FAZER LOGINRYLANS PERSPEKTIVEDie Ritualkammer bebte um mich herum, als ich Amaya erreichte. Silberne Energie wand sich heftig um ihren Körper, traf die Steinwände und ließ den Boden unter ihren Füßen reißen. Sie sah verängstigt aus, aber sie kämpfte noch. Durch unsere Verbindung konnte ich ihren Schmerz, ihre Verwirrung und ihren Zorn spüren, alles miteinander verflochten durch die Erinnerungen, die Reina in ihren Geist gezwungen hatte.„Amaya, schau mich an“, drängte ich und trat näher, trotz der Magie, die gegen meinen Körper drückte. Sie reagierte kaum, ihre Augen noch in den Erinnerungen gefangen. „Was auch immer du siehst, erinnere dich, dass Reina deinen Schmerz gegen dich benutzt. Er will, dass du glaubst, alle hätten dich verraten, damit deine eigene Macht dich zerstört, bevor er es muss.“„Ich habe dir vertraut“, flüsterte sie, ihre Stimme zitterte, als eine weitere Welle silberner Energie sie umgab. „Du hast mich belogen, Rylan. Du hast die Bindung versteckt, Geheimnisse behalten und
AMAYAS PERSPEKTIVEDie Magie zog mich plötzlich zum Zentrum des Rituals, bevor ich verstehen konnte, was passierte. Meine Füße verließen den Boden, und ich versuchte, nach irgendetwas in der Nähe zu greifen, aber es gab nichts, woran ich mich festhalten konnte. „Amaya!“ schrie Rylan und eilte zu mir, aber eine gewaltsame Welle von Energie schlug in ihn ein und warf ihn durch die Kammer.Ich versuchte, seinen Namen zu rufen, aber die Magie zog sich um meinen Körper zusammen, bevor ich richtig sprechen konnte. Meine Arme wurden nach außen gezwungen, während silberne und schwarze Energie aus meiner Haut strömte und sich mit jeder Sekunde schneller um mich wickelte. „Hört auf damit!“ schrie ich und kämpfte gegen die unsichtbare Kraft, aber das Ritual wurde nur stärker und zog mehr Macht aus irgendwo tief in mir.„Amaya, kämpf dagegen!“ schrie Rylan von der anderen Seite der Kammer. Ich konnte die Angst in seiner Stimme hören, aber bevor ich antworten konnte, trat eine weitere Stimme in me
KADES PERSPEKTIVEReinas Krieger griffen erneut an, bevor wir uns von seiner Enthüllung erholen konnten. Ich bewegte mich neben Rylan und blockierte eine Klinge, die auf seine Schulter zielte, bevor ich den Krieger zurückschlug. Rylan erwiderte den Angriff sofort und weigerte sich, Reina eine weitere Öffnung zu geben. Gegenüber in der Kammer blieb Amaya in der Nähe der königlichen Aufzeichnungen und studierte die alten Symbole, während der Kampf um sie herum weiterging.„Halt sie von Amaya fern“, befahl Rylan und stieß einen weiteren Krieger beiseite. Ich blockierte zwei Angriffe und drängte vorwärts. „Wir versuchen es“, antwortete ich und atmete schwer, als ein weiterer Kämpfer anstürmte. Die Krieger schienen entschlossen, uns beschäftigt zu halten, aber etwas störte mich. Reina beobachtete den Kampf nicht. Er beobachtete Amaya und wartete darauf, dass etwas geschah.Amaya fuhr über ein weiteres Symbol an der Wand, ihre Augen verengten sich, während sie die alten Aufzeichnungen studi
RYLANS PERSPEKTIVEDie königliche Kammer wurde still nach Reinas Worten. Ich stand neben Amaya und starrte auf den Thron, während die umhangene Gestalt in seiner Nähe blieb. Alte Aufzeichnungen bedeckten die Wände, in silbernen Stein geschnitzt. Tobias und Kade bewegten sich näher und studierten die Symbole. Etwas sagte mir, dass die Antworten, denen wir nachgejagt waren, endlich in diesem Raum warteten, und ich war nicht vorbereitet auf das, was sie enthüllen würden.„Schau hier“, rief Tobias und zeigte auf ein langes Steinpaneel. Ich ging mit Amaya hinüber, während Kade hinter uns folgte. Die Markierungen begannen zu leuchten, als Amaya näherkam, und enthüllten Zeilen alter Schrift. Tobias studierte sie sorgfältig, bevor sich sein Ausdruck veränderte. „Diese Aufzeichnungen handeln von deiner Blutlinie“, sagte er zu Amaya, seine Stimme erfüllt von Unglauben.„Was sagen sie?“ fragte Amaya und trat näher. Tobias fuhr mit den Fingern über die ersten Symbole. „Sie sagen, dass dein Blut v
AMAYAS PERSPEKTIVEDie Erinnerung an meinen Vater verblasste, aber seine letzten Worte blieben klar in meinem Geist. Das Amulett war nicht nur ein Schlüssel. Es war der Beweis dafür, wer ich war. Ich schloss die Augen, suchte durch die vergessenen Stücke meiner Kindheit und erinnerte mich plötzlich daran, dieses Amulett irgendwo versteckt zu haben, wo niemand es je ohne mich erreichen konnte.„Es ist hinter der königlichen Tür“, flüsterte ich und blickte zum alten Eingang. Rylan starrte mich an. „Bist du sicher?“ fragte er und trat näher. Ich nickte langsam. „Ich erinnere mich jetzt. Mein Vater hat es mir gegeben, und später habe ich es hinter der Tür versteckt, weil ich Angst hatte, dass jemand es mir wegnehmen würde.“Reina hörte mich und lächelte sofort. „Dann öffne sie“, forderte er und trat näher zum alten Eingang. Ich sah ihn ungläubig an. „Du denkst, ich werde dir helfen nach allem, was du getan hast?“ fragte ich. Reinas Ausdruck blieb ruhig. „Ich biete dir die Wahrheit über de
RYLANS PERSPEKTIVEDer Tempel erhob sich aus dem Berg wie etwas, das von der Zeit vergessen worden war. Zerbrochene Säulen umgaben den Eingang, während silberne Symbole die alten Mauern bedeckten. In dem Moment, als Amaya näher trat, begannen diese Symbole eines nach dem anderen zu leuchten. Ich beobachtete, wie sie sich über den Stein ausbreiteten und ihren Bewegungen folgten, als ob der Tempel selbst ihre Blutlinie erkannte und sie willkommen hieß.„Es reagiert auf mich“, flüsterte Amaya und berührte ein leuchtendes Symbol. Das Licht wurde unter ihren Fingern sofort heller und breitete sich über die Wand aus. Kade blickte mit Sorge zu mir. „Hast du jemals so etwas gesehen?“ fragte er. Ich schüttelte den Kopf. „Nein, aber was auch immer dieser Ort versteckt, Reina weiß klar darüber Bescheid, und das ist es, was mich beunruhigt.“Wir betraten vorsichtig, hielten unsere Waffen bereit. Je tiefer wir gingen, desto stärker wurde das silberne Leuchten. Alte Schnitzereien bedeckten die Wänd







