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Kapitel 5

Author: Three salaries
Emilia sah Alexander ungläubig an.

„Ich habe dir gesagt, dass ich es nicht war! Warum kannst du mir nicht ein einziges Mal glauben? Ich trage dein Kind. Wie kannst du mich so behandeln?“

Alexander drehte sich um, nahm Clara an die Hand und führte sie die Treppe hinauf.

„Gerade weil du mein Kind trägst, solltest du ihm ein gutes Vorbild sein! Wer etwas falsch macht, wird bestraft!“

Emilia schüttelte heftig den Kopf und wandte sich zum Ausgang.

„Nein! Ihr habt kein Recht, mir das anzutun!“

Doch kaum hatte sie sich umgedreht, stürmten die Leibwächter der Familie Falk heran. Je einer packte sie von beiden Seiten, hielt sie fest und zwang sie vor dem Eingangstor auf die Knie.

Einer der Leibwächter warnte Emilia:

„Frau Falk, Sie sollten sich besser nicht wehren. Sonst könnten wir versehentlich Ihrem Kind wehtun.“

Emilia war wie erstarrt und wagte nicht mehr, sich zu bewegen.

Nach und nach verließen die Angehörigen das Anwesen. Jeder, der an Emilia vorbeikam, warf ihr einen verächtlichen Blick zu und ließ eine gehässige Bemerkung fallen.

Emilia wusste nicht, wie lange sie schon kniete. Der Wind hatte ihre Tränen längst getrocknet.

Die Wange, auf die man sie geschlagen hatte, war stark angeschwollen. Ihre Lippen waren vor Durst aufgesprungen. Sie war in einem erbärmlichen Zustand.

Immer wieder zog sich ihr Bauch schmerzhaft zusammen. Flehend sah Emilia zu den beiden Leibwächtern auf, die sie bewachten.

„Können Sie Alexander bitte sagen, dass ich Schmerzen im Bauch habe? Ich muss ins Krankenhaus.“

Der Leibwächter betrachtete Emilias deutlich gewölbten Bauch und rief Alexander an.

Wenig später drang Alexanders gleichgültige Stimme aus dem Telefon.

„Emilia, wer etwas anstellt, muss dafür geradestehen. Versuch nicht, mich mit dem Kind weichzukriegen.“

Dann legte Alexander auf.

Der Leibwächter sah Emilia kalt an.

„Bleiben Sie einfach auf den Knien.“

Emilia blieb nichts anderes übrig, als auf den Knien auszuharren.

Vor dem Tor waren nur noch Emilia und die beiden Wachen.

Der Nachtwind war eisig und schnitt wie ein Messer durch ihr dünnes Nachthemd. Emilia zitterte am ganzen Körper.

Ihre Knie schmerzten unerträglich, als würden unzählige Ameisen daran nagen.

Immer wieder wurde Emilia schwarz vor Augen. Schließlich konnte sie sich nicht länger aufrecht halten und kippte nach vorn.

Als Emilia wieder zu sich kam, lag sie im Krankenhaus.

Alexander saß neben dem Bett und hatte eine Hand auf ihren Bauch gelegt.

Emilia griff erschrocken nach ihrem Bauch. Da hörte Emilia Alexanders Stimme.

„Dem Kind geht es gut.“

Emilia atmete auf. Erst jetzt spürte Emilia die Schmerzen in den Knien und im Gesicht.

Alexander streckte die Hand aus und strich ihr sanft über die geschwollene Wange.

„Dass ich Clara heiraten will, habe ich nur gesagt, um dich zu ärgern.“

„Ich habe dir doch erklärt, dass zwischen Clara und mir nichts ist. Wir kennen uns seit unserer Kindheit. Sie ist für mich wie eine Schwester.“

„Warum musst du es unbedingt auf sie abgesehen haben?“

In Emilias Augen war nur noch leere.

Sie hatte nicht einmal mehr die Kraft, mit Alexander darüber zu diskutieren.

Emilia schob Alexanders Hand weg, schlug die Decke zurück und stand auf. Ihre Stimme war heiser.

„Bald ist alles vorbei.“

Alexanders Miene wurde finster.

„Willst du mir selbst jetzt noch mit der Scheidung drohen?“

„Mit deiner Herkunft und deinem Aussehen wirst du in deinem Leben keinen besseren Mann als mich bekommen. Und dann bist du auch noch mit meinem Kind schwanger! Wer soll dich nach der Scheidung überhaupt noch wollen?“

Emilia humpelte auf die Tür zu und erwiderte kühl:

„Darüber brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, Herr Falk.“

Alexander geriet außer sich.

„Emilia, das ist deine letzte Chance! Wenn du heute gehst, heirate ich Clara wirklich. Wenn du es später bereust und auf Knien angekrochen kommst, wird es dir auch nichts mehr nützen!“

Emilia ging weiter. Ohne auch ein einziges Mal zurückzublicken, verschwand sie aus dem Krankenzimmer.

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