen Augen war – das Mädchen in Billig-Hoodie, Hose und alten Ledersneakers.

Trotzdem hatte ein Fahrer sie gebracht, und sie ging mit zittrigen, aber mutigen Schritten.

Fast sofort wandten sich die Blicke ab. Ein eleganter Rolls-Royce Phantom fuhr vor, und das Keuchen begann.

„Hat er sich ein neues Auto gekauft??“, kreischte ein Junge.

Mädchen drängten nach vorn, einige stellten sich in Posen, die „Ich bin verfügbar“ schrien.

„Er ist zurück, mein Baby ist zurrüüück“, schrie ein Mädchen.

Einige schnaubten, andere funkelten böse.

Ich war neugierig, diesen Typen zu sehen, über den alle flüsterten, und dann stieg er aus.

Dunkle Haare mit roten Spitzen, sehr groß, mit einem Körper, der sündhaft gut aussah.

Ich schluckte.

Sein Gesicht wirkte wie gemeißelt, und diese Lippen…

Der Fahrer tippte mir erneut auf die Schulter und nickte in Richtung des Direktorats.

Wir gingen hinein, aber ich drehte mich noch einmal um. Ein letzter Blick.

Ich hatte meine Formulare unterschrieben und meinen Schülerausweis sowie die restlichen Unterlagen erhalten.

Es fühlte sich zu schön an, um wahr zu sein. Ich war eine Schülerin der LEA. So also fühlten sich Taylor und Tyler immer.

Als Nächstes wollte ich Rachel finden. Sie war seit unserer Kindheit meine beste Freundin, und ich hatte lange nichts mehr von ihr gehört. Ich wusste nicht einmal, was passiert war.

Ich ging schnell weiter, um mein Zimmer zu finden und mich einzurichten, als ich mit einem harten Körper zusammenstieß.

Ich blickte auf – es war der Typ von vorhin. Aus der Nähe war er noch unverschämt attraktiver.

Ich wartete auf eine Entschuldigung, doch er starrte mich nur an.

„Kannst du nicht aufpassen, wo du hingehst?“, fragte ich mit hochgezogener Augenbraue.

Er schwieg.

„Du bist direkt in mich reingerannt… hallo?“, sagte ich. Ist der so unhöflich?

Er schüttelte den Kopf und ging weiter.

Ich drehte mich mit großen Augen um.

„Was zur Hölle?“, flüsterte ich. Für wen hält der sich?

„Hey, Arschloch, beim nächsten Mal, wenn du das versuchst…“

Ich konnte den Satz nicht beenden, da drehte er sich bereits um und kam auf mich zu. Sein Gesicht sah nicht freundlich aus.

Er kam direkt vor mich, und genau in diesem Moment füllten sich die Flure mit Schülern, die einen Blick auf ihn erhaschen wollten. Es wurde sofort still, aber ich wollte nicht den Mut verlieren und starrte zurück in seine tiefblauen, betörend schönen Augen.

Er grinste spöttisch und wandte sich der Menge zu – sie wollten eine Reaktion.

Doch überraschenderweise drehte er sich einfach um und ging.

Die Blicke der Mädchen wurden richtig wütend.

„Und sie ist neu; die hat Mut“, sagte ein Junge.

„Das verfliegt früher oder später“, kicherte eine andere.

Ich hörte ihr Getuschel. Ich hatte gedacht, die Kinder der Elite wären vernünftig und alle würden sich reif verhalten, aber ich hatte mich geirrt.

Ich ging weiter. Rachel würde ich später suchen. Jetzt musste ich erstmal mein Zimmer finden.

|~| |~| |~| |~| |~| |~| |~| |~| |~| |~| |~|

Ich lief bis zum Zimmer 500 – es war das letzte Zimmer im Wohnheim, da alle anderen belegt waren.

Ich stieß die Tür auf, seufzte erleichtert und bewunderte den Raum, nur um meinen Blick auf einen perfekt geformten Körper und wieder… diese blauen Augen zu richten.

„Du schon wieder!? Was zur Hölle machst du hier? Hast du Todessehnsucht?“, brüllte er.

„Das ist mein Zimmer. Verpiss dich und hör auf, mich zu stalken“, brüllte ich zurück.

Er runzelte verwirrt die Stirn.

„Was redest du da? Das ist mein Stammplatz“, knurrte er mit tiefer Stimme.

Wir hielten gleichzeitig unsere Zimmerschlüssel hoch, auf denen fett die Nummer 500 gedruckt war.

In diesem Moment wusste ich: Das war der Untergang.

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