LOGINDer Mond stieg höher, und die Lichtung wurde an den Rändern silbern, und Kai hob eine Hand.
Das Rudel verstummte so, wie Wasser still wird – auf einmal, alle wurden gemeinsam still, als hätten sie es geübt. Aria stand, wo sie immer stand, am Rand der Menge, den Rücken gerade, die Hände vorn gefaltet, so wie eine Luna stehen sollte. Das Kleid saß zu eng über ihrer Brust. Das bemerkte sie jetzt, so wie man kleine nutzlose Dinge bemerkt, kurz bevor etwas Großes geschieht – die Naht, die in ihre Rippen drückte, die kühle Luft im Nacken, wo der Zopf ihn freiließ. Jeder Atemzug fühlte sich an, als müsste man ihn absichtlich hineinziehen.
Ihr Wolf war in ihr still geworden. Nicht ruhig – still auf die Art, wie ein Tier still wird, kurz bevor es getroffen wird. Verspannt. Das erschreckte sie mehr als die Unruhe der vergangenen Wochen. Sie hatte sich an das Auf und Ab gewöhnt, an das tiefe unzufriedene Knurren unter ihren Rippen. Diese neue Stille fühlte sich an, als käme etwas Schlimmeres, und ein alter, ehrlicher Teil in ihr wusste bereits, was.
Kais Stimme trug über die Lichtung, leicht und sicher, die Stimme, die er für Rudelangelegenheiten benutzte.
„Heute Abend ehren wir Stärke. Loyalität. Die Zukunft dieses Rudels.“
Aria beobachtete, wie sein Mund die Worte formte. Sie hatte irgendeine Version dieser Rede ein Dutzend Mal in drei Jahren gehört. Sie wusste genau, wann die Menge jubeln sollte. Sie wusste, was ihre eigene Aufgabe war – stillstehen, sanft lächeln, stolz auf das schauen, was er als Nächstes sagte, so wie eine gute Luna schauen sollte.
Heute Abend konnte sie es nicht. Ihr Mund wollte sich einfach nicht bewegen.
Oben auf der Plattform stand Lila in weichem Weiß, der Stoff fing das Mondlicht so ein, dass sie aussah, als würde sie von innen leuchten. Vorn saß Leo auf einer niedrigen Bank, schwenkte die Beine, sein ganzes Gesicht zu Lila hochgerichtet, als wäre sie das einzig Interessante auf der Lichtung. Aria spürte, wie das in ihrem Magen landete, wie etwas, das aus der Höhe fallen gelassen wurde – ein kleiner, dumpfer, bestimmter Schmerz, der sie nicht einmal mehr überraschte, und das war fast das Schlimmste daran.
Kai wandte sich zu Lila. Seine Hand legte sich in den kleinen ihrer Rücken – leicht, vertraut, ohne nachzudenken. Aria erinnerte sich an diese Hand. Sie erinnerte sich genau daran, wie sie sich früher auf ihrem eigenen Rücken angefühlt hatte, vor Jahren, bevor all das. Sie jetzt woanders ruhen zu sehen, fühlte sich nicht einmal mehr wie Eifersucht an. Es fühlte sich an wie Trauer um etwas, das schon lange vor diesem Abend fort gewesen war.
„Es gibt jemanden“, sagte Kai, „der diesem Rudel mit stiller Stärke viele Jahre zur Seite gestanden hat. Jemand, dessen Gegenwart für unsere Zukunft unverzichtbar geworden ist.“
Ein leises Murmeln der Zustimmung ging durch die versammelten Wölfe, warm und leicht, als hätten alle darauf gewartet.
Arias Finger ballten sich langsam zu Fäusten an ihren Seiten, bis die Nägel in die Handflächen fanden und kleine Halbmonde in die Haut drückten. Sie hatte gewusst, dass das kommen würde. Sie hatte es gewusst seit der Küche, vor drei Morgen, seit die Worte besondere Anerkennung zum ersten Mal auf sie getroffen waren wie ein Stein, der aus der Höhe fällt. Wissen hatte sie nicht darauf vorbereitet – auf den tatsächlichen Klang davon, ausgesprochen, unter dem Vollmond, vor jedem ranghohen Wolf des Riven-Rudels. Etwas kommen zu wissen und in dem Moment zu stehen, in dem es eintrifft, sind zwei sehr verschiedene Dinge. Das verstand sie jetzt, auf eine Weise, die sie vor einer Minute noch nicht ganz verstanden hatte.
Kai sah Lila an. Was auch immer in seinem Gesicht lag, als er das tat – weich, gewiss, offen –, hatte Aria schon länger nicht mehr auf sich gerichtet gesehen, als sie zählen wollte.
„Heute Abend“, sagte er, „erkenne ich Lila Solace formell als geehrtes Mitglied des Kreises des Alphas an. Ihren Rat. Ihre Fürsorge für unsere Jungen. Ihren Platz in diesem Rudel – anerkannt, von dieser Nacht an.“
Die Lichtung brach in Heulen und Applaus aus, laut und sofort, Wölfe warfen die Köpfe zurück, der Klang rollte über das Gelände und in die Bäume hinaus.
Aria rührte sich nicht.
In ihrer Brust gab das Mate-Band – dünn, kalt, so lange eng gespannt, dass sie den Schmerz davon fast nicht mehr bemerkt hatte – einen einzigen scharfen, plötzlichen Impuls. Als verstünde es, noch bevor sie selbst es tat, genau, was soeben beschlossen worden war.
Lila lächelte und neigte den Kopf zur Menge, anmutig, leuchtend, völlig selbstverständlich. Kais Hand blieb genau dort, wo sie war. Leo klatschte mit seinen kleinen Händen, entzückt, strahlte zu beiden hoch, als wäre das das Beste, was er je gesehen hatte.
Etwas in Aria gab nach.
Es geschah nicht langsam. Es geschah auf einmal, sauber, wie ein Seil, das jahrelang ausgefranst war und endlich in einem einzigen sauberen Riss zerriss. Sie spürte, wie es geschah, und für eine seltsame Sekunde glaubte sie fast, es auch gehört zu haben – ein kleiner, innerer Laut, als löse sich etwas.
Drei Jahre, in denen sie ihre eigenen Worte geschluckt hatte, bevor sie ihren Mund erreichten. Drei Jahre, in denen sie am Rand von Räumen gestanden, Ruhe gespielt, Geduld gespielt, eine Art stiller Würde gespielt hatte, die sie mehr gekostet hatte, als irgendjemand um sie herum zu bemerken schien. Drei Jahre, in denen sie dem Mann zugesehen hatte, der ihr einst du bist mein, niemand sonst ins Haar geflüstert hatte, wie er eine andere Frau ansah, als wäre sie die einzige Lichtquelle, die er je gebraucht hatte. Drei Jahre, in denen das Gesicht ihres eigenen Sohnes jeden einzelnen Morgen für jemand anderen aufleuchtete, während sie am Herd stand und sein Frühstück kalt wurde.
Sie hatte sich immer wieder gesagt, dass das einfach so aussah, wie Pflicht aussah. Dass Schweigen eine Art Stärke war. Dass es, wenn sie nur lange genug festhielt, still genug blieb, irgendwann genug sein würde.
Hier zu stehen und Kais Hand auf Lilas Rücken vor dem ganzen Rudel zu sehen, verstand sie – klar, endgültig, ohne irgendeine der alten Ausreden, hinter denen man sich noch verstecken konnte –, dass sie damit fertig war, sich das zu sagen.
Aria trat vor.
Die Menge wich ihr, ohne darüber nachzudenken, so wie sie es immer getan hatte, eine alte Gewohnheit, die in jedem Wolf hier steckte – Platz machen für die Luna. Sie ging langsam durch die Lücke, ohne zu eilen, jeden Schritt bedacht, bis sie den Fuß der Plattform erreichte. Hinter ihr stockten die Heuler und der Applaus und starben in ungleichmäßigen Wellen ab, als Wölfe weiter hinten merkten, dass etwas nicht stimmte, und sich umdrehten, um zu schauen.
Kais Brauen zogen sich zusammen. „Aria—“
Sie ließ ihn nicht zu Ende sprechen. Wenn sie ihn zu Ende sprechen ließ, wenn sie irgendjemandes Stimme in diesen Moment ließ, war sie nicht sicher, ob sie den Weg zurück zu dem finden würde, was sie sagen musste.
„Ich lehne das Mate-Band ab.“
Die Worte kamen aus ihr heraus, fest. Klar. Sie zitterten nicht, obwohl sie irgendwo darunter spürte, dass alles in ihr es wollte. Für eine endlose Sekunde atmete niemand auf der Lichtung.
Kais Gesicht wurde weiß vor Schock, sein Mund noch leicht geöffnet um das, was er als Nächstes hatte sagen wollen. Lilas Lächeln blieb eingefroren, erreichte ihre Augen nicht mehr ganz. Irgendwo vorn, klein und verwirrt, schnitt Leos Stimme durch die Stille – „Mama?“ – und etwas in Aria brach beinahe genau dort, als sie es hörte. Sie zwang sich, die Augen auf Kai gerichtet zu halten. Er musste das hören. Alles davon.
„Ich habe dir drei Jahre gegeben“, sagte sie. „Drei Jahre Loyalität. Drei Jahre Schweigen. Drei Jahre die bequeme Wahl zu sein, während dein Herz die ganze Zeit woanders war.“ Ihre Stimme blieb fest, aber etwas Raues bewegte sich jetzt darunter, nah an der Oberfläche. „Ich werde nicht hierstehen und lächeln, während du einer anderen Frau den Platz gibst, der meiner hätte sein sollen. Ich lehne das Band ab. Ich lehne dieses Leben ab. Ich lehne dich ab.“
Das Band brach.
Es war nicht still. Schmerz riss durch ihre Brust, scharf und plötzlich, wie etwas, das sich von innen herauskrallte. Ihr Wolf schrie – ein Laut reiner Trauer, der nie über ihre Kehle hinauskam, der irgendwo hinter ihren Rippen gefangen blieb. Aria taumelte einen Schritt, fing sich, versperrte die Knie, damit sie vor ihnen allen nicht zusammenbrach. Blut kam warm aus ihrer Nase. Das Mondlicht über ihr fühlte sich plötzlich zu hell an, zu scharf, als schnitte es in ihre Augen.
Keuchen ging durch die Menge. Ein tiefes Knurren erhob sich irgendwo seitlich. Jemand sagte ihren Namen, leise, ungläubig.
Kai bewegte sich endlich, trat an den Rand der Plattform, sein Gesicht bleich geworden. „Aria. Hör auf. Du meinst das nicht—“
„Ich meine jedes Wort davon.“
Sie drehte sich um und ging von ihm weg.
Niemand hielt sie auf. Sie ging hinaus durch den Ring der Fackeln und über den Rand des Versammlungsplatzes, und die dunklen Bäume des Waldes öffneten sich vor ihr, endlos und still, und sie ging geradeaus hinein, ohne ein einziges Mal zurückzublicken. Die gebrochenen Stücke des Bandes brannten noch irgendwo hinter ihren Rippen, eine Wunde, die kein Interesse daran zu haben schien, sich zu schließen.
Sie ging, bis die Geräusche des Rudels vollständig hinter ihr verblassten.
Sie ging, bis ihre Beine zitterten und die Bäume an den Rändern ihres Sehens zu einem langen grauen Schmier zusammenflossen.
Stunden später, als der Mond tiefer am Himmel gesunken war und der Schmerz in ihrer Brust sich in etwas Dumpferes gelegt hatte – ein tiefer, knochenTiefer Schmerz statt eines Messers –, ging ihr die Kraft endgültig aus. Sie sank an den Wurzeln einer alten Kiefer nahe der östlichen Grenze nieder, atmete schwer, den kupfernen Geschmack ihres eigenen Blutes noch im Mund.
Ihr Wolf war still geworden. Nicht ruhig. Nur erschöpft, so wie sie.
Aria ließ die Augen fallen. Nur für eine Sekunde, sagte sie sich. Nur lange genug, um Atem zu schöpfen.
Als sie sie wieder öffnete, beobachtete sie etwas aus dem dunklen Raum zwischen den Bäumen.
Zwei Augen. Schwach glühend, dicht über dem Boden, vollkommen still.
Sie blinzelten nicht.
Roman behielt sie am Fluss, nachdem die Bindung zerbrochen war. Er brachte sie nicht sofort zurück zum Haus. Er stand mit leicht gespreizten Füßen, die Arme locker an den Seiten, doch seine Augen hörten nie auf, über den Waldrand zu wandern, suchten die Dunkelheit nach allem ab, das dort nicht hingehörte. Der Himmel war noch dunkel, ein tiefes Kohlegrau, das sich noch nicht aufzuhellen begonnen hatte, als die Ersten seiner Leute eintrafen. Holt kam mit sechs anderen, ihre Stiefel lautlos auf dem festgetretenen Boden. Sie blieben in einiger Entfernung stehen und warteten, ohne zu sprechen, ohne sich zu bewegen. Ihre Blicke gingen zuerst zu dem Mal an Arias Hals, verweilten dort einen Herzschlag zu lange, dann wanderten sie zu Leo, der wach war und dicht an ihrer Seite saß, seine kleine Schulter an ihren Arm gepresst.Leo rieb sich mit einer kleinen Hand über die Brust, die Finger flach über sein Hemd gespreizt, als könnte er das fremde Gefühl damit wieder zurückdrücken.„Das schlechte
Roman fuhr schweigend. Seine Hände lagen fest um das Lenkrad, und sein Blick wanderte immer wieder zum Rückspiegel, um die Straße hinter ihnen zu prüfen. Leo schlief zwischen ihnen auf der Rückbank, den Kopf an Arias Seite gelehnt. Seine kleine Brust hob und senkte sich langsam. Die Lichter des Geländes verblassten hinter ihnen, wurden kleiner und kleiner, bis sie verschwanden. Kein Auto folgte.Aria beobachtete, wie die Bäume vorbeizogen. Ihr Körper schmerzte noch immer vom Kampf. Ihre Arme fühlten sich steif an, und ein dumpfer Schmerz saß tief in ihren Schultern. Der kalte Zug unter ihren Rippen war jetzt schwächer, aber er war noch da, wie ein dünner Faden, der von irgendwoher aus der Ferne zog. Jedes Mal, wenn er zog, bewegte sich Leo im Schlaf, seine kleine Hand ballte sich zur Faust an Arias Arm.Sie bogen auf eine Privatstraße ein. Bewegungsmelder-Lichter gingen eines nach dem anderen an, als der Wagen vorbeifuhr, und warfen fleckige Helligkeit in die Dunkelheit. Ein hoher Zau
Der Stuhl unter dem Türgriff kratzte noch einen weiteren Zentimeter über den Boden. Aria hielt Leo fest an ihrer Seite auf dem Bett. Sein kleiner Körper war steif wie ein Brett geworden. Draußen vor den geschützten Zimmern schlugen Stiefel hart auf den Flurboden, mehr Füße als die zwei Wachen des Rates, die dort stehen sollten. Ein falscher Geruch drang unter der Tür hindurch. Nicht Riven. Nichts, was sie kannte.Roman stand zwischen ihnen und der Tür, sein Rücken gerade. Er sah sie nicht an.„Bleibt hinter mir", sagte er. „Beide."Die Tür flog nach innen auf. Der Stuhl flog durch die Luft und krachte gegen die Wand. Vier Männer stürmten schnell herein. Dunkle Jacken. Jeans. Keine Rudel-Abzeichen. Ihre Gesichter waren ausdruckslos, der flache Blick bezahlter Männer bei einem einfachen Auftrag. Einer hielt einen kurzen Metallschlagstock. Die anderen hatten ihre Krallen bereits ausgefahren, gekrümmt und scharf.Die Wachen des Rates waren nicht im Flur. Das war das Erste, was falsch war.
Sie gingen direkt zu den Heilräumen, liefen schnell den Flur entlang.Mare lag auf einem schmalen Bett. Ihr Gesicht war geschwollen und dunkel von blauen Flecken, ein Auge zugeschwollen, sodass es sich nicht ganz öffnen ließ. Verbände wickelten sich eng um ihre Rippen. Unter der dünnen Decke sah sie klein aus, fast wie ein Kind.Als sie Aria sah, versuchte sie, sich auf die Ellbogen zu stützen. Der Schmerz traf sie hart, und sie sank mit einem scharfen Keuchen zurück auf das Kissen.Aria trat schnell an die Seite des Bettes. Roman blieb nahe der Tür, seine Augen auf den Flur draußen gerichtet. Leo hielt sich fest an Arias Hand und starrte die verletzte Frau mit weit aufgerissenen, ängstlichen Augen an.„Du bist gekommen", flüsterte Mare. Ihre Stimme klang zerrissen, als würde das Sprechen wehtun.„Ich bin gekommen", sagte Aria und setzte sich auf den Bettrand. „Jake hat gesagt, du hättest noch mehr zu sagen."Mares gutes Auge huschte zur Tür, dann zurück zu Arias Gesicht.„Der Angriff
Die große Halle war bereits voll, als sie eintraten.Wölfe drängten sich an den Seiten des Raums, Schulter an Schulter. Der gesamte Rat saß hinter einem langen Tisch vorne. Kai saß bereits auf seinem Platz, Lila neben ihm. Seine Augen richteten sich sofort auf Aria, glitten dann zum Mal an ihrem Hals, dann zu Leo in ihren Armen.Roman blieb dicht an ihrer rechten Seite. Mehrere Wölfe nahe der Tür sahen noch immer erschüttert aus, blass im Gesicht vom Echo des Mals, das sie draußen gespürt hatten. Einige von ihnen berührten immer wieder ihren eigenen Nacken, als würden sie nach etwas suchen, das nicht da war.Aria ging zu dem offenen Platz vor dem Rat und blieb stehen. Sie setzte sich nicht. Leo blieb still an ihrer Brust, seine kleinen Hände umklammerten ihr Hemd.Die ältere Ratsfrau stand auf, ihr Stuhl kratzte über den Boden.„Wir sind hier, um das Sorgerecht für das Kind Leo zu entscheiden, und um den Angriff auf die Späherin Mare sowie die Anschuldigung gegen Lila Solace zu behand
Die Nacht blieb nur für kurze Zeit ruhig.Aria saß auf dem Bett, Leo schlief an ihrer Seite, seine kleine Brust hob und senkte sich. Roman stand wieder am Fenster und beobachtete den dunklen Hof unten. Seine Schultern waren steif, fest verkrampft. Er hatte sich kein einziges Mal hingesetzt, seit Jake gegangen war.Aria beobachtete ihn eine lange Weile.„Du bist wütend", sagte sie.Roman drehte sich nicht um.„Ich bin es leid, in einem Zimmer eingesperrt zu sein, während Leute, die schon versucht haben, uns zu verbrennen, und ein Mädchen halb totgeschlagen haben, immer noch frei draußen herumlaufen."„Der Rat hat die Regeln festgelegt."„Der Rat bewegt sich zu langsam." Romans Stimme blieb tief, aber sie hatte jetzt einen härteren Klang. „Morgen werden sie reden. Sie werden Fragen stellen. In der Zwischenzeit sind die, die den Jungen wollen, immer noch innerhalb dieser Mauern, atmen dieselbe Luft wie wir. Ich kann dich nicht richtig beschützen, hinter einer verschlossenen Tür."Aria ho







