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Kapitel 3

作者: Crystal K
Lucas Pupillen zogen sich zusammen. Die Hand, die den Kelch hielt, zitterte kaum merkbar – aber er verbarg es sofort, und seine Angst wich dem typischen, gekränkten Zorn eines Alpha.

„Elena, was soll dieser Blick?“, brüllte er und nutzte seine Alpha-Dominanz, um seine Schuld zu verdecken. „Ich bin dein Gefährte! Dein Alpha! Würde ich dich verletzen? Würde ich meinen eigenen Welpen verletzen?“

Ich konnte den Gestank der Verzweiflung an ihm riechen.

Gefährte?

Ich lachte innerlich.

In meinem letzten Leben war es dieser sogenannte „Schicksalsgefährte“, der ein silbernes Messer in mein Herz stieß.

Derjenige, der mich am meisten verletzt hatte, war nie mein Feind. Es warst du, Lucas.

Aber ich konfrontierte ihn nicht.

Ich wusste, dass der Trank einem gesunden Werwolf keinen bleibenden Schaden zufügt – er löste nur heftige Muskelkrämpfe aus.

Das perfekte Requisit für meine Darstellung.

„Natürlich nicht“, sagte ich leise. „Ich bin nur nervös.“

Ich warf den Kopf zurück und leerte die bittere Flüssigkeit auf einmal.

Lucas atmete aus, ein wilder Triumphschein in seinen Augen.

Das Gift wirkte schneller als erwartet.

Fünf Minuten später ergriff ein heftiger Krampf meinen Bauch. Der Schmerz war echt, und kalter Schweiß durchtränkte mein Nachthemd.

Ich kollabierte auf das Sofa und stieß einen schmerzhaften Stöhn aus. „Ah… es tut weh…“

In diesem Moment verlor Lucas vollständig die Farbe im Gesicht.

Er packte sich die Schläfen – das Zeichen einer erzwungenen Gedankenverbindung.

„Verdammt! Sarah gebärt ebenfalls!“

Er brüllte vor Panik, vergaß völlig, dass ich in „Qualen“ krümmte, drehte sich um und griff nach seinen Autoschlüsseln.

Der Regen schoss wie aus Eimern.

Lucas Auto brauste wie ein wildes Tier aus der Villa – wir hatten Sarah abgeholt, und sie saß auf dem Rücksitz, bis auf die Haut durchnässt.

Ihre Schreie drangen durch die Scheiben, laut genug, um sie zum Zerspringen zu bringen.

„Lucas! Hilf mir! Etwas kratzt mich von innen im Bauch!“ Sie griff mit den Fingernägeln in seinen Arm. „Es tut schrecklich weh! Unser Welpe … wir werden sterben!“

„Fürchte dich nicht, Sarah!“, schrie Lucas, eine Hand am Lenkrad, die andere streckte er ihr entgegen, um sie zu beruhigen. Seine Augen waren vor Herzschmerz verzerrt. „Ich bin hier! Ich gebe mein Leben für dich und den Welpen, ich schwöre es!“

Und was war mit mir?

Ich krümmte mich in die Ecke des weiten Rücksitzes und tat blass vor Schmerz. Lucas warf mir nicht einmal einen einzigen Blick zu – ich war nichts weiter als ein Gepäckstück, das er hinten hineingeworfen hatte.

Das Auto bremste mit quietschenden Reifen vor dem privaten Rudelkrankenhaus zum Erliegen.

Mediziner warteten bereits am Eingang.

„Schnell! Zuerst Sarah! Ihr Zustand ist kritisch!“, brüllte Lucas und stieß eine Krankenschwester weg, die mir helfen wollte. Er hob Sarah in seine Armen und raste zur Notaufnahmeeinfahrt.

Während sie schwach in seinen Armen stöhnte, warf Sarah mir über seine Schulter einen triumphierenden Blick zu.

Ich wurde allein im strömenden Regen zurückgelassen. Wasser vermischte sich mit dem kalten Schweiß auf meinem Gesicht und tropfte von den Haaren in den Nacken.

Ein paar Minuten später stürmten endlich zwei Auszubildende mit einem Rollstuhl heraus. „Luna, halte durch!“

Man schob mich in einen Kreissaal.

In dem Moment, als die kalte Stahltür mit einem dumpfen Knall zuschlug, war meine Darstellung vorbei.

Vor dem Operationsbett stand meine Ärztin – Mary.

Sie hatte alle anderen weggeschickt, nur zwei ihrer vertrauenswürdigsten Krankenschwestern blieben zurück.

Unsere Blicke trafen sich.

Mary blickte auf meinen scheinbar schwangeren Bauch, ihr Gesichtsausdruck eine Mischung aus Ehrfurcht und Angst.

Sie nickte einmal kurz und lautlos – alles war bereit.

Die Zeit tickte vor sich hin.

Der Donner draußen übertönte alle schmutzigen Taten, die hier drinnen stattfanden.

Stunden später, in der tiefsten Nacht.

In meinem Krankenzimmer herrschte tote Stille – nur das gleichmäßige Piepen des Herzmonitors brach die Schweige ständig auf.

Ich lag im Bett, Augen geschlossen, Atem ruhig und gleichmäßig, als hätte ich mich nach der vorgeblichen harten Geburt in Ohnmacht gefallen.

Aber jeder Muskel in meinem Körper war straff angespannt, meine Sinne auf höchster Alarmstufe.

Das Schloss klickte leise. Jemand schlich sich herein.

Ein widerlicher Gestank drang sofort in meine Nase – verrottendes Fleisch, Schwefel und altes Blut.

Der Geruch eines Vampirs.

Die Schritte waren leicht, zögerlich und voller Schuld, als sie sich meinem Bett näherten.

Es war Lucas.

In seinen Armen trug er ein fest eingewickeltes Bündel.

Auch durch die dicken Decken hindurch hörte ich ein leises, kehliges Zischen – das Ungeheuer, das Sarah zur Welt gebracht hatte.

Lucas hielt den Atem an, als er sich auf Zehenspitzen zu meinem Bett schlich.

Seine Hand zitterte, als er sich bereitmachte, das faul riechende Kind mit dem reinblütigen Erben zu tauschen – einem Erben, der nie existiert hatte.

Er bog sich vor, das Gesicht des Monsters lag nur wenige Zentimeter von meinem Hals entfernt.

Und in diesem Augenblick …

Ich riss die Augen auf.

Im dämmerigen Licht der Nachttlampe war mein Blick scharf und eiskalt, er fixierte sein entsetztes, verzerrtes Gesicht.

„Alpha“, schnitt meine Stimme durch die Dunkelheit. „Was machst du hier?“
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