LOGINDer erste Morgen zurück fühlt sich seltsam an. Nicht falsch, auch nicht leer aber anders. Mila lag in ihrem Bett, die Decke bis zum Kinn gezogen und starrte an die Decke , als wäre dort irgendwo die Antwort auf eine Frage geschrieben, die sie noch nicht formulieren konnte. Die Stille ihrer Wohnung war nicht unangenehm- aber sie war laut auf einer Weise, die sie nicht kannte. In New York war immer ein Geräusch gewesen. Eine Bewegung oder ein Atem oder Elias…Jetzt war nur sie alleine.Sie drehte sich auf die Seite, griff nach ihr Handy und sah auf die Uhr. 6:12 Uhr. Zu früh, um aufzustehen aber zu spät um weiterzuschlafen.Sie hatte das Gefühl, dass ihr Herz noch irgendwo auf dem Atlantik schwebte. Mila seufzzte leise, setzte sich auf und liess die Füsse aus dem Bett gleiten. Der Boden war kalt, der Raum Still und plötzlich war sie wieder ganz in ihrem alten Leben. Kein Hotel, keine Skyline, keine gelben Taxis, keine fremden Strassen, kein Jatlag und das wichtigste kein Elias neben
Der Morgen kam leise. Nicht mit Lärm, nicht mit Hektik, sondern mit diesem sanften Licht, das sich langsam durch die Vorhänge schob und die Konturen des Zimmers weich zeichnet. Mila wachte auf, ohne sofort die Augen zu öffnen. Sie blieb still liegen, lauschte auf ihren eigenen Atem- und dann auf einen zweiten, ruhigen Atemzug neben ihr. Elias. Er lag auf dem Rücken, ein Arm locker über die Decke gelegt, sein Gesicht entspannt. Für einen Moment betrachtete sie ihn einfach nur. Sie versuchte, jedes Detail in sich aufzunehmen: die leichte Falten zwischen seinen Augenbrauen, die selbst im Schlaf da war, seine ruhige Art wie sich seine Brust hob und senkte, die Nähe die sich nicht nur körperlich, sondern auch emotional so vertraut anfühlte. Sie hatte lange geglaubt, dass sie nie wieder so aufwachen würde- neben jemandem ohne Angst, ohne Druck, ohne diesen inneren Alarm, der sie sonst immer zurückzog und doch war es genau so. Ruhig, echt und warm. Mila setzte sich vorsichtig auf
New York hatte eine ganz eigene Art, einen in den Bann zu ziehen. Es war nicht nur die Skyline, die sich wie ein Versprechen aus Stahl und Glas in den Himmel reckte, sondern auch dieses Gefühl, dass hier alles möglich wäre- jeder Traum, jede Liebe und jeder Neuanfang. Für Mila fühlte sich die Stadt wie ein zweites Herz an, das plötzlich im gleichen Rhythmus schlug wie ihres. Der Morgen begann früh. Das Sonnenlicht fiel in goldenen Streifen durch die hohen Fenster der Hotelsuite und tanzte auf dem weissen Laken. Mila blinzelte, als sie die Augen öffnete und brauchte einen Moment, um zu realisieren wo sie ist. Den in einer Suite in New York. Ein Fünf-Sterne Hotel mit Elias und ein Wochenende, das sich schon jetzt wie etwas Besonderes anfühlte. Sie lag auf der Seite, den Blick zur Decke gerichtet während sie die leisen Geräusche der Stadt hörte- entfernte Sirenen, das Rauschen von Verkehr, das Murmeln einer Welt die niemals schlief. Neben ihr bewegte sich Elias leicht, drehte sich
Der Flughafen war erfüllt von Stimmen, dem Rollen unzähliger Koffer und dem rhythmischen Piepen der Anzeigetafeln. Mila zog ihren Mantel enger um sich, während sie suchend durch die Halle blickte. Als sie Elias entdeckt, entspannte sich etwas in ihr. Er stand ruhig da, den Blick auf sein Handy gerichtet doch als er sie sah, lächelte er sofort. „Hey“, sagte er als sie sich näherten. „Hey“, erwiderte Mila und spürte dieses vertraute Kribbeln, das sie immer noch überraschte. Sie checkten ein, gaben ihr Gepäck auf und setzten sich schliesslich nebeneinander ins Flugzeug. Kaum waren sie in der Luft, machte sich die Müdigkeit der anstrengenden Woche bemerkbar. Der Langstreckenflug zog sich ruhig dahin, fast unspektakulä. Elias bot ihr seine Schulter an, ohne etwas zu sagen. Es fühlte sich sicher an so natürlich. Irgendwann schliefen sie beide ein, begleitet von gleichmässigen Brummen der Triebwerke. Als sie in New York landeten, war Mila noch benommen. Doch sobald sie den Flughaf
Die Woche zog sich wie Kaugummi.Mila hatte selten so intensiv gearbeitet. Termine reihten sich aneinander, Meetings dauerten länger als geplant und Elias war ständig unterwegs oder in Gesprächen vertieft. Trotz allem funktionierte sie als Team erstaunlich gut, fast zu gut. Jeder Blick, jede Lächeln, jedes zufällige Berühren ihrer Hände trug etwas Ungesagtes in sich, etwas das sie beide bewusst nicht aussprechen- weil sie beschlossen hatten, es langsam anzugehen. Jedoch konnte langsam auch anstrengend sein. Die Lust danach sich zu küssen, sich zu berühren sogar auch intimer zu werden ist gross.Am Donnerstagabend sass Mila erschöpft auf dem Sofa, als Kira mit einer Take-away Sack vor der Tür stand.„Du siehst aus, als hätte man dich einmal durch die Woche gezogen“, sagte sie grinsend. „Fühlt sich auch genau so an“, murmelte Mila und liess sich dankbar das Essen reichen.Sie setzten sich an den kleinen Küchentisch. Für einen Moment assen sie schweigend, bis Kira sie neugierig must
Der Samstag begann ruhig, fast schon trügerisch ruhig. Mila sass mit einer Tasse Kaffee am Fenster ihrer Wohnung und beobachtete, wie die Stadt langsam zu Leben erwachte. Autos fuhren vorbei, Menschen eilten mit Einkaufstaschen über den Gehweg, doch Mila fühlte sich als stände sie still. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um denselben Namen; Elias! Seine Worte Worte aus dem Büro liessen sie einfach nicht los. Von dem Moment an , als ich dich zum ersten Mal gesehen habe… Es war nicht nur das, was er gesagt hatte, sondern wie ruhig, ehrlich , ohne Druck und genau das machte ihr Angst. Ein Teil von ihr wolle glauben, dass es anderst sein könnte. Dass Nähe nicht zwangsläufige Schmerz bedeutet. Ein Klopfen an der Tür riss sie aus ihren Gedanken. Kira trat ein, geschniegelt, gut gelaunt und wie immer volle Energie. „Raus mit dir“, sagte sie ohne Begrüssung. „Shoppen und frische Luft schnappen und Ablenkung.“ Mila seufzte, griff aber nach ihrer Lederjacke. „Du gibst mir keine







