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002

last update publish date: 2026-08-02 05:38:49

Asena

Nachdem ich gebrochen und beschämt aus dem Hotel gerannt bin, laufe ich ziellos durch die Stadt.

Ich hätte nach Hause gehen und herausfinden sollen, wie ich vierhundert Einladungen zurückschicke, einen Veranstaltungsort absage und allen erkläre, dass es keine Hochzeit geben wird. Stattdessen bin ich in diesen Ort gestolpert, der nach Alkohol, Sünde und Latex stinkt.

Vielleicht hätte ich herausfinden sollen, wie ich Matteo und Sophia zur Rechenschaft ziehen kann, aber… es war nicht das erste Mal, dass sie mir das angetan hat, und unsere Eltern waren immer auf ihrer Seite, also, was brachte es, eine Szene zu machen, wenn ich am Ende sowieso die Schuldige wäre?

Ich wusste nicht einmal, wohin ich ging, bis ich mich in einem Club wiederfand. Es ist der Art von Ort, in den ich niemals einen Fuß gesetzt hätte, aber heute Nacht…

…heute Nacht bin ich nicht mehr ich selbst, oder? Heute Nacht will ich einfach meine Demütigung mit Alkohol wegwaschen und dann zurück in meine Wohnung gehen und meinen Kummer wegschlafen, bevor ich der Welt wieder ins Gesicht sehe.

Ich nehme einen weiteren Schluck von meinem Drink, der Raum neigt sich um mich. Ich knalle das leere Glas auf den Marmortisch und tippe zweimal darauf.

„Willst du noch einen?“ fragt der Barkeeper und reißt mich aus meiner Spirale.

Ich nicke, obwohl meine Sicht schwimmt. Ich will einfach nur betrunken und benommen sein.

Er hebt eine Braue.

„Geh sparsam mit dem Drink um. Du bist schon betrunken.“

„Dein Job ist es, mich zu bedienen, dafür bezahle ich. Ich brauche deinen Rat nicht“, schnauze ich und lasse meine Frustration an der falschen Person aus.

Er wirft mir einen Blick zu, der sagt „Ich habe schon hundert kaputte Mädchen wie dich gesehen“, und füllt dann schweigend mein Glas nach.

Der Raum neigt sich leicht, als ich danach greife, und ich halte mich am Tresen fest, um mich zu stabilisieren.

In diesem Moment höre ich es.

„Hey, Schönheit.“

Ich drehe mich um, zu schnell, und stoße beinahe gegen ihn.

Ein älterer Mann steht viel zu nah, mit einem lüsternen Lächeln, das Galle in meiner Kehle hochsteigen lässt. Seine Augen gleiten meinen Körper hinunter, als wäre ich etwas auf einer Speisekarte.

Er greift nach meiner Taille. Der Instinkt übernimmt, und ich stoße ihn weg.

„Zurück, Bastard!“ knurre ich.

Sein Ausdruck verhärtet sich, bevor er sich wieder zu einem Grinsen verzieht.

„Sei keine Tease. Du bist angezogen, als wolltest du Aufmerksamkeit, und trinkst, als wolltest du etwas vergessen. Ich biete an, bei beidem zu helfen.“

Also hat er mich beobachtet. Gewartet. Die perfekte Beute gesehen.

Er greift meine Schultern und reißt mich zu sich.

Ich reiße mich los, stolpere, falle beinahe.

„Bleib weg von mir, oder ich schreie!“

Er lacht, tief und gemein.

„Nur zu. Hier interessiert das niemanden.“

Panik krallt sich meine Wirbelsäule hinauf. Kampf oder Flucht… aber Kampf war noch nie meine Stärke. Also renne ich, taumelnd. Ich dränge mich blind durch die Menge, stoße gegen Körper, ignoriere die Flüche, die mir nachgeworfen werden.

„Hey!“ schreit er hinter mir. „Wohin gehst du? Sei keine Schlampe, Hure!“

Seine Stimme folgt mir, während ich tiefer in den Club eintauche. Die Neonlichter verblassen hinter mir, ersetzt durch einen düsteren Flur, gesäumt von Türen.

Ich greife den nächsten Türgriff, stoße die Tür auf und schlüpfe hinein. Knallen zu. Abschließen.

Meine Brust hebt und senkt sich heftig. Ich presse meinen Rücken gegen das Holz und will, dass mein Herzschlag sich verlangsamt.

Schritte gehen draußen vorbei.

Erst als sie verhallen, entweicht mir der Atem in einem zitternden Ausatmen.

Sicher. Ich bin sicher.

Ich drehe mich um… und erstarre.

Meine Augen weiten sich dramatisch bei dem Anblick vor mir.

Eine Frau kniet zwischen zwei Männern, die ich selbst nach Jahrzehnten erkennen würde.

Caspian Hale und Zavian Hale.

Meine Peiniger. Die, die mich kleine Maus nannten und mich fühlen ließen, als wäre ich nichts.

Caspians Kopf ist zurückgeworfen, während die Frau seinen Schwanz in den Mund nimmt.

Ihre Hand ist um Zavians Schwanz gelegt, während seine Handfläche ihre Brust bedeckt und sie knetet.

Caspians Hand liegt um ihren Hals, der Anblick wirkt wie eine Bondage-Szene aus dem Film, den ich vor ein paar Tagen heimlich geschaut habe.

Sie schreit, als Caspian tief in ihren Mund stößt, und etwas Heißes windet sich fest in meinem Bauch.

Ich kann nicht wegsehen, auch wenn jede logische Zelle in meinem Körper danach schreit.

Ich presse meine Schenkel zusammen, mein Atem stockt.

Hitze pulsiert zwischen meinen Beinen, fremd und unerwünscht und… falsch.

Ich kann nicht anders, als mich zu fragen, ob das ist, was Matteo wollte? Dieses wilde Ding, das ich nicht zu sein weiß?

Zavian hebt den Kopf, und seine Augen treffen die meinen.

Seine Lippen kräuseln sich zu einem kleinen, bewussten Lächeln.

„Asena?“ Seine Stimme klingt rau und amüsiert.

„Wirst du die ganze Nacht da stehen und zuschauen, oder willst du mitmachen?“

Mein Gesicht brennt vor Scham – Scham, dabei erwischt worden zu sein, etwas Schmutziges anzustarren und nicht wegsehen zu können.

Caspian dreht sich um und grinst. „Süß. Ich hätte nicht gedacht, dass die kleine Maus das in sich hat. Wer hätte gedacht, dass sie gerne zuschaut?“

Seine Worte senden sowohl köstliche als auch schändliche Zittern direkt in meinen Kern.

Oh Gott!

„Ich… ich wollte nicht. Ich dachte, das wäre das Badezimmer. Ich gehe…“

Zavian ist der Erste, der sich zurückzieht, und ich sehe zu, wie er schamlos seinen Schwanz zurückschiebt, bevor er die Hose zuknöpft.

Die Frau lässt Caspians Schwanz mit einem Plopp los, und er klatscht ihr auf den Hintern, ein weiteres Stöhnen entkommt ihren Lippen.

Die Frau nimmt die Bezahlung von Zavian entgegen und schlüpft an mir vorbei, die Tür klickt hinter ihr zu.

Ich bin allein mit ihnen.

„Gehen?“ Caspian erhebt sich langsam, wischt sich die Hände ab und tritt näher.

Zavian folgt.

In diesem Moment schlagen in meinem Kopf Alarmglocken.

Ich greife den Türgriff und drehe ihn, verzweifelt zu fliehen, verzweifelt Abstand zwischen mir und meinen Quälern zu schaffen.

Aber nichts passiert. Die Tür ist abgeschlossen.

Ich drehe mich um und sehe den beiden grinsenden Männern entgegen, die sich mir mit räuberischen Blicken nähern.

„Willst du weglaufen, kleine Maus? Verstecken spielen?“ fragt Zavian amüsiert. Er scheint das viel zu sehr zu genießen, während ich nichts als ein Bündel Nerven bin.

„Bitte lass mich gehen“, flüstere ich.

Caspians Hand knallt neben meinem Kopf auf, seine Hitze hüllt meinen Rücken ein. Ich rieche die maskuline Energie, die von ihm ausgeht.

Unsere Blicke treffen sich, und der Ausdruck in seinen Augen raubt mir den Atem.

Ich versuche zu entkommen, aber Zavian blockiert meine Vorderseite und ragt über mir auf.

„Wohin glaubst du, gehst du, Asena?“ murmelt Caspian an meinem Ohr.

Mein Körper zittert, etwas Rücksichtsloses windet sich tief in meinem Bauch.

„Weglaufen, nachdem du unseren Spaß unterbrochen hast? Asena, wie wirst du uns entschädigen?“

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